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Veselin Topalov

Veselin Topalov

  • Geb.:
    15.03.1975 (Alter 42) Russe, Bulgarien
  • FIDE-Titel:
    Großmeister
  • FIDE-ID:
    2900084
  • Verband:
    Bulgarien
  • Höchste Elo-Zahl:
    2816 (September 2015)
  • Elo-Zahl:
    2749 (November 2017)
  • Rang:
    15 (November 2017)

Topalov hat noch stärker als Anand vom Rücktritt Kasparovs profitiert. Bis dahin gehörte der Bulgare zwar zum Inventar der Weltelite und war wegen seines angriffslustigen Spiels unter Schachfans beliebt, doch er war nie ein ernsthafter Anwärter auf die ersten Preise. Das änderte sich alles, als er 2005 30 Jahre alt wurde. Zuerst besiegte er Garry Kasparov in der letzten Runde von Linares, wonach der Ex-Weltmeister seinen Rücktritt erklärte und gewann danach auf atemberaubende Weise die FIDE-Weltmeisterschaft in St. Luis (Argentinien). Topalov startete mit unglaublichen 6,5 aus 7, um nach 14 Runden mit 1,5 Punkten den Rest des Feldes hinter sich zu lassen.

Der neue FIDE-Weltmeister erklomm auch die Führung in der Weltrangliste. Mit Vladimir Kramnik, der in St. Luis nicht teilnahm und für die Schachwelt immer noch als Schachweltmeister galt, wartete aber eine letzte Herausforderung. Es wurde 2006 ein Wiedervereinigungsmatch in Russland organisiert, das sich zu einem der erbittertsten Duelle der Schachgeschichte entwickelte. Nachdem Kramnik mit zwei Punkten in Führung ging, beschuldigte Topalovs Manager, Silvio Danailov, den Russen, dass er während seiner Toiletten-Besuche betrügen könnte (womöglich ein Echo auf Beschuldigungen gegenüber Topalov in St. Luis). Kramnik weigerte sich in der 5. Runde anzutreten, nachdem die Organisatoren Danailovs Aussagen Glauben schenkten, kehrte aber wieder und gewann in einem Herzschlagfinale im Tiebreak.

Das Vermächtnis dieses Kampfes war, dass Topalov und sein Manager die unbeliebtesten Figuren in der Schachwelt wurden. Trotzdem schaffte es Topalov in der Weltspitze zu verbleiben und auf neuen Wegen zu einem WM-Kampf gegen Viswanathan Anand zu kommen, der 2010 in seiner Heimat ausgetragen wurde. Kurz nachdem „Vesko“ den Kampf durch die Niederlage in der letzten Partie verlor, heiratete er und zog sich fast komplett vom Spitzenschach zurück. Ob es in Zukunft zu einem Comeback kommen wird und ob er wieder um die Weltmeisterschaft kämpfen kann, bleibt fraglich.

Foto: Wikipedia


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Kommentare 1

Guest
Guest 3400528109
 
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  • 29.08.2016 | 11:30
    PircUfimzew

    Dieser Artikel ist irreführend, denn er vermittelt den Eindruck, Kasparov sei seinerzeit zurückgetreten, weil er die Schlussrundenpartie in Linares gegen Veselin Topalov verloren hat.

    Kasparov trat zurück, weil er keine Chance sah, einen Rückkampf um den WM-Titel zu bekommen. In der Partie gegen Topalov war er wegen seines geplanten Rücktritts nicht ganz bei der Sache.



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