Berichte 16.08.2018 | 18:36von Colin McGourty

St. Louis Rapid and Blitz, Tag 5: Nakamura macht es wieder

Nach seinem Sieg in Paris gewann Hikaru Nakamura auch St. Louis Rapid and Blitz und sicherte sich damit bereits fast einen Platz im Finale der Grand Chess Tour in London. Entscheidend war sein Sieg in der vorletzten Runde gegen Shakhriyar Mamedyarov, nachdem die beiden Spieler sich zuvor weiterhin ein Kopf-an-Kopf Rennen geliefert hatten. Maxime Vachier-Lagrave dominierte auch am zweiten Tag im Blitzschach und besiegte sowohl Mamedyarov als auch Nakamura. Aber er musste sich mit dem zweiten Platz begnügen - in St. Louis und in der Live-Eloliste im Blitzschach, wo er nur noch 2,2 Punkte Rückstand auf Magnus Carlsen hat.

Nakamura bekommt den Pokal und einen Scheck über 37,500$ | Foto: Lennart Ootes, Grand Chess Tour 

Du kannst alle Partien von St. Louis Rapid and Blitz 2018 im Viewer unten nachspielen:

Und Du kannst Dir den Livekommentar nochmals anhören, auf Englisch…

…und auch auf Russisch. Auch wenn Du kein Russisch verstehst, sind Svidlers englischsprachige Interviews mit Nakamura und MVL am Ende vielleicht interessant. Keine Überraschung, dass Svidler auch ein sehr guter Übersetzer wäre!

Déjà vu

Zunächst verlief das Titelrennen in St. Louis fast genau wie tags zuvor. Mamedyarov hatte nach der ersten Runde wieder einen halben Punkt Vorsprung auf Nakamura, der erneut gegen Sergey Karjakin verlor - diesmal in einem Berliner Endspiel. Eine Runde danach lagen die Spieler wieder gleichauf, da ein frühes g4 (mit Schwarz!) für Mamedyarov ausnahmsweise nicht funktionierte - er ging mit fliegenden Fahnen gegen Leinier Dominguez unter. Derweil holte Maxime Vachier-Lagrave mit anfangs 1,5/2 weiter auf. Kurz schien es, als ob Fabiano Caruana und Levon Aronian in den Kampf um den Turniersieg eingreifen könnten, aber bald war es offensichtlich ein Dreikampf.

Mamedyarov-Aronian wurde eine bemerkenswerte Partie... | Foto: Lennart Ootes, Grand Chess Tour 

Falls ein Spieler für den Turniersieg ausersehen schien, dann Mamedyarov: er brachte einen Schwindel, auf den Levon Aronian stolz wäre, und zwar gegen Aronian!


Mamedyarov hat mit Weiß einen Mehrbauern, aber hier spielte er 32.Sd5??, was ohne Kompensation den Läufer auf b2 kostete. Vielleicht hatte er vergessen, dass Schwarz ohne diesen Lb2 auf 33.g4 einfach 33...Tc1+ spielen und so der Springergabel auf e7 ausweichen konnte. Das war eigentlich aufgabereif, aber Shak kämpfte weiter und - selbst in Zeitlupe kaum erkennbar wie - konnte die Partie nicht nur retten sondern am Ende noch gewinnen.

Die These, dass Caissa auf Mamedyarovs Seite war, wurde in der nächsten Runde bestätigt. Mit einem Mehrbauern spielte Fabiano Caruana auf Gewinn und fand dann einen hübschen Weg, die Partie zu verlieren:


43.Sb5! ist für Schwarz noch schmerzhafter als der erste Eindruck vermuten lässt, da Weiß neben der unparierbaren Springergabel auf d6 nach -Kf8 auch Dxh6 nebst Matt hat. Fabi musste wohl oder übel aufgeben.

