Features 07.05.2015 | 15:13von chess24 staff

Wie ich zum Betrüger wurde

Der jüngste Skandal um den zweimaligen georgischen Meister Gaioz Nigalidze brachte Vlad Tkachiev dazu, über das Problem von Betrug im Schach nachzudenken. Er fragte sich, was man tun könnte, aber auch, warum diejenigen, die lebenslange Sperren befürworten, über die Absprache von individuellen Partien in offenen Turnieren hinwegsehen. Nachdem er sich die neuen FIDE-Pläne für den Umgang mit Computerunterstützung detailliert angesehen hatte, beschloss er, dass er nur noch eine Option hatte... nämlich selbst zum Betrüger zu werden!

Nach der ursprünglichen Veröffentlichung dieses Artikels auf Russisch fragte ein Freund von Tkachiev ihn, was die Idee hinter dem Text war. Seine Antwort:

Es gibt ein Bild von Edvard Munch - Der Schrei. Wie könnte ich es besser beschreiben? 

Der Schrei (1893), Die Nationalgallerie, Oslo | Bild: Wikipedia / ibiblio

Verpasst nicht Vlads cri de coeur, wir präsentieren hier sogar ein Video mit seinem ersten Betrugsversuch:


Wie ich zum Betrüger wurde

"Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt"
(wird Fjodor Dostojewsky zugeschrieben)

Was nun?

Vor 18 Jahren – am 6. Mai 1997 beschuldigte Weltmeister Garry Kasparov seinen Gegner bei einer extra einberufenen Pressekonferenz des Betrugs. Wenn ihr vergessen habt, oder nicht wisst, wovon ich spreche, zur Erinnerung: er spielte gegen den Supercomputer der IBM, Deep Blue, und hatte seinen Gegner und dessen Team im Verdacht, Unterstützung von einer "höheren Intelligenz" ("superior intelligence") zu erhalten. Er verwendete genau diesen Ausdruck. Wen meinte er damit? Ihr werdet es nicht glauben - einen Menschen.

Garry Kasparov, nachdem er sich in der letzten Partie des zweiten Matches gegen Deep Blue geschlagen gab | Screenshot: The Man vs. The Machine

Ein paar Tage später war das Match verloren und der Glaube von Schachspielern an die Überlegenheit biologischer Gehirne über die Silikonintelligenz begann rapide zu sinken. Die Gottheit, die während der Jahrhunderte der Renaissance, der Aufklärung und des technologischen Fortschritts auf ihr Podest gehoben worden war, wurde auf einen niedrigeren Rang verwiesen. Das Blaue Monster wurde wiederum schnell auseinandergenommen, aber über diese Tatsache konnte man sich nur kurz freuen: eine ganze Reihe neuer Leiden strömte aus der Büchse der Pandora, die in seinem Inneren entdeckt wurde. Computer-Fachwissen wurde zum entscheidenden Faktor für den Ausgang von Turnieren und Matches zwischen Menschen. Das geschah in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends und seitdem hat sich der Fortschritt noch weiter beschleunigt: ich sitze hier jetzt und schreibe diese Zeilen, während irgendwo auf der Welt der neueste "fortgeschrittene Nutzer" erwischt wird. Seht ihr, wir haben sogar unseren eigenen Slang dafür (auf Russisch).

Man muss es Garry Kasparov lassen - er war der Erste, der die drohende Gefahr spürte und die Idee von Advanced Chess (Freistil-Schach) hatte; um quasi zu sagen, was uns schadet, kann uns auch helfen. Aber, so wie es immer im Schach ist: es triumphierte der reine Konservatismus über die Innovation und Kasparov selbst zog sich aus dem Profisport zurück und damit aus der Gefahrenzone. Damals hatten Skandale im Zusammenhang mit Computerbetrug unsere Gesellschaft bereits erschüttert, aber erst der jüngste von ihnen, im Zusammenhang mit dem Namen Gaioz Nigalidze, brachte mich wirklich zum Nachdenken.

