Berichte 12.08.2017 | 17:55von Colin McGourty

Sinquefield Cup, Runde 8: Karjakin vergrößert Sos Leiden

Sergey Karjakin fügte Wesley So im Sinquefield Cup 2017 dessen vierte Niederlage zu, womit er nun gemeinsam mit Magnus Carlsen eine Runde vor Schluss einen halben Punkt hinter der Tabellenspitze liegt. Der bekannt schwer zu schlagende So hat nun 18 Wertungspunkte verloren und fiel in der Weltrangliste vom zweiten auf den achten Platz zurück. Die übrigen Partien endeten unentschieden, allerdings waren Aronian - Svidler bzw. Caruana - Nakamura großartige Kämpfe. Maxime Vachier-Lagrave, Vishy Anand und Levon Aronian liegen weiterhin in Führung - Letzterer hat den Vorteil, dass er ohne Playoff zum Sieger erklärt wird, sollten am Schlusstag alle Partien unentschieden enden.

Anand, Aronian und MVL liegen vor dem Schlusstag des Sinquefield Cups 2017 gemeinsam in Führung; spielt jedoch jeder remis, gewinnt Levon seinen zweiten Titel! | Foto: Lennart Ootes, Grand Chess Tour

Ihr könnt alle Partien des Sinquefield Cups 2017 mit dem Selektor unterhalb nachspielen - klickt auf ein Ergebnis, um die Partie mit Computeranalyse nachzuspielen, oder bewegt den Mauszeiger über einen Spielernamen, um dessen Ergebnisse anzuzeigen:

Und hier könnt ihr die ganze Sendung zur achten Runde mit Jennifer Shahade, Yasser Seirawan und Maurice Ashley unterhalb nachholen:

Die Spitzenreiter spielen remis - auf sehr unterschiedliche Weisen

Carlsen verschafft sich bei Anand - MVL einen Überblick | Foto: Lennart Ootes, Grand Chess Tour

Vishy Anand beschloss, gegen den gemeinsam mit ihm in Führung liegenden Maxime Vachier-Lagrave Najdorf zu vermeiden. Er beantwortete 1. Sf3 c5 mit 2. c4, und nach 2. ... Sf6 3. d4 dachte die französische Nummer Eins neun Minuten lang nach. MVL beschloss ebenfalls, drohenden Vorbereitungen aus dem Weg zu gehen, indem er 3. ... cxd4 4. Sxd4 d5!? spielte, anstatt die gebräuchlicheren Fortsetzungen 4. ... Sc6 oder 4. ... e6 zu wählen:


Vishy war jedoch nicht völlig überrascht:

Er überraschte mich mit d5 ein wenig, aber ich wusste zumindest von der Partie Giri - Svidler, die in diesem Jahr in China gespielt wurde.

Giri hatte diese Partie beinahe gewonnen, aber Maxime wich im sechsten Zug ab - die Stellung war zwar einigermaßen unbequem, aber es gelang ihm, diese Partie ohne große Dramatik zu halten (Remis nach 30 Zügen). Vishy kommentierte es so: "Die Luft war sehr schnell draußen."

Die Partie des anderen in Führung liegenden Spielers, Levon Aronian, war sogar noch kürzer, allerdings alles andere als ein ruhiges Remis. Levon meinte, er hätte hinsichtlich der Turniersituation solide spielen sollen, doch er hatte vor kurzem auch gesagt: "Du musst h4 spielen, wann immer du kannst!" Er wiederholte das Abspiel der Englischen Eröffnung mit frühem h4-h5, mit dem er Ian Nepomniachtchi in der ersten Runde besiegt hatte, wich dann aber mit 9. Le2 (statt 9. La3) ab. Peter Svidler war überrascht, aber bei weitem nicht unglücklich - er kam zum Beichtstuhl und gestaltete die Partie etwas mehr wie beim Geschwätzblitz, das wir hier auf chess24 von ihm kennen und lieben!


Ich habe mir die Partien, die ich in diesem Turnier gespielt habe, in meinem Kopf durchgesehen, und es fühlt sich so an, als ob das die erste Stellung ist, die ich bereits im 14. Zug gerne spielen würde - was eine scharfe Kritik an dem ist, was ich zuvor getan habe, und es verheißt für diese Partie vermutlich nichts Gutes, aber im Moment ist mir das egal. Es ist eine willkommene Abwechslung!

Wir werden sehen, was von da an passiert. Ich verstehe wirklich nicht, was passiert, und Lev hat vermutlich alles zuhause ausgearbeitet. Noch einmal, es ist vermutlich nicht die großartigste Stellung, die man haben kann, aber wenigstens ist in der Stellung etwas Luft, im Gegensatz zu den meisten Dingen, die ich mit beiden Farben bekommen habe. Darüber bin ich froh!

