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Wilhelm  Steinitz

Wilhelm Steinitz

  • Geb.:
    17.05.1836 Prague, Tschechische Republik
  • Todestag:
    12.08.1900 (Alter 64) New York, Vereinigte Staaten
  • Verband:
    Österreich

Wilhelm Steinitz war der erste unangefochtene Schachweltmeister und einer der ersten Spieler, der Schach studierte statt nur zu spielen. Steinitz, als 13. Sohn eines jüdischen Händlers in Prag geboren, begann Schach ernst zu nehmen, während er in Wien Mathematik studierte. Nachdem er 1861 das Turnier der Wiener Schachgesellschaft gewann, lud man ihn für das folgende Jahr nach London ein, um an einem der ersten internationalen Hauptturniere teilzunehmen. Ein guter sechster Platz ermutigte ihn, eine professionelle Laufbahn einzuschlagen. Während es einige Spieler auf Turnieren mit ihm aufnehmen konnten, ist Steinitz' Wettkampf-Rekord phänomenal – er gewann zwischen 1862 und 1894 fast 30 Matches in Folge.

Über den Beginn seiner Herrschaft als Weltmeister gibt es eine Debatte. Manche meinen, dass sie mit seinem Sieg gegen Adolf Anderssen, der damals als der stärkste Spieler der Welt erachtet wurde, im Jahre 1866 beginnt, doch offiziell gilt das Jahr 1886 als Startpunkt. Im ersten WM-Match der Schachgeschichte gewann Steinitz gegen Johannes Zukertort mit 12,5:7,5, nachdem er zu Beginn mit 4:1 zurücklag. Er verteidigte seinen Titel gegen Mikhail Chigorin und Isidor Gunsberg, bevor er 1894 seinen Meister fand. Emanuel Lasker, mit 32 Jahren deutlich jünger als Steinitz, gewann überzeugend und war zwei Jahre später im Rückkampf sogar noch dominanter.

Steinitz' Platz in der Schachgeschichte gebührt ihm nicht nur wegen seiner Resultate, sondern auch wegen seines Versuchs den damals vorherrschenden romantisch-taktischen Stil in einen mehr, auf neu formulierte Regeln basierend, positionellen Stil zu transformieren. Er war sogar bereit unnatürliche und „hässliche“ Stellungen zu spielen, nur um seine Ideen zu demonstrieren. Diese Entschlossenheit machte ihn zu einem Pionier des modernen Schachs, definierte aber auch sein Verhalten abseits des Brettes. Als Schachjournalist – und zeitweise war er mehr Journalist als Spieler – verwickelte ihn seine scharfe Zunge in bittere Dispute und trotz seines gesamten Erfolgs starb er letztendlich in Armut.

Foto: Wikipedia


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Kommentare 1

Guest
Guest 7984546197
 
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  • 21.01.2016 | 11:41
    schattenspringer2011

    Hier steht, dass Steinitz der 13. Sohn ist. 

    Die Wikipedia behauptet, dass Steinitz das 9. von 13 Kindern ist.

    Craig Pritchett schreibt in seinem Buch "Steinitz - move by move, Steinitz sei das 7. von 13 Geschwistern. 

    Was stimmt denn nun?



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