Nakamura konnte Grischuks versteckten Fehler ausnutzen | Foto: Austin Fuller, Grand Chess Tour 

Nach Nakamuras Turniersieg versuchten Peter Svidler und Evgeny Miroshnichenko einige Zeit zu erkunden, wann eine Vorentscheidung zugunsten des Amerikaners fiel. Letztendlich sagten sie (halb im Scherz) "es lag nur an Grischuk". Diese These beruht unter anderem auf der fünten Runde des Tages. In einem soliden Berliner stand Schwarz zunächst besser, und brach nach 44…Dc3? plötzlich zusammen:


Angesichts des Partieverlaufs zuvor schien eine Zugwiederholung mit 45.Tc4 Df6 46.Tf4 Dc3 völlig logisch, aber Hikaru fand eine viel bessere Alternative – 45.d4! Plötzlich ist die schwarze Dame von der Verteidigung abgeschnitten (45…Sxd4 scheitert natürlich an 46.De5+) und nach 45…Kg8 46.De5 war Schwarz gegen einen direkten Königsangriff machtlos. Grischuk gab 5 Züge danach auf.

In derselben Runde gewann MVL gegen Mamedyarov, Nakamura hatte damit nun wieder einen halben Punkt Vorsprung. Später teilte er Svidlers Einschätzung, dass diese Partie richtungsweisend war:

Ich denke, diese Partie änderte praktisch alles. Ab hier spielte ich besser.

Andererseits lagen beide nach der folgenden Runde wieder gleichauf: Hikaru spielte ein Kurzremis gegen Dominguez, Mamedyarov gewann in atemberaubendem Stil gegen Karjakin. Es gibt eigentlich nur einen Kandidaten für den Zug des Tages: Shaks Reaktion auf ‌21...Lg3 mit Angriff auf die weisse Dame:

‌22.Sh6+!! und Mamedyarov hat Nakamura drei Runden vor Turnierende wieder eingeholt - MVL nur noch ein Punkt dahinter

22.Sh6+!! ist ein brillianter Zwischenzug, die Idee dahinter zeigte sich in der Partie: 22…gxh6? 23.gxh6 und der Lg3 ist auf der geöffneten g-Linie gefesselt. Nach 23…f6 24.Lxf5 exf5 25.Txg3+ hatte Weiß Mehrbauer und Mattangriff. Nach 22…Kh8! kann Schwarz noch kämpfen, auch wenn Weiß nun das hübsche 23.Lxg7+! Kxg7 24.Sxf5+ exf5 25.Dxg3 hat. Auch hier hat Weiß materiellen Vorteil und starken Angriff, aber laut Engines kann Schwarz den Schaden mit 25…f4! begrenzen.

Übrigens leistete Karjakin damit Mamedyarov maximale Schützenhilfe: Nakamura hatte er im Blitz zweimal besiegt (die Schnellpartie endete Remis), gegen Shak hatte er alle drei Partien verloren - das einzige Mini-Match des gesamten Turniers, das 4-0 endete!

Nakamura übernimmt das Kommando

Aronian gibt gegen Nakamura auf, So wird Mamedyarov besiegen | Foto: Austin Fuller, Grand Chess Tour 

Rein numerisch fiel die Vorentscheidung in der siebten Runde des Tages: erstmals im Blitzturnier hatte ein Spieler danach einen vollen Punkt Vorsprung. Aronians 25…Lf5? gegen Nakamura war “zu clever”, wobei Hikaru die Widerlegung erst im zweiten Anlauf fand:

‌27.e5! und ein wichtiger Sieg für Nakamura, der nur zwei Runden vor Turnierende wieder alleine führt!

In der Partie folgte 27…Le6 (nach 27…Lxc2 28.exf6+ Kxf6 29.fxg5+ kommt das Matt noch schneller) 28.exf6+ Kxf6 29.fxg5+ Kg7 30.g6! und der belagerte schwarze König überlebte nicht lange.

Parallel gewann Nakamuras Landsmann Wesley So gegen Mamedyarov einen Bauern und später die Partie. Einen Moment zuvor in dieser Partie sollten wir vielleicht erwähnen, es ist ein netter Trick!


11…Sb4!! hätte den "normalen" Partieverlauf plötzlich geändert! So einen Zug erwägt man wohl kaum, aber wenn man es tut ist klar, dass der Springer wegen -Lc2 mit Damenfang tabu ist. Wegen der drohenden Springergabel auf c2 ist das hässliche 12.Tf1 Lc2 13.De1 Sd3 14.Lxd3 Lxd3 vermutlich erzwungen. Weiß kann dann zwar mit 15.De5 Qualitätsverlust verhindern, aber im entstehenden Endspiel steht Schwarz besser.