Die Stellung war sagenhaft kompliziert, mit jeder Menge verlockender Möglichkeiten für beide Seiten, doch dann entstand nach Aronians 15. Sf2 eine kritische Stellung:


Svidler sagte, er sei relativ schnell zum Schluss gekommen, dass 16. ... Dxg2! nicht funktioniert, doch anscheinend tut es das! Wir hätten Zeugen einer Partie für die Ewigkeit werden können, wenn 17. e4 0-0 18. Lxc6 Txc6!! ("nicht unmöglich zu finden, aber es ist auch nicht so einfach" - Svidler) 19. Dxc6 g4!! aufs Brett gekommen wäre. 20. ... g3 würde folgen, und Schwarz steht beinahe auf Gewinn.


Peter meinte, er sei "nicht ganz zu etwas Wunderschönem gegangen", aber wir hätten diese schöne Zugfolge vermutlich ohnehin nicht zu sehen bekommen, da Levon 17. Lf1 spielen wollte; Schwarz steht zwar etwas besser, doch das Ergebnis wäre bei weitem nicht klar.

Svidler dachte stattdessen über 16. ... Lh7 nach, spielte dann jedoch 16. ... Dd6. Aronian entschied, seine Stellung sei "zu wackelig", um auf Bauernjagd zu gehen, weshalb nach 17. Se4 Dd5 18. Sf2 die Stellung wiederholt wurde. Sic transit gloria mundi.

Solche Partien verdienen eine gute altmodische Analyse | Foto: Austin Fuller, Grand Chess Tour

Was haben wir uns gedacht? | Foto: Lennart Ootes, Grand Chess Tour

Da alle Spitzenreiter remis spielten, hatte Magnus Carlsen die Gelegenheit, mit ihnen gleichzuziehen:

Nepomniachtchi ½ - ½ Carlsen: Schrecksekunde für den Weltmeister

Betrachtet man Ian Nepomniachtchis sprunghafte Leistungen beim Sinquefield Cup, schien Magnus Carlsen hervorragende Chancen zu haben, ihn selbst mit Schwarz zu besiegen, und damit vor der letzten Runde auf den geteilten ersten Platz vorzurücken. Hier kommt allerdings ihr persönliches Ergebnis zum tragen. Sie wuchsen zusammen auf - beide kamen 1990 zur Welt -, und Nepomniachtchi kam in Vorteil: er gewann zwei klassische Partien bei den Jugendeuropa- und -weltmeisterschaften. Dem Russen gelang 2011 auch ein schöner Sieg in Wijk aan Zee, und seit damals führt er mit ungeschlagenen +3 gegen den Weltmeister.

Nepomniachtchi - der Mann mit dem weltbesten Ergebnis gegen Magnus? | Foto: Lennart Ootes, Grand Chess Tour 

Es ist aber nicht nur eine Frage der Statistik. Schachexperten sind sich einig und erkennen Nepomniachtchis natürliches Talent, und Alexander Morozevich zählte Nepo sogar neben Vassily Ivanchuk zu jenen Spielern, die talentierter als Carlsen sind. Wir haben in St. Louis jedoch gesehen, warum Nepo viele Einladungen zu Superturnieren verpasste, die seine Fähigkeiten verdienen würden. Er erkennt es selbst an und meint:

Bis jetzt hat mich noch keiner geschlagen - ich verliere die Partien selbst.

Er erklärte das Zustandekommen seiner beinahe lachhaften Niederlage gegen Vishy Anand am Vortag damit, dass er zum 27. Zug gekommen sei, aber vor dem 30. Zug nicht remis bieten durfte, weshalb er einen Zug schnell ausführte, der auf einem einfachen Übersehen beruhte. Seine Erklärung, warum er sich in seiner Partie gegen Carlsen konzentrieren konnte, verriet einiges:

Mir wird nicht langweilig, wie gestern.

Nepo hat auch mit Spitzentrainern wie Vladimir Potkin zusammengearbeitet und war als Sekundant für Carlsen tätig, daher ist er in der Eröffnung nicht gerade schwach. Im achten Zug einer Nebenvariante der Englischen Eröffnung spielte er eine Neuerung, nach der Magnus 30 Minuten lang nachdachte. Der Weltmeister spielte schließlich die prinzipielle Fortsetzung, aber sein Königsturm musste eine lange Reise unternehmen, um einen Bauern zurückzugewinnen:


Magnus kommentierte:

Im Grunde habe ich eine hervorragende Stellung, wenn mein Turm irgendwo normal steht - dann stehe ich vermutlich einfach besser.

