Allgemein 09.01.2019 | 16:38von chess24 staff

Tals letzte Partie

Mikhail Nekhemyevich Tal (Riga, 9 November 1936 – Moskau, 28 Juni 1992) war ein Schachspieler mit einem einzigartigen Spielstil, der zu seinen Lebzeiten revolutionär war und für viele die Sicht auf das Spiel grundlegend veränderte. In diesem Artikel schaut Großmeister Zenón Franco zurück auf seine Karriere und besonders auf seine letzte gespielte klassische Partie in Barcelona im Jahr 1992.

von Zenón Franco

Schachweltmeister sind außergewöhnliche, sehr intelligente Menschen, die wir für ihren Erfolg am Schachbrett bewundern. Einige von ihnen entfachen jedoch außer der Bewunderung auch eine große Sympathie. In dieser Hinsicht ist Tal übertroffen. Interessanterweise ist der Grund hierfür ein schachlicher: Er hat Schach revolutioniert, hat Schach eine Schönheit gegeben die nahezu alle Fans zu begeistern wusste

Der Zauberer von Riga beim Hoogovens Turnier im Jahr 1973 | Foto: Bert Verhoeff, Anefo

Er hatte keine Angst vor Gefahr, weder im Schach noch im Leben. Die Sympathie die er auslöste brachte ihm bevorzugte Behandlung und direkte Zuneigung ein. Botvinnik kommentierte: „Er wurde geliebt und ist das nicht, wo Freude herkommt? Am Schachbrett war Tal unerbittlich, aber im Leben, so scheint es, war er ein liebenswerter Mensch und zur gleichen Zeit intelligent und ironisch... Schach war seine Leidenschaft oder, um genau zu sein, nicht Schach im Allgemeinen, sondern das Spiel Schach."

Tal selbst hat seine Sympathie gefördert. Wenn er Partien in seinem Buch The Life and games of Mikhail Tal kommentierte, „herrschte Wohlwollen, Respekt für den Gegner und Selbstironie, alles Dinge die einem heutzutage nur selten begegnen", schrieb Genna Sosonko in New in Chess. Sosonko hält fest, dass Macht, Titel oder Geld Tal nie etwas bedeuteten: In vielen Orten vergaß er sein Geld, Ausweise und so weiter.

Er hatte einen klugen und immer gutmütigen Humor, ein ansteckendes Lachen und direkte und großartige Antworten in Gesprächen, voller Witz und Intelligenz. Zudem hatte er ein Markenzeichen. Er pflegte zu sagen: „Kellner, bitte ändern Sie die Begleitung zum Abendessen!"

Beim Interzonenturnier 1964| Foto: Harry Pot, Anefo

Das 20. Jahrhundert brachte ein besseres Verständnis der Regeln die Schach bestimmen und viele Verbesserungen in der Verteidigungstechnik. Und gerade dann am Ende der 50er erschien der „Zauberer von Riga", jemand der unter Missachtung aller bekannten Regeln einen völlig neuen Spieler-Typ etablierte, einen der scheinbar aller Logik zum Trotz regelmäßige Triumphe des Geistes über die Tatsachen ermöglichte.

Er war nur für ein Jahr und sechs Tage Weltmeister, doch Garry Kasparov selbst sagte, dass „sein Stern heller gebrannt habe, als der von irgendjemandem sonst in der gesamten Geschichte des Schachs".

Sein gesundheitlicher Zustand war schlecht. Tal besuchte regelmäßig Krankenhäuser, vor, nach und sogar während Turnieren. Er hatte 12 chirurgische Eingriffe und damit ist es nicht verwunderlich, dass er sehr jung im Alter von 55 starb.

In seinem Buch ‌Timman's Titans: My World ‌Chess Champions sagte der niederländische Großmeister Jan Timman, dass Tal neben Schach drei weitere Leidenschaften hatte: Alkohol, Tabak und Frauen. „Tal hatte einen enormen Drang dazu so frei zu leben wie nur möglich. Seine Faszination für Frauen war unglaublich", erzählte Timman, dem einst von einem engen Freund von Tal erzählt wurde, dass Tal nach einer gewonnenen Partie drei Frauen anrufen und zu allen sagen würde: „An dich zu denken hat es mir ermöglicht diese Partie zu gewinnen". Timman sah das als weiteren Beweis, dass Tal das Leben nicht zu ernst nahm und immer einen lustigen Aspekt in einer Situation zu finden wusste.