Nach dem tatsächlichen Verlauf der Partie fiel die Entscheidung im Turnier in der vorletzten Runde beim direkten Duell Mamedyarov-Nakamura. Diese wilde Partie verdient ein eigenes Kapitel:

Drama in St. Louis: Teil 2

Die erste Blitzpartie zwischen Mamedyarov und Nakamura tags zuvor war bereits ein Thriller: Shak schien auf dem Weg zu 1,5 Punkten Vorsprung auf Hikaru, dann stellte er einzügig einen Turm ein. Die zweite Partie überbot dies jedoch noch! Nakamuras späterer Kommentar:

Diese Partien gegen Shak waren jede Menge Spass. Ich habe im Laufe der Jahre gegen viele gespielt, aber irgendwie sind die Blitzpartien gegen Shak immer die interessantesten… und oft, unabhängig vom Ergebnis, die unterhaltsamsten, sie sind meistens sehr aufregend!

Die Spannung stieg, da die Spieler recht früh vor der Runde bereits am Brett sassen | Foto: Lennart Ootes, Grand Chess Tour 

Mamedyarov hatte einen Punkt Rückstand, und auch wenn er nicht unbedingt gewinnen musste (vor allem, da Nakamura in der letzten Runde gegen MVL spielte): mit hyper-aggressivem Spiel war er im gesamten Turnier erfolgreich, also auch nun mit Weiß gegen den im Turnier führenden Spieler. Es schien unvermeidlich, dass er das Brett schnell in Flammen setzte:

‌Was anders von Mamedyarov in einer Partie, in der er fast unter Siegzwang steht, als g4!?

Auf g4 schlagen ist nicht empfehlenswert, vielleicht gar nicht spielbar, stattdessen kam 8…Lb7 9.g5 Sfd7 10.h4:


Shak hatte seine bevorzugte Bauernstruktur … aber nun goss Nakamura Öl ins Feuer mit 10…Se5!? 11.Sxe5 Lxh1 12.Da4+ (Engines finden brilliante Varianten mit 12.Dh5! und später Figurenopfer auf f7 nebst Rückgewinn des Lh1) 12…Sd7 13.f3 b5 14.Sxb5 Sxe5:


Der nächste kritische Moment, da das Doppelschach 15.Sc7+! hier stark war. Nakamura fragte sich, was Weiß nach 15…Kf8 16.Lxe5 Tc8 hat, Engines zeigen nun 17.Dc6! Nach dem sofortigen 15.Lxe5 übernahm Schwarz das Kommando, aber laut Hikaru "entspannte er sich dann zu sehr".

Die Kollegen kibitzten | Foto: Lennart Ootes, Grand Chess Tour 

Die kalte Dusche kam im 22. Zug:


22.Sd5! (22...Dxc6 kostet nun natürlich nach 23.Sxe7+ eine Figur), und Weiß stand wieder besser! Nakamura musste sich an die neue Situation anpassen, was ihm gelang. Das Endspiel wäre dabei immer noch giftig, wenn Shak weiterhin mutig gespielt hätte:


Zuvor konnte Weiß d4 spielen mit einer sicheren und vielversprechenden Stellung, aber selbst hier kann Weiß Vorteil behalten: 42.Be5! würde Schwarz viele Fragen stellen, denn der weisse a-Bauer ist nicht so verwundbar wie es scheint - wenn der schwarze Turm die sechste Reihe verlässt kommt Ld6+ nebst Lxc5, und 42…Tb3? 43.Txg7! verliert sofort spektakulär. Stattdessen spielte Mamedyarov das passive 42.Lc1?! und verlor wenig später nach einem falschen Königszug diesen Läufer. 

Spiel, Satz und Turniersieg für Nakamura in St. Louis | Foto: Lennart Ootes, Grand Chess Tour 

Die letzten Züge, bevor Shak sich in das nun Unvermeidliche fügte, waren Agonie:

‌Das Ende von Mamedyarov-Nakamura

Es war dabei ein großartiger Moment für Hikaru, der eine Runde vor Schluss als Turniersieger feststand - sein zweiter Sieg bei der Grand Chess Tour nacheinander:

‌Ein beeindruckendes Double von Nakamura, Sieg in Paris und nun in der amerikanischen Heimat in der Welthauptstadt des Schachs St. Louis. Nach Champagner Budweiser!