Er versuchte, Gewinnchancen zu bekommen, doch das ging beinahe nach hinten los:

Dann hatte ich meine ganze Zeit verbraucht und bemerkte, dass meine Stellung einfach schlechter war. Diese ganze Geschichte mit Lg4 war im Grunde einfach Panik. Ich wollte nicht auf Zeit verlieren und dachte und dachte und konnte nichts finden.

20. ... Lg4!? hätte sich als unklug herausstellen können, hätte Nepo das subtile 21. Le2 gespielt, das er nach der Partie zeigte, wonach 21. ... Lxe2 22. Txe2 Weiß ein Tempo verschafft, um den e-Bauern vorzuziehen. Stattdessen folgten nach 21. Lxg4 Sxg4 weitere Abtausche, und die Partie endete nach 32 Zügen remis. Magnus:

Ich hatte Glück, so einfach davonzukommen - es hätte viel schlimmer kommen können.

Jemand, für den es nicht viel schlimmer kommen kann, ist Wesley So.

Karjakin 1 - 0 So: Der Alptraum geht weiter

Wesley So hat lange genug an Superturnieren teilgenommen, um zu wissen, wie man mit Wunden umgeht - der höfliche und reservierte Sergey Karjakin meinte hinterher, er habe gehofft, "einfach eine Stellung zu bekommen, in der ich lange spielen kann, und nach einiger Zeit können ihm einige Fehler unterlaufen."   

Außergewöhnliche Zeiten verlangen nach außergewöhnlichen Mitteln | Foto: Lennart Ootes, Grand Chess Tour

Doch auch die Brille half Wesley gegen Sergey Karjakin nicht | Foto: Austin Fuller, Grand Chess Tour

Die Partie folgte einem Aufbau des Giuoco Piano, den Magnus vor kurzem mit beiden Farben gespielt hatte, und mit dem Anish Giri diese Woche der entscheidende Schwarzsieg in seinem Match gegen Ding Liren gelang. Ab dem zwölften Zug waren die Spieler jedoch auf sich gestellt, und wir bekamen einen langen, von Manövern geprägten Kampf zu sehen. Wäre Wesley in Form gewesen, hätte er vielleicht eine flüchtige Gelegenheit entdeckt, die Partie im 22. Zug zu verwandeln:


22. ... Sf4! ist ein überraschender Doppelangriff, der sowohl den h3- Bauern als auch den e2-Springer angreift, da der Springer auf f3 hängt, sobald der e3-Turm zieht. 23. gxf4 wird mit 23. ... Dg6+ und 24. ... exf4 beantwortet, was den Turm fängt und Material zurückgewinnt. Weiß kann mit etwa 23. axb5 axb5 24. Sxf4 weiterkämpfen, aber Wesley hätte das Geschehen bestimmt.

Er spielte stattdessen 22. ... Df7. Als er erneut in Schwierigkeiten geriet, war er kaum als jener Spieler wiederzuerkennen, der 67 Partien lang ungeschlagen blieb. Karjakin wies auf 39. ... dxc3?! (statt 39. ... Tb7) als den Beginn des schwarzen Leidensweges hin, da er "sehr froh war, ein sehr schönes Manöver zu finden, vielleicht das schwierigste in der Partie": 45. Sc5! Sa6 46. Tc8:


Sergey wies darauf hin, dass der natürliche Zug 46. ... exd4 ist, was die ganzen schwarzen Probleme zu lösen scheint, doch Weiß hat 47. e5!, und alle Fortsetzungen sind schlecht für Schwarz. 47. ... Sxc5 wird mit 48. exf6 beantwortet, und Schwarz kann den Springer nicht decken, ohne dem f-Bauern die Umwandlung zu gestatten. Jeder Zug des angegriffenen Springers wie 47. ... Sd5 stößt auf 48. Se7!, und Weiß verbindet einen Angriff auf den b6-Turm mit der tödlichen Drohung Sf8+. Wesley ging all dem mit 46. ... Sxc5 aus dem Weg, aber nach 47. dxc5 wurde der c-Bauer zu einem Monster, das die Partie entscheiden sollte.

Es war jener grimmig entschlossene Karjakin, der die Qualifikation schaffte und das WM-Match beinahe gewonnen hätte | Foto: Lennart Ootes, Grand Chess Tour

Durch dieses Ergebnis belegt Wesley So eine Runde vor Schluss den letzten Platz im Turnier; er ist in der Weltrangliste auf den achten Platz zurückgefallen - zu Beginn des Turnieres war er noch auf Platz Zwei gelegen und hatte realistische Chancen gehabt, Magnus Carlsen zu überholen:

Wesley So im freien Fall, aber Nakamuras Turnier verlief auch nicht viel besser | Quelle: 2700chess

Karjakin erklärte, es könnte nach all den Turnieren, die Wesley in jüngster Zeit gespielt hatte,  mit Müdigkeit zu tun haben, fügte allerdings auch hinzu:

Ich denke, dass wir alle schlechte Turniere gehabt haben... und er nun auch! Das kommt vor.