Tal selbst bestätigte seine Leidenschaften mit seinem charakteristischen Sinn für Humor: „Ich rauche, ich trinke, ich bin ein Zocker und ich laufe Frauen hinterher, aber zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass Fernschach nicht zu meinen Lastern gehört. Tals Leben war schnell und heftig, aber er war immer im Frieden mit sich selbst. Sein Freund Sosonko kommentierte: „Während er sein Leben verbrannte wusste er, dass es kein anderes für ihn gab und weder wollte er, noch war er in der Lage dazu, es anders zu leben.

Sein letztes Turnier war in Spanien, im April/Mai 1992 in Barcelona. Zuvor spielte er das Seville Open im Januar. Ich spielte auch bei dem Turnier und es war traurig ihn dermaßen zermürbt zu sehen. Die Organisatoren nahmen all den Alkohol aus Tals Minibar, um ihm etwas Gutes zu tun, aber das hielt Tal natürlich nicht davon ab, ihn im Supermarkt zu kaufen.

Frederic Friedel kommentierte in ChessBase hierzu passend: “Die meiste Zeit, die ich mit Misha Tal verbracht habe war 1988, als er die Blitzweltmeisterschaft in [Saint John] Kanada spielte. Er hat das Turnier vor den besten Spielern der Welt gewonnen und ich bin sicher, dass er es mir nicht böse nehmen würde, wenn ich sage, dass er in einem angetrunkenen Zustand war. Ich musste ihm in einer Runde helfen den Tisch zu erreichen, nachdem er kurz davor noch einen an der Hotelbar getrunken hat. Einige Jahre später sprach ich ihn auf seinen leichtsinnigen Umgang mit seiner Gesundheit an - Ich hatte gerade das Rauchen aufgegeben und riet ihm dazu, das Selbe zu tun - er lächelte breit und sagte: "Aber ist das Leben lebenswert, wenn man sich über so viele Dinge Gedanken machen muss?"

Tabak war nie weit entfernt; hier in Hoogovens, 1968 | Foto: Eric Koch, Anefo

Barcelona 1992

Erinnern wir uns an sein letztes Turnier in Barcelona. Ivan Sokolov schreibt in seinem Buch ‌Ivan's Chess Journey: Games and stories, dass Tal mit einem schönen Sieg gegen den Franzosen Joel Lautier in das Turnier startete, aber es offensichtlich war, dass seine Gesundheit sich an diesem Tag verschlechterte. Er spielte einige Partien mit Fieber und den zweiten Teil des Turniers musste er im Rollstuhl spielen.

Tal hat allerdings nie seinen Sinn für Humor verloren und auch nicht seine Fähigkeit jederzeit über alles Witze zu machen. Sokolov war zufrieden mit seinem Spiel, während er eine seiner Gewinnpartien analysierte und Tal zuschaute. Er erinnerte sich: „Ich zeigte stolz was (wie es mir schien) eine komplizierte Variante war... Er applaudierte, lachte und sagte: „Bravo! Du hast alles gesehen, genial! Bravo!" und lachte wieder... Ich wollte im Erdboden versinken."

Sokolov spielte mit Schwarz in der zweiten Hälfte des Turniers gegen Tal. Während er sich vorbereitete, klingelte das Telefon: Es war Tal, der, nachdem er sich für den späten Anruf entschuldigt hatte, sagte, dass er sich nicht wohl fühle und fragte: „Bist du ambitioniert?" Sokolov sagte nein und die Partie endete nach 13 Zügen Remis. 

Sosonko und Sokolov zufolge gab es eine weitere ähnliche Unterhaltung zwischen Tal und Vladimir Akopian, aber Akopian „verstand nicht", dass das Eingeständnis nicht ambitioniert zu sein, ein kurzes Remis bedeutete, denn er lehnte das sehr frühe Remisangebot (jemandem zufolge schon in Zug 3) von Tal ab. Erst als seine Stellung schlecht war, bot Akopian selbst ein Remis an, doch diesmal war es Tal der ablehnte.

Das war Tals letzte offizielle Partie.

Timman und Tal lächeln nach ihrem Gefecht | Foto: Rob Croes, Anefo

Akopian selbst korrigierte in einem Artikel in Chess-News die Geschichte der Partie Tal vs. Akopian, die bei verschiedenen Anlässen immer wieder erweitert wurde. Am Ende der 9. Runde war Akopian mit 5,5/9 zusammen mit Dorfman und Sokolov geteilter Erster. In den letzten beiden Runden musste der Armenier mit Weiß gegen Kortschnoi und mit Schwarz gegen Tal antreten. Akopian war zu dieser Zeit Jugendweltmeister und ehrgeizig ein Turnier vor Spielern mit derartig großen Namen zu gewinnen.

Tal war dann derjenige der das Remis anbot, nicht direkt, sondern über eine Frau namens Tania, die während des Turniers als Dolmetscherin arbeitete (Sie war eine russische Übersetzerin und die Frau des späteren Präsidenten des spanischen Schachbunds, Javier Ochoa). Akopian sagte, dass er das noch nicht beantworten könne, es nach der Partie gegen Kortschnoi aber wissen würde.

Diese Partie endete Remis und vor der letzten Runde gab es nur noch zwei Spieler an der Spitze, Dorfman und Akopian, weil Sokolov gegen Rivas verloren hatte.

Akopian musste eine Entscheidung treffen und entschied sich zu spielen. Der einzige Kontakt zu Tal war vor der Partie: Tal fragte, in welcher Stimmung er sei und Akopian antwortete er wolle spielen; Tal hatte damit kein Problem. Lasst uns nun einen Blick auf Mikhail Tals letzte offizielle Partie werfen (ihr könnt die Partie hier mit Computeranalyse nachspielen).

1. e4 c5 2. ♘f3 ♘c6 3. ♗b5 In dem zweiten Band von My Great Predecessors wiederholt Kasprov Kasparov die erweiterte Variante , dass Tal hier ein Remis anbot und fügt hinzu, dass es „glücklicherweise für das Schachspiel abgelehnt wurde". 

3... d6 4. O-O ♗d7 5. ♖e1 ♘f6 6. c3 a6  7. ♗a4  Etwas passiv. Ein Bauernoper eingeleitet mit 

7. ♗xc6 ♗xc6 8. d4   ist üblicher, wäre allerdings für eine Partie in der ein Remis angestrebt wird etwas inkonsequent.

7... c4

7... b5 8. ♗c2 e5 9. h3   ist auch möglich. 9... ♗e7 (Das wilde 9... g5 10. d4 g4 wurde bereits erfolgreich von Atalik angewandt.) 10. d4 ♕c7  Dies könnte zu einer typischen Stellung des Ruy Lopez führen, allerdings mit einem Mehrtempo für Schwarz (Ld7). In dieser Stellung spart Schwarz zwei Tempi, weil er nicht Sa5 nebst Sc6 spielt und Weiß ein Tempo, weil er direkt Lc2 und nicht Lb3 gefolgt von Lc2 spielt.

8. d4  Mittlerweile ist der Stand der Dinge, dass Schwarz nach 8.Lc2 nebst b3 Schwierigkeiten bekommt, aber das war damals nicht bekannt, sagt Akopian.

8... cxd3 9. ♗g5 e6 10. ♕xd3 ♗e7 11. ♗xf6 gxf6 12. ♗xc6

12. ♘bd2 wurde von Akopian im Informant 54 empfohlen.

12... ♗xc6 13. c4 O-O 14. ♘c3  Ungefähr zu diesem Zeitpunkt lehnte Akopian ein Remisangebot von Tal ab.

14... ♔h8!  Zeigt einen Vorteil der geschwächten Bauernstruktur auf - die offene g-Linie. Akopian sagte, dass Weiß leicht besser stand, er aber zufrieden mit seiner Stellung war und an die Kraft des Läuferpaars glaubte. 

15. ♖ad1 ♖g8 16. ♕e3 ♕f8! 17. ♘d4  Zu diesem Zeitpunkt sagte Tal, dass sein Angebot immer noch gültig sei. Akopian entschied sich weiterzuspielen. Die Stellung war komplex und bot beiderseitige Chancen und war somit was er hatte erreichen wollen.

17... ♖c8  18. f4  Ein objektiv betrachtet schwacher Zug, der zwar Raum gewinnt, aber den Königsflügel schwächt und Schwarz erlaubt das Läuferpaar zu behalten. Sokolov zog in Betracht, dass dieser Zug eine emotionale Reaktion auf das abgelehnte Remisangebot war.

18. ♘xc6 ♖xc6 19. b3  Akopian schätzte die Stellung nach dieser Fortsetzung als in etwa ausgeglichen ein.

18... ♗d7 19. b3 ♗d8 ! Dieser Läufer hat keinen Gegenspieler und möchte mit Lb6 Kontrolle über die schwarzen Felder gewinnen. 

20. ♘f3 b5 ! Schwarz übernimmt die Initiative und öffnet das Spiel für seine Läufer.