Gaioz Nigalidze versuchte, den Besitz des Handys zu leugnen, das während des Dubai Open in einer Toilette gefunden wurde, aber seine Partie war darin geöffnet und es war mit seinen Social-Media-Accounts eingeloggt... | Foto: Dubai Open Facebook

Ein zweimaliger georgischer Meister, Mitglied der Nationalmannschaft und Großmeister mit einer soliden Elo wurde in flagranti beim Betrug erwischt. Wisst ihr, das ist wirklich ein neues Level an Verfall. Was kommt als nächstes - das Erwischen eines regelmäßigen Teilnehmers an Eliteturnieren? Ihr denkt nicht, dass das passieren kann? Selig sei der, der Vertrauen hat. Ich zog es vor, zu handeln, und begann mit dem Durchführen einer Umfrage unter meinen Kollegen.

Die Vorschläge zum Aussortieren unsauberer Mitglieder stellten sich als sehr divers heraus: sie reichten von der klassischen Forderung nach der Überwachung von Toilettenbesuchen und dem Einführen von Metalldetektoren bis hin zum Testen von Verdächtigen mit einem Lügendetektor und dem obligatorischen Unterschreiben eines feierlichen Versprechens, nicht zu betrügen. Bei einer Sache waren sich alle einig: ein zu 100% überführter Betrüger sollte mit einer lebenslangen Disqualifikation bestraft werden. Wie blutdürstig Schachspieler als Gruppe doch sind! 

Ich beschloss, selbst einige Ideen zu dem Thema zu formulieren. Hier ist eine kurze Liste meiner vielversprechendsten Ideen:

  1. Eine Amnestie für talentierte Betrüger, die erwischt werden oder sich stellen, mit der Chance, ihre Waffen für die Gegenseite einzusetzen. Die Bildung einer mit High-Tech ausgestatteten Technologiebehörde - einer Schachinquisition des 21. Jahrhunderts -, bei der sie, wie ehemalige Hacker im FBI, ihre Schuld tilgen können, indem sie den Idealen des Fairplay selbstlos dienen.
  2. Die Eröffnung eines Anonymen Betrügerclubs im Internet. "Hallo, ich heiße Ivan Ivanov und ich bin ein Betrüger". Leute können vorbeischauen und sich mit einer 12-Schritt-Methode von diesen schädlichen Neigungen heilen.
  3. Kopfgeld für Betrüger-Jäger. Hier begann ich etwas abzudriften bei der Vorstellung, dass ich auf einem Stahlpferd von Open zu Open durch ganz Europa sause und nach Schurken suche. Und stellt euch nur vor - bei einem prestigeträchtigen Doppelrundenturnier ziehe ich jemanden unter bewundernden Ausrufen der Zuschauer aus dem Verkehr. Es gibt zwei Glorreiche Halunken - und ich bin der Dritte. 
  4. Strafrechtliche Verantwortung für Verbrechen am Schachbrett. Sibirische Straflager und die Gefängnisse Alcatraz und Chateau d’If werden mit einem Kulturschachprogramm auf der Grundlage der Anstrengungen ihrer neuen Bewohner wieder belebt. Richter und Staatsanwälte werden gezwungen, Schachbildung zu erwerben - alles Vorboten für ein neues, weltweites Programm, "Schach in Gefängnissen". Ich kann mir den Enthusiasmus der Politiker bereits bildlich vorstellen.