Sergey Karjakin zog mit diesem Sieg mit Magnus Carlsen gleich und liegt einen halben Punkt hinter den Führenden, und auch Fabiano Caruana hätte sich zu ihnen gesellen können...

Caruana ½ - ½ Nakamura: US-Blues

Caruana - Nakamura war spannend wie immer | Foto: Lennart Ootes, Grand Chess Tour

Es war ein schwieriges Turnier für die US-Spieler, und es war nicht die beste Werbung für ihre Talente - außer hinsichtlich ihres Kampfgeistes! Nachdem Hikaru Nakamuras Chancen auf den Turniersieg dahin waren, schien er beschlossen zu haben, mit der Königsindischen Verteidigung Spaß zu haben. Wenn man Super-GMs kennt, könnte das aber auch mit einem Plan zu tun haben, Fabiano mit dem extrem seltenen 7. ... d5!? eine Falle zu stellen:


Wenn das der Plan war, hat er funktioniert, und Schwarz bestimmte das Geschehen, bevor die Dinge in gegenseitiger Zeitnot wieder durcheinander gerieten. Nakamura wurde bereits einen zweiten Tag in Folge von einem Zug seines Gegners aus dem Gleichgewicht gebracht, den er übersehen hatte (hier war es Caruanas 37. g3) - und kam kurz danach vom Weg ab:


Er spielte in Panik 38. ... Le4?!, womit der Vorteil sofort auf die andere Seite überging - es muss jedoch gesagt werden, dass das eiskalte 38. ... Td7! des Computers (wonach 39. De5 mit 39. ... f6! beantwortet wird) schwer zu finden war. Oder wie es Nakamura formulierte, als man es ihm zeigte: "Das ist wirklich erstaunlich - wow, darum sind Computer so stark!"

Auf der Suche nach Inspiration| Foto: Lennart Ootes, Grand Chess Tour

Nach 39. Sxe4 fxe4 40. Dc3! (besser, als einfach den Bauern zu nehmen) konnte Nakamura mit 40. ... Da6! die unmittelbare Katastrophe abwenden; doch nach 41. d5+ Kh6 (41. ... Tf6!) hätte er nach 42. Txe4 aber in einem Damenendspiel mit einem Bauern weniger viele Stunden Folter erdulden müssen. Doch Caruana sagte, er wäre "etwas zu aufgeregt geworden" und griff mit 42. Tg8? daneben:


42. ... Ta1+! 43. Kh2 (43. Kg2 Df1+, und Weiß verliert sogar noch) 43. ... Th1+ 44. Kxh1 Df1+ und Schwarz sicherte sich mit ewigem Schach den halben Punkt.

Nakamura tröstete sich mit allem möglichen: 

Zum Glück bin ich nicht der einzige Spieler, der ziemlich fürchterlich spielt! Es war ein seltsames Turnier.

Das Turnier ist bald zu Ende. Hier ist der Zwischenstand vor der letzten Runde:


Bis gestern hatten wir erwartet, ankündigen zu können, dass auf die erstplatzierten Spieler am Samstag ein Playoff wartet, doch es ist noch viel komplizierter!


4. Gibt es in einem Turnier einen geteilten ersten Platz, gibt es ein Playoff zwischen den besten zwei Spielern. Der Zwischenstand wird wie folgt bestimmt:

4.1. Anzahl der gewonnenen Partien jeder Spieler, die am Gleichstand beteiligt sind.

4.2. Ergebnisse der Partien zwischen oder unter den Spielern im Gleichstand.

4.3. Falls nach Anwendung der Regeln 4.1. und 4.2. oberhalb zwei oder mehr Spieler den ersten Platz belegen, gibt es kein Playoff, und die Grand Chess Tour-Punkte werden auf alle Spieler im Gleichstand aufgeteilt.

4.4. Falls nach Anwendung der Regeln 4.1. und 4.2. oberhalb zwei oder mehr Spieler den zweiten Platz belegen, gibt es kein Playoff. Der Spieler auf dem ersten Platz nach Anwendung der Regeln 4.1. und 4.2. oberhalb wird zum Sieger des Turniers erklärt, und die Regel 5 unterhalb wird angewendet.

Wie ihr sehen könnt, können wir ein Playoff mit zwei Spielern bekommen, aber keines mit drei oder mehr Spielern, und das aus schwer nachvollziehbaren Gründen. Vielleicht lautete das Ziel, das Beispiel der London Chess Classic 2015 zu verhindern - damals waren drei Spieler in Führung gelegen, und Maxime Vachier-Lagrave musste zuerst Anish Giri besