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Vladimir Kramnik

Vladimir Kramnik

  • Geb.:
    25.06.1975 (Alter 42) Tuapse, Russische Föderation
  • FIDE-Titel:
    Großmeister
  • FIDE-ID:
    4101588
  • Verband:
    Russland
  • Höchste Elo-Zahl:
    2817 (Oktober 2016)
  • Elo-Zahl:
    2787 (November 2017)
  • Rang:
    7 (November 2017)

Wie auch immer Kramniks Gesamtkarriere verlaufen wird, er geht in die Geschichte als der Mann ein, der Kasparov im Jahr 2000 den WM-Titel abnahm. Er verteidigte den Titel bis zum Jahr 2007, bevor er ihn an Viswanathan Anand verlor. Es bedeutete nicht das Ende seiner Karriere, sondern läutete eine Renaissance ein - die komplette Neuerfindung, die an die verwegenen Jugendjahre erinnert.

Kramniks Aufstieg war kometenhaft. Das Talent des Provinzjungen wurde in der berühmten Botvinnik-Schule erkannt und als Garry Kasparov für den Einsatz des 16-Jährigen bei der Schacholympiade 1992 eintrat, enttäuschte Kramnik nicht – er holte für die russische Mannschaft 8,5 Punkte aus neun Partien und erzielte unter allen Teilnehmern die beste Leistung. Drei Jahre später stellte er als jüngste Nr. 1 der Weltrangliste einen neuen Rekord auf, den Magnus Carlsen später allerdings brach.

Obwohl der “frühe” Kramnik ein kühner Angriffsspieler war, vollzog er im wichtigsten Moment seiner Karriere eine Transformation zum am schwersten zu schlagenden Spieler der Schachwelt. Seine tiefe Eröffnungsvorbereitung und sein feines Positionsspiel trieben Kasparov bei der WM 2000 in London zur Verzweiflung. Der legendäre Champion konnte keine Partie gewinnen.

Kramniks Periode als Schachweltmeister war mit Unruhen versehen. Die Schachwelt war geteilt mit zwei konkurrierenden Titeln, Kasparov war immer noch die Nr. 1 der Weltrangliste und forderte einen automatischen Rückkampf und Kramnik litt eine Zeitlang unter einer schmerzhaften Form von Arthritis. Nichtsdestotrotz konnte er in den entscheidenden Momenten die Ruhe bewahren. Er gewann auf Anforderung die letzte Partie seines Matches gegen Peter Leko 2004 und überlebte den nervenaufreibenden Stichkampf gegen Veselin Topalov 2006, nachdem der WM-Kampf nach skandalösen Umständen beinahe abgebrochen worden wäre. Als Kramnik seinen Titel 2007 an Anand verlor, hatte dies den Vorteil, dass es ihn von den Zwängen der Schachpolitik befreite – er konnte endlich wieder einfach nur Schach spielen und gewann mehrere Turniere in spektakulärem Stil, womit er bewies, dass er weiterhin ein ernstzunehmender Gegner für die besten Spieler der neuen Generation ist.

Beim Kandidatenturnier in London 2013 stand er kurz vor dem Sieg und dem Rückkampf gegen Anand um die WM-Krone. Letztendlich musste er aber Carlsen nur wegen der schlechteren Tiebreak-Wertung den Vortritt lassen.

Foto: Georgios Souleidis


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Kommentare 4

Guest
Guest 3400509140
 
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  • 02.10.2017 | 21:12
    Makovik

    "Obwohl der “frühe” Kramnik ein kühner Angriffsspieler war, vollzog er im wichtigsten Moment seiner Karriere eine Transformation zum am schwersten zu schlagenden Spieler der Schachwelt." (Zitat)

    Im Halbfinale zur Qualifikation fürs Match gegen Kasparov hatte Shirov den "am schwersten zu schlagenden Spieler der Schachwelt" aber gut im Griff. Mir ist bis heute nicht klar, wie Kramnik sich auf das Match gegen Kasparov einlassen und danach noch mit gutem Gewissen als Weltmeister betrachten konnte. Bestenfalls hatte er Kasparov in einem Match besiegt, für das sich eigentlich sein Bezwinger Shirov qualifiziert hatte. Journalistisch finde ich das Auslassen dieser Umstände fragwürdig. Wer schreibt eigentlich diese Texte?



  • 03.08.2017 | 18:37
    FDT
    FDT

    Hoffe das wir Kramnik zumindestens noch einige Jahre in der Elite erleben dürfen.

    Obwohl kein in der Weltrangliste kein Dauerparker wie Kasparov, oder jetzt Carlsen war.

    Gehört Kramnik zweifelos in dieselbe Kategorie wie Karpov, Kasparov, Carlsen und natürlich noch einigen anderen.

    Ich denke schon, dass er als Vierter (davor war er sogar Zweiter) in der Weltrangslite ein Dauerparker ist.



  • 03.08.2017 | 18:34
    FDT
    FDT

    danke für den schönen Artikel



  • 15.09.2016 | 16:32
    gelöschter User
    gelöschter User

    Hoffe das wir Kramnik zumindestens noch einige Jahre in der Elite erleben dürfen.

    Obwohl kein in der Weltrangliste kein Dauerparker wie Kasparov, oder jetzt Carlsen war.

    Gehört Kramnik zweifelos in dieselbe Kategorie wie Karpov, Kasparov, Carlsen und natürlich noch einigen anderen.



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