Ein Bekannter machte mich jedoch darauf aufmerksam, dass der letzte Vorschlag nicht neu ist - die Möglichkeit, Betrug im Schach unter Artikel 165 des Russischen Strafgesetzbuches mit aufzunehmen, wurde bereits von der Rechtsanwältin und Großmeisterin Irina Lymar aufgezeigt. Dieser bezieht sich auf Schäden an Eigentum durch Täuschung oder Missbrauch des Vertrauens. Es ist klar, dass dieses Vergehen auf ähnliche Weise auch in der Gesetzgebung andere Länder kriminalisiert werden kann – der bekannte britische Pokerspieler Darren Woods wurde ja bereits zu drei Jahren Gefängnis und einer Strafe von einer Million Pfund verurteilt. Das geschah auch erst vor Kurzem, im Januar 2015. Es gibt jedoch einen Haken: im Poker wetten die Spieler mit Geld, und diejenigen, die am selben Tisch sitzen, zu täuschen, kann als Betrug gewertet werden. Im Schach stiehlt der Täter hauptsächlich Geld von den Organisatoren, und auch dann nur, wenn er einen Preis gewinnt. Der Rest ist schwer zu beweisen, da es Spekulationssache ist.

Als ich mich im Internet umschaute, sah ich es als meine Pflicht an, mich mit der ganzen Meinungsvielfalt zu dem betreffenden Problem vertraut zu machen. Was mir auffiel, war, dass oft Spieler an der Spitze des Kampfes für moralisch einwandfreies Verhalten stehen, die selbst nicht gerade gewissenhaft sind, wenn es um Moral geht. Denn was ist Betrug im Schach laut der (englischen, hier übersetzten) Wikipedia-Definition?

Betrug im Schach bezieht sich auf eine absichtliche Verletzung der Schachregeln oder anderes unethisches Verhalten, das darauf abzielt, einem Spieler oder einer Mannschaft einen unfairen Vorteil zu verschaffen. Betrug kann in verschiedenen Formen und vor, während oder sogar nach einer Partie auftreten. Landläufige Beispiele für Betrug umfassen: betrügerische Absprachen mit Zuschauern oder anderen Spielern, Fern-Zugriffe auf Computer, Manipulation der Ratings, Missbrauch der Berührt-Geführt-Regel und das abgekartete Remis. Viele Praktiken mit verdächtigen Motiven werden von den Schachregeln nicht umfassend abgedeckt und können daher, auf einer rein ethischen oder moralischen Grundlage, von einigen als akzeptabel und von anderen als betrügerisch angesehen werden.

Auffallend ist, dass das "absichtliche Verlieren" mit keinem Wort erwähnt wird… obwohl wir wissen, dass das sehr viel öfter vorkommt als ferngesteuerte Genies oder Fans des ersten "Paten"-Films!

Wenn die Formulierung "Praktiken mit verdächtigen Motiven… nicht umfassend von den Schachregeln abgedeckt" euch verwirrt, weise ich darauf hin, dass das Abschließen einer sogenannten "Versicherung" * mit einem Gegner in der letzten Runde auf allen Levels oft praktiziert wird. Und da es fast immer die Person mit der besseren Feinwertung ist, die gewinnt, ist das nur ein kaum verhülltes Beispiel für absichtliches Verlieren. Betrügt man damit die Kollegen? Wenn ja, sollte man dafür auch eingesperrt oder vielleicht lebenslang disqualifiziert werden? Übrigens, seit 1997 fallen sportliche "Konspirateure" direkt unter Artikel 184 des Russischen Strafgesetzbuches.

* Eine "Versicherung" bedeutet, dass Gegner sich darauf einigen, sich gegenseitig mit einem Teil der Differenz zwischen den Preisen für Sieg und Niederlage zu entschädigen. Oft ist es in solchen Fällen vorteilhafter, eine Partie zu verlieren, als zu gewinnen. Die nicht bestehende Möglichkeit eines unentschiedenen Ergebnisses wird oft separat diskutiert - jemand muss gewinnen. 