Nakamura sagte Maurice Ashley:

Ich denke, dass ich heute meistens, bis auf einen sehr schlechten Zug in der ersten Partie, ziemlich gut spielte. Ich war ziemlich angetan, im Gegensatz zu gestern, da fühlte ich dass ich nicht sehr gut spielte und ziemliches Glück hatte, in einigen Partien zu punkten.

Mit diesem Sieg hat sich Hikaru Nakamura bereits fast für das Finale der besten vier Spieler der Grand Chess Tour in London qualifiziert (Details zur Tourwertung später). Er erklärte, was dies für ihn vor dem anstehenden Sinquefield Cup bedeutet:

Seit es das Turnier in London gibt, habe ich jedes Jahr mitgespielt, inzwischen wohl seit 8 oder 9 Jahren. Ich habe dort immer meinen Geburtstag gefeiert, eher als Druck ist es wohl die Gewohnheit Dezember in London. Es ist ziemlich nett. Ich reise gerne nach London, und wenn ich dafür ein sehr gutes Ergebnis mit klassischer Bedenkzeit bräuchte würde es viel Druck bedeuten. Es ändert eigentlich wenig, aber nun kann ich das Turnier mit klassischer Bedenzkeit isoliert betrachten.

Einige Entscheidungen fielen noch in der letzten Runde des Turniers.

Knapp daneben für MVL

Maxime tat, was er tun konnte: neben anderen Siegen gewann er am letzten Tag auch gegen Mamedyarov und Nakamura | Foto: Lennart Ootes, Grand Chess Tour 

Hikaru Nakamura musste noch eine Partie spielen - und zwar gegen MVL, der im Blitz total dominierte. Maxime erarbeitete sich einen weiteren Sieg, damit an diesem Tag insgesamt 6.5/9, fast die 7/9 vom ersten Tag des Blitzturniers.

‌Svidler: "Es machte wirklich Freude, diesen Blitz-Auftritt zu beobachten. Ich kann mich persönlich nicht an einen anderen vergleichbaren Seelenbrecher erinnern"

MVL: "Ich denke Magnus"

Es reichte für Platz zwei vor Shakhriyar Mamedyarov, aber ein Punkt hinter Nakamura. In der Live-Eloliste für Blitzschach liegt er nun ziemlich knapp hinter Magnus Carlsen:

‌Maxime hat ihn fast erwischt! :)

Maxime blieb auf dem Teppich und sagte Maurice, “Trotz der Elozahlen ist Magnus wohl nach wie vor der bessere Blitzer”. Seine Erklärung für den Erfolg im Blitzschach, nachdem er sein Schnellturnier durch drei Niederlagen in Serie ruiniert hatte?

Im Blitz konnten zwei Dinge passieren - entweder breche ich nach diesem Schnellturnier völlig ein, oder ich spiele ohne jeglichen Druck. Das hat geholfen, die Lücke zu den führenden Spielern zu schliessen.

Mit seinem Spiel am zweiten Tag war er nicht so zufrieden: “das Ergebnis war gut, aber mein Spiel nicht so überzeugend”. Für einige seiner fünf Siege musste er hart arbeiten, und er verlor auch einmal, gegen  Levon Aronian:

‌MVL setzt mit 23...Lxa2+!? alles auf eine Karte

23…Lxa2+? war ein thematisches Opfer, das in dieser konkreten Stellung allerdings einfach nicht funktionierte. Nach 24.Kxa2 b3+ 25.Kb1 a3 26.cxb3 grübelte MVL lange, da ihm bewusst wurde, dass er keinen Angriff hatte. Dadurch stand er schlicht und ergreifend auf Verlust, Levon verwandelte sicher.

Zu Aronian sollten wir erwähnen, dass er am zweiten Tag kein einziges Remis hatte - 4 Siege und 5 Niederlagen. In diesem Turnier spielte er 1.e4 und danach scharfe prinzipielle Varianten - wird das auch seine Waffe im nun kommenden Turnier mit klassischer Bedenkzeit?