21. ♕a7  Ein Versuch den negativen Gang der Dinge zu ändern und das Geschehen auf alle Kosten zu verkomplizieren.

21. e5  wurde von Akopian vorgeschlagen, doch die Engine stimmt ihm an dieser Stelle nicht zu.

21... ♗c7  Schwarz hat verschiedene attraktive Möglichkeiten.

21... ♗a5

a) 22. ♖c1? verliert Material nach 22... ♕d8! 23. ♕f2 (23. ♕xa6 ♗b6+ 24. ♔h1 ♖a8 25. ♕b7 ♖a7 ist noch schlechter) 23... ♗b6

b) 22. ♕xd7 ♗xc3 23. ♖e2 (23. ♖e3 ♗b4 ) 23... d5! und man kann nicht länger 24. cxd5 spielen aufgrund von 24... ♕c5+ 25. ♔h1 ♖c7

21... ♖c7 22. ♕xa6 bxc4 23. bxc4 ♖c6 24. ♕b5 ♕h6

22. ♕xa6 bxc4  23. b4 Akopian gab diesem Zug ein Ausrufezeichen, ohne Zweifel unter Berücksichtigung des praktischen Aspekts, dass Schwarz besser steht. Allerdings muss man es konkret zeigen können, weil Weiß sonst in der Zukunft zwei verbundene Freibauern haben wird. 

23. bxc4 kann mit dem attraktiven 23... d5! beantwortet werden, wonach sich die Dame am Damenflügel aktiviert oder mit (23... ♕h6 , was sie am anderen Flügel ins Spiel bringt.)

a) 24. exd5? funktioniert nicht wegen 24... ♕c5+ 25. ♔h1 ♖a8 o 26. ♕b7 (26. ♘e4 ♕b4 ) 26... ♖gb8 27. ♘e4 ♕a5  und Schwarz gewinnt.

b) 24. ♔h1

23... ♕g7  Erneut gab es eine große Auswahl vielversprechender Möglichkeiten.

23... f5 !

a) 24. exf5 kann beantwortet werden mit 24... ♕g7 (24... d5 ) 25. ♘g5 f6

b) 24. ♕a3 wird widerlegt von 24... ♕g7 25. ♕b2 fxe4  und einer oder beide Läufer werden entscheidend eingreifen.

23... d5! war eine weitere vielversprechende Möglichkeit.  24. ♕b7 wurde darauf von Tal empfohlen (24. ♕a3 ♕g7 25. ♕b2 dxe4 ist jetzt schlechter für Weiß.)

23... ♕h6!

24. g3

24. ♖e2  war objektiv eine bessere Verteidigung

24... d5 25. exd5 ♗xf4  26. ♔f2 ! f5?  Akopian sagt, dass er es nicht erklären kann wie er einen derartigen Zug spielte, der alle schachlichen Grundsätze missachtet. Er lässt den Läufer auf f4 hängen und schwächt die schwarzen Felder. Es war besser kein Material abzugeben und Linien folgendermaßen zu öffnen:

26... ♗xg3+ 27. hxg3 ♕xg3+ 28. ♔e3 ♖a8 29. ♕xc4 ♖gc8 30. ♕b3 (30. ♕d3 ♖a3 ) 30... exd5

26... exd5! Und Weiß kann 27. gxf4? nicht spielen wegen 27... ♕g2+ 28. ♔e3 ♖ge8+ 29. ♘e5 (29. ♔d4 ♕f2+ ) 29... ♖c6  und Weiß ist nahezu gezwungen die Dame abzugeben.

27. gxf4  Der Grund für den vorangegangenen Fehler: Akopian dachte, dass dieser Zug ein Verlustzug ist.

27... ♕xc3  Versucht die Position zu verkomplizieren, doch nach...

28. ♕d6 ! ...kehrt die Dame zurück ins Zentrum des Kampfes mit einer deutlichen Verstärkung der weißen Stellung, merkte Akopian an

28. ♕a7 ♖a8!  29. ♕d4+ (nicht 29. ♕xd7? ♖xa2+ 30. ♖e2 ♖xe2+ 31. ♔xe2 ♖g2+ und es ist Matt in 2) 29... ♕xd4+ 30. ♖xd4 ♖xa2+ 31. ♖e2 ♖g2+ 32. ♔xg2 ♖xe2+ 33. ♔g3 exd5

28... ♗a4

28... ♖a8 funktioniert nicht wegen 29. ♕e5+! ♕xe5 30. ♘xe5 ♗a4 (30... ♖xa2+? 31. ♔e3 ♗e8 32. d6 ) 31. ♖d4 exd5 32. ♖xd5  und Weiß steht besser.