Oder was ist, wenn der Fortschritt selbst in der Form unserer technisch begabten Kollegen an das Tor des verzauberten Schachkönigreichs klopft? Und dringend nötige Veränderungen fordert; zur Zeit werden Heldenepen über Schmuggler zu Zeiten der Prohibition und über Piraten in der Karibik gedreht - ohne sie wäre die Welt nicht die gleiche. Die Geschichte der Jahre, in denen Kempelen das verehrte Publikum mit seinem Roboter hereinlegte, gehört zum Goldschatz des Schacherbes, obwohl sie auch damit hätte enden können, dass der österreichische Ingenieur eine verlängerte Tour durch die Peter-und-Paul-Festung in St. Petersburg bekam.

So wanderten meine Gedanken, bis sie wieder auf festen Boden kamen…

Recht und Ordnung

Es stellt sich heraus, dass es bereits einen rechtlichen Rahmen für den Umgang mit dieser Plage gibt - seit August 2014. Es gibt auch ein dafür vorgesehenes Kontrollorgan, das sich mit dem Problem befasst - die Anti-Betrugs-Kommission von FIDE (von Januar 2015) besteht aus 13 Leuten, von denen zwei Großmeister sind (Konstantin Landa, Rafael Vaganian), zwei Internationale Meisterinnen der Frauen (Yuliya Levitan, Salomeja Zaksaite) und einer FIDE-Meister - der Vorsitzende des Ausschusses, Israel Gelfer. Der Rest sind IT- und Rechtsspezialisten.

Der Geschäftsführer der ACC (Anti-Cheating Commission), Yuri Garrett, erklärte sich freundlicherweise bereit, meine Fragen auf Facebook zu beantworten, und wies gleichzeitig darauf hin, wo man ein Dokument finden kann, das für uns alle entscheidend ist:

Ich werde - so gut wie möglich - versuchen, die Hauptpunkte der Konversation und der Regularien zusammenzufassen:

  1. Da es schwierig ist, das Konzept eines "Betrügers" zu definieren, befasst sich die Kommission nicht damit, solche Leute zu identifizieren. Stattdessen wird sie Vorfälle im Zusammenhang mit denjenigen, die die Anti-Betrugs-Regeln gebrochen haben, untersuchen.
  2. Wenn bei einem Spieler ein Verdacht besteht, kann derjenige, der darauf hinweist, das nicht mehr einfach verbal machen, sondern muss eine offizielle Beschwerde bei dem Schiedsrichter des Events einreichen. Letzterer sollte wiederum darauf reagieren, indem er den Verdächtigen beobachtet: wie oft geht er auf Toilette, kontaktiert er Dritte oder benutzt er elektronische Geräte. Wenn der Verdacht sich erhärtet, hat der Schiedsrichter das Recht auf die Forderung, hinter geschlossenen Türen eine Durchsuchung der persönlichen Gegenstände und Kleider des Spielers vorzunehmen. Der Schiedsrichter und Zeuge dieses Vorgangs sollte dasselbe Geschlecht haben wie die verdächtige Person. Er oder sie hat das Recht auf einen Zeugen - egal von welchem Geschlecht. Wenn bei der Untersuchung etwas entdeckt wird, muss der Schiedsrichter dies der ACC melden, mit einer eingehenden Beschreibung der Durchsuchung. Wenn der ursprüngliche Vorwurf gegen einen anderen Spieler sich als unbegründet erweist, gelangt die Person, die ihn eingereicht hat, auf eine sogenannte "Warnliste". Bei einem wiederholten Auftreten eines solchen Falles innerhalb der nächsten sechs Monate sollte der "Hexenjäger" für drei Monate disqualifiziert werden.
  3. Im Laufe des Jahres 2015 wird FIDE der ACC ein sogenanntes Internet-Based Game Screening Tool (IBGST, etwa Internetbasiertes Partienüberwachungsprogramm) zur Verfügung stellen, auf das FIDE-autorisierte Schiedsrichter und nationale Verbände Zugriff haben. Es befindet sich auf einer separaten FIDE-Seite und ermöglicht es betroffenen Parteien, Partien im PGN-Format für eine kurze Überprüfung hochzuladen, mit dem Ziel, potentielle Missetäter zu finden. So eine "schnelle Überprüfung" wird rein provisorisch sein und dient im Allgemeinen als Grundlage für die Entscheidung, ob man einen Verdächtigen manuell untersucht oder nicht. Auf jeden Fall wird die ACC bei der Untersuchung von Fällen nur die Ergebnisse der "vollständigen Überprüfung" berücksichtigen. So wie ich es verstanden habe, umfasst das die Verwendung eines Statistiksystems für das Aufspüren von Korrelationen zwischen den Zügen von Computern und Menschen, das von Dr. Kenneth Reagan entwickelt wurde – einem privaten Berater der ACC, der bei der Entlarvung von Borislav Ivanov eine wichtige Rolle spielte.