Habe ich Euch gut unterhalten? | Foto: Lennart Ootes, Grand Chess Tour 

Es gibt eine andere Theorie, warum es für Maxime am zweiten Tag doch nicht reichte:

‌Miroshnichenko: "Vielleicht hatte es Konsequenzen, dass MVL ein anderes T-Shirt wählte?"

Svidler: "Ehrlich gesagt war erstaunt, dass er das T-Shirt wechselt - so ein T-Shirt nach so einem Tag!"

Im Interview mit der französischen Nummer 1 nach dem Turnier konnte Peter der Versuchung nicht widerstehen, Maxime zum Verzicht auf das  Pickle Rick T-Shirt zu befragen:

Svidler: Ich muss erst die Frage stellen, die alle interessiert – hast Du heute irgendwann bereut, dass Du nicht dasselbe T-Shirt gewählt hast?

MVL: Nicht wirklich. Einerseits hätte ich es gerne gemacht, aber auch ohne lief es ziemlich gut.

Svidler: Es lief nicht schlecht. Aber nachdem man uns die ersten Bilder aus dem Turniersaal zeigte und ich sah, dass Du doch etwas vernünftiges an hast - ein kleiner Teil von mir starb in diesem Moment, und das werde ich Dir für immer übel nehmen.

Vielleicht kann Maxime das in den nächsten Tagen - Ultimate Moves oder Sinquefield Cup - korrigieren!

Stand in Turnier und Grand Chess Tour

Nun wieder ernsthaft ... erst die komplette Kreuztabelle von St. Louis Rapid and Blitz 2018:


Wer erfolgreich war oder auch nicht hatten wir bereits in früheren Artikeln, daran änderte sich am letzten Tag wenig. Einige Spieler hatten wenig Grund zu Freude - schade, dass Vishy sein Turnier nicht wenigstens mit einem schönen Sieg gegen  Shakhriyar Mamedyarov in der letzten Runde beenden konnte:


40.Re1!!, was einen ganzen Turm mit Schach anbietet, wäre ein hübsches Finish. Stattdessen wurde diese Partie remis.

Auch ein Sieg hätte dabei Grand Chess Tour Punkte oder Preisgeld nicht beeinflusst:


Vishy Anand und Wesley So wollen im Sinquefield Cup wohl beide besser/erfolgreicher spielen | Foto: Spectrum Studios, Grand Chess Tour 

Und so steht es vor dem Sinquefield Cup ab Samstag in der Grand Chess Gesamtwertung:


Schockierend ist, dass der vor dem Turnier führende Wesley So plötzlich befürchten muss, dass er sich nicht für das Finale in London qualifiziert - nur zwei Punkte kamen (bisher) in St. Louis dazu. Nur die besten vier Spieler erreichen das Finale, und im Gegensatz zu 13 Punkten für den alleinigen Sieg in Schnell- und Blitzturnieren gibt es beim Sinquefield Cup mit klassischer Bedenkzeit 20 Punkte. Nur Hikaru Nakamura muss sich kaum Sorgen machen, wobei selbst er noch nicht mathematisch sicher qualifiziert ist. Wenn er beim Sinquefield Cup Letzter wird und Aronian, So, Karjakin und MVL Platz 1-4 teilen muss er sich (Pi mal Daumen berechnet) über einen Stichkampf qualifizieren.

Arise, Sir Nakamura! | photo: Lennart Ootes, Grand Chess Tour 

Das ist natürlich ein sehr unwahrscheinliches Szenario, auch weil ein ausgeruhter Magnus Carlsen beim  Sinquefield Cup in den Kampf um Preisgeld und Tourpunkte (die er nicht braucht) eingreifen wird! Zuvor ist Magnus auch bei Ultimate Moves dabei, ab 13:00 Ortszeit (20:00 MESZ) am Donnerstag. Wiederum leiten Rex und Randy Sinquefield Teams von Großmeistern, die abwechselnd ziehen. Diesmal fehlt Garry Kasparov - Nakamura vermutet, dass die Atmosphäre dadurch lockerer wird:

In jedem Jahr mit Garry machte ein Spieler in einem Team irgendwann einen absurden Bock, und Garry hatte dann einen für ihn typischen Ausraster. Ohne Garry werden Rex und Randy vielleicht viel besseres Schach spielen.

Schwerpunkt ist natürlich trash talk. Chess24 überträgt live !

Siehe auch:


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