29. ♖d4  Der stärkste Zug.

29... ♖g7 ? Ein Fehler in Zeitnot. Nun war es Akopian, der ein Remis anbot.

29... ♕b2+ 30. ♖d2 und 30... ♕g7 (30... ♕f6 mit der Idee c3, c2 31. ♕e5 ) 31. ♖g1 ♕f6 32. ♖xg8+ ♔xg8 33. ♕a6 ♗d7 Weiß hat etwas bessere Chancen und kann weiterkämpfen mit Zügen wie 34. a4 .

30. dxe6 ! „Jetzt möchte ich spielen!" antwortete Tal. Die lange Diagonale öffnet sich und der weiße König bleibt exponiert, doch die Taktik funktioniert für Weiß.

30... ♗c6  

30... fxe6 31. ♖g1 ♖xg1 32. ♕e5+ ♖g7 33. ♖d8+ ♖xd8 34. ♕xc3 , gefolgt von Se5 und dank der Majorität am Damenflügel hat Weiß die besseren Chancen

31. ♘g5!   Ein guter Zug!

31. ♖e3? erlaubt 31... ♖g2+! 32. ♔xg2 ♕xe3 33. ♕e5+ ♕xe5 34. fxe5 fxe6 35. ♔f2 ♗d5 und der Vorteil würde zum Schwarzen übergehen.

31... ♖xg5  Aufgabe: Wie gelang Tal der letzte Schlag?

31... h6 32. exf7! hxg5 33. ♕h6+ gewinnt.

31... fxe6  wird beantowrtet mit 32. ♕e5 mit der Drohung Td8+ 32... ♖e8 33. ♖d6 ♕xe5 34. ♖xe5 und der e6-Bauer fällt.

32. ♕e5+ ! Mehr Material gewinnen wie in der Variante nach 30... fxe6? Natürlich nicht!

32. fxg5 ♕f3+ und Matt.

32... ♖g7

32... ♔g8 und Weiß gewinnt mit 33. exf7+ ♔xf7 34. ♕e7+

33. ♖d8+ ♖xd8 34. ♕xc3 f6 35. e7 ♖a8 36. ♕xf6  ♗e4  Das beschleunigt das Ende.

36... ♖xa2+  37. ♖e2 (37. ♔e3 )

37. ♖g1 ♖xa2+ 38. ♔e1

1-0

Nach der Partie, in einer entspannten Atmosphäre, starteten Akopian und Tal die sechste Partie des ersten Matches gegen Botvinnik zu analysieren - die Königsindische in der Tal 21…Sf4! spielte.


Tal played 21...Nf4!!?, which objectively wasn't a knock-out blow but proved too hot for Botvinnik to handle

Akopian sagte, dass er diesen Zug für immer bewundern werde. „Naja, wenn er funktioniert", war Tals Antwort.

Akopian betonte, dass er aufrichtig froh sei gegen Tal gespielt zu haben und besonders darüber kein Remis ohne einen Kampf gemacht zu haben. „Alles was ich bereue ist nur einmal gegen ihn gespielt zu haben", sind seine Abschlussworte.

Tal gewann das Turnier in Wijk aan Zee im Jahr 1973 mit 10.5/15 | Foto: Bert Verhoeff, Anefo

Tal musste auf dem Rückweg nach Moskau in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Sosonko berichtet, dass er bevor er ins Krankenhaus ging (Timman berichtet, dass er bereits im Krankenhaus war und kurzfristig „entwischte") noch ein Blitzturnier spielte, bei dem er Kasparov schlug. Am Ende wurde er dritter hinter Kasparov und Bareev, aber vor Smyslov, Dolmatov, Vyzhmanavin und Beliavsky.

Wenig später starb Tal am 28. Juni 1992 in Moskau. Sein Körper musste von Moskau nach Riga geschafft werden, Timman schrieb allerdings, dass „die Zeiten turbulent waren im neuen Russland und es keinerlei Standardprozeduren für einen solchen Transport gab." Anatoly Karpov übernahm diese Aufgabe: Der Russe nutzte all seinen Einfluss, um sicherzustellen, dass Tal auf dem alten Friedhof in Riga begraben wurde.


Um mehr über Tal zu erfahren, einschließlich Peter Svidlers Analyse seiner letzten Partie, könnt ihr hier gerne vorbeischauen:


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