    Die FIDE berichtete heute erst, dass Sebastian Feller nun wieder in Events mit FIDE-Rating spielen darf, nachdem er seine Sperre für seinen Betrug bei der Olympiade 2010 in Khanty-Mansiysk verbüßt hat | Foto: ugra-chess.com

  4. Jede Untersuchung wird von einer "Investigativen Kammer" ("Investigatory Chamber" IC) aus drei Mitgliedern durchgeführt. Sie berücksichtigen dabei die Details des Vorwurfes und den Bericht des Schiedsrichters, die Ergebnisse der "vollständigen Überprüfung" und andere Argumente und Beweise. Wenn ein Regelbruch nachgewiesen wird, geht der Fall an die FIDE Ethikkommission. 
  5. Die Ethikkommission sollte - nachdem sie den Beschuldigten und den Ankläger innerhalb von 30 Tagen angehört hat - innerhalb von nicht weniger als 75 Tagen nach dem Erhalt des ACC-Berichts eine Entscheidung treffen. Wenn es nach der Untersuchung zu Sanktionen kommt, werden sie sofort nach der Veröffentlichung des Urteils in Kraft treten.
  6. Sanktionen: Ein erstes Vergehen wird mit einer dreijährigen Spielsperre bestraft, ein zweites Vergehen - mit einer 15-jährigen Sperre. In diesem Fall verliert der Täter außerdem seine FIDE-Titel und -Normen. 
  7. Da die Rolle der Schiedsrichter angesichts der neuen Probleme überarbeitet werden muss, wird erwartet, dass spezielle Anti-Betrugs-Trainingsseminare für Schiedsrichter abgehalten werden.
  8. Regel 11.3, die die Verwendung jedweder externen Informationen während einer Partie verbietet, wurde durch ein Verbot elektronischer Geräte ergänzt, die Züge analysieren oder weitergeben können. Wenn ein solches Gerät bei einem Spieler gefunden wird, verliert er oder sie die Partie.
  9. Von nun an werden alle Schachturniere in drei Gruppen unterteilt, mit verschiedenen Stufen des Anti-Betrugs-Schutzes: Standard, Verstärkt und Maximum. Das erste Level betrifft den Großteil der Turniere, das zweite Level Turniere mit einem Preisfonds von über 20.000€, der Möglichkeit, Normen zu gewinnen und Doppelrundenturniere mit einem durchschnittlichen Rating von 2400+ (2200+ für Frauen), und das dritte Level betrifft Turniere mit einem Preisfonds von über 100.000€ sowie Doppelrundenturniere mit einem durchschnittlichen Rating von 2600+ (2400+ für Frauen), offizielle FIDE-Events und nationale Meisterschaften.  
  10. Die folgende Ausstattung wird empfohlen, um Betrug vorzubeugen:
  • Störsender für Mobiltelefone
  • Tragbare Metalldetektoren
  • Metalldetektoren zum Durchgehen
  • Automatische, elektromagnetische Screeninggeräte für metallische / nicht-metallische Gegenstände
  • Überwachungskameras


Es wird betont, dass tragbare Metalldetektoren am einfachsten zu verwenden sind - aufgrund ihrer Verfügbarkeit und des erschwinglichen Preises - und deshalb die erste Option sein sollten, die Organisatoren sich anschauen. Die ACC behält sich außerdem das Recht vor, bei Überprüfungen vor Ort eine höherentwickelte Ausstattung zu verwenden.

