Magnus Carlsen unterschreibt Vertrag zur Weltmeisterschaft

„Ich würde nicht spielen, wenn ich nicht absolut motiviert wäre,“ sagte Magnus Carlsen, als er den Vertrag für sein Weltmeisterschaftsmatch zwei Monate vorm Beginn des großen Kampfes, der gegen Ian Nepomniachtchi in Dubai stattfinden wird, unterzeichnete. Die Vertragsunterschrift von Magnus in Skopje während des European Club Cup wurde von seinem Sponsor Unibet berichtet, der ebenfalls ein Video von Magnus und seinem Vater Henrik postete, in dem diese sich Hotels und den Austragungsort des Dubai Exhibition Centre ansahen.

„Ich würde nicht spielen, wenn ich nicht absolut motiviert wäre,“ sagte Magnus Carlsen, als er den Vertrag für sein Weltmeisterschaftsmatch zwei Monate vorm Beginn des großen Kampfes, der gegen Ian Nepomniachtchi in Dubai stattfinden wird, unterzeichnete. Die Vertragsunterschrift von Magnus in Skopje während des European Club Cup wurde von seinem Sponsor Unibet berichtet, der ebenfalls ein Video von Magnus und seinem Vater Henrik postete, in dem diese sich Hotels und den Austragungsort des Dubai Exhibition Centre ansahen.

Es ist offiziell!

Das mit 2 Millionen Euro dotierte Schachweltmeisterschaftsmatch zwischen dem amtierenden norwegischen Weltmeister Magnus Carlsen und seinem russischen Herausforderer Ian Nepomniachtchi beginnt am Freitag, den 26. November, im Dubai Exhibition Centre, jedoch hat Magnus gerade erst den Vertrag unterzeichnet, während er beim European Club Cup in Ohrid, Nordmazedonien, mitspielt.

Er nahm sich die Zeit, einige Fragen seines Sponsors Unibet zu beantworten.


Warum hat es so lange gedauert, bis du schließlich eine Übereinkunft mit dem Organisator der Weltmeisterschaft gefunden hast?

Wir standen über die letzten Monate im guten Austausch mit der FIDE. Wie üblich gab es Probleme, die vor der Finalisierung des Vertrags gelöst werden mussten.

Was waren für dich die wichtigsten Punkte in den Verhandlungen mit der FIDE?

Für mich war es wichtig, dass ich die Logos meiner Sponsoren während des Matches zeigen darf sowie mit einigen Problemen abzuschließen, die die vorherigen Matches betrafen. Diese wurden von der gegenwärtigen Führung der FIDE, mit denen wir ein gutes Verhältnis pflegen, von der vorherigen übernommen.

Magnus und Henrik sehen sich den Veranstaltungsort des Matches an | Screenshot: Unibet

Für Außenseiter scheint es selbstverständlich, dass du deinen Titel als Weltmeister Jahr für Jahr verteidigen wirst. Ist es für dich ebenso selbstverständlich?

Das Weltmeisterschaftsmatch zu spielen ist eine sehr intensive Erfahrung, die dedizierten Fokus Monate vor und während des Matches erfordert. Sowohl 2016 als auch 2018 hatte ich große Zweifel und beschloss circa zwei Monate vorher, zu spielen. Diesmal hatte ich weniger Zweifel, aber den Vertrag zur Weltmeisterschaft zu unterschreiben und sich zu verpflichten, zu spielen, ist ein gewaltiger Schritt. Jetzt freue ich mich wirklich auf das Match gegen Ian Nepomniachtchi.

Wie wirst du die Wochen vor der Eröffnungspartie am 26. November verbringen?

Vom 25. September bis 4. Oktober werde ich das Champions Chess Tour Finale aus Oslo spielen und in den darauffolgenden sieben Wochen werden wir hauptsächlich an der detaillierten Vorbereitung für das Match arbeiten.

Was kannst du über deine Unterstützer und im speziellen deine Sekundanten sagen, die du für das Weltmeisterschaftsmatch engagierst?

Während der eigentlichen Partien bin ich auf mich allein gestellt. Es ist jedoch äußerst wichtig, dass man ein Team mit einer guten Chemie in Dubai hat, das Kompetenz und Erfahrung miteinander kombiniert sowie einige Freunde und Familie mitzunehmen. Speziell die Wahl der Sekundanten ist essenziell. Wie üblich werden die Details nicht vor oder während des Matches bekannt gegeben.

Einige der Hotels in Dubai scheinen alles zu besitzen, was Magnus und seine Sekundanten brauchen| Screenshot: Unibet

Wie können deine Unterstützer/Fans absolut sicher sein, dass du noch immer präzise, motiviert und hungrig auf einen weiteren Weltmeisterschaftstriumph bist?

Ich würde nicht spielen, wenn ich nicht absolut motiviert wäre.


Unibet teilte ebenfalls ein Video von Magnus und seinem Vater Henrik, wie diese Dubai im letzten Monat besuchten.

Sie sahen sich Hotels für eine mögliche Unterkunft an und konnten ebenfalls die Vorbereitungen am Austragungsort begutachten. Magnus kommentiert:

„Ich war heute bei der Expo, bei der wir das Match spielen werden, weshalb ich das Auditorium gesehen habe, in dem sich der Spielraum befindet sowie den übergeordneten Plan. Bisher sieht alles sehr gut aus. Selbstverständlich bin ich glücklich, teil dieser großartigen Tradition der Expo zu sein. Ich gehe davon aus, dass es bei der Expo ebenfalls darum geht, dass die unterschiedlichen Länder gegeneinander antreten und voneinander lernen. Hoffentlich kann Schach Teil dieser Kultur sein, wie es über Jahre der Fall war.“

Die durch die Pandemie verschobene Expo 2020 wird für die Öffentlichkeit am 1. Oktober geöffnet und läuft bis zum 31. März 2022. Die Schachweltmeisterschaft ist dabei eines der zentralen Elemente der Show. Magnus führte zu seiner Vorbereitung aus:

„Besonders für eine Weltmeisterschaft wie diese gibt es mehrere Bestandteile des Ablaufs. Allerdings gibt es drei Hauptkomponenten. Die eine ist die theoretische Vorbereitung, bei der es darum geht, sich auf den speziellen Gegner vorzubereiten, welche Eröffnungen man spielt usw. Dann gibt es die physische Vorbereitung. Hier geht es darum, sich körperlich in gute Form zu bringen, sodass man lange Partien und den damit verbundenen Druck aushalten kann. Drittens braucht man zudem Übung, weshalb ich auch ein paar Turniere spiele, allerdings nicht zu viele, um nicht den anderen Bestandteilen in die Quere zu kommen. Ich spiele allerdings auch, um vorbereitet und nicht eingerostet zu sein.“

Magnus gewann das Norway Chess, bei dem Ian Nepomniachtchi ebenfalls antrat. Allerdings folgte darauf eine auslaugende Reise mit mehreren Halten von Norwegen nach Nordmazedonien, bei dem Magnus in 91 Zügen einen Sieg aus einer Stellung gegen den 2374-gewerteten belgischen FM Jelle Sarrau erkämpfte, die nach einem sicheren Remis aussah. Eine einfachere Partie folgte, bis Magnus in seiner womöglich letzten klassischen Partie vor der Weltmeisterschaft händeringend darum kämpfen musste, im Königsindisch gegen Shakhriyar Mamedyarov zu überleben.

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