Ufff!!! Es scheint so, als würde das die wichtigsten Punkte abdecken. Ich habe viel Zeit damit verbracht, in die Details des Kampfes gegen diese neue Verkörperung des Bösen einzutauchen, und dann kam die Entscheidung ganz von selbst.

Ich beschloss, selbst zum Betrüger zu werden.

Auf der anderen Seite

Im Allgemeinen hasse ich Technologie, und leider beruht das auf Gegenseitigkeit. Ich habe alles getan, was ich konnte, um mein neues iPhone zu verlieren – ich bin es satt, dass jeder dieselben Witze darüber macht, dass ich nur drei Funktionen davon nutze: Anrufe, SMS und im Internet lesen. Ich hatte jedoch keine Schwierigkeiten damit, die Regeln zu umgehen - ich brauche nur dreimal pro Partie die Hilfe eines Computers, und kein IBGST wird das bemerken. Für die Eröffnung ist der gute alte "Spickzettel" aus Papier ausreichend - niemand denkt je daran, diese zu überprüfen. Und schließlich ist sogar die historische Wahrheit auf meiner Seite:

Im Jahr 1965 formulierte der zukünftige Gründer von Intel, Gordon Moore, ein Gesetz, das später nach ihm benannt wurde: es besagt, dass die Anzahl von Komponenten einer integrierten Schaltung sich alle 12 Monate verdoppelt. Zehn Jahre später änderte er seine Vorhersage ab auf 24 Monate. Was das für uns bedeutet, ist, dass miniaturisierte Technologie immer leichter auf oder in einem selbst oder im Spielsaal versteckt werden kann - mit erschreckender und wachsender Einfachheit. Natürlich liebe ich Al Pacino, aber man muss nichts mehr im Spülkasten aufbewahren. Gott sei Dank haben wir da draußen 2015.

Herr Garrett gab während unseres Gesprächs zu, dass die neuen Regeln James Bond natürlich nicht aufhalten würden, aber ein verlässliches Netz sein sollten, um andere zu fangen. Ihr könnt selbst entscheiden, ob ich in meinem ersten Auftritt als Betrüger wie ein abenteuerlicher Spion aussehe.

P.S. Ich fand die nötige Ausstattung innerhalb von anderthalb Stunden im Internet, und die Ausleihe für einen Tag kostete mich nicht mehr als 1500 Rubel (25€). Ein Metalldetektor zum Durchgehen würde sie nicht anzeigen, während ein tragbarer Metalldetektor sie nur entdecken würde, wenn man die Einstellungen ändert und mein Ohr überprüft. Das Gerät kann komplett unsichtbar sein, weshalb es bei einer gewissen Unterkategorie von Studenten sehr beliebt ist.

"Gaudeamus Igitur"!

GM Vlad Tkachiev

Vlad wurde in Russland geboren, wuchs aber in Kasachstan auf und vertritt nun Frankreich. Er war kasachischer und französischer Landesmeister und Sieger der Europameisterschaft von 2007, aber seine erste Liebe galt immer dem Schnellschach, das seinem Wunsch nach zur Hauptdisziplin werden soll. In den letzten Jahren startete er die Webseite WhyChess und verfasst nun einen Blog, ChEsSay. | Foto: Irina Stepaniuk


Wart ihr schon einmal in Versuchung, "auf die dunkle Seite zu wechseln"? Wie würdet ihr das Betrugsproblem im Schach bekämpfen? Teilt es uns im Kommentarbereich unten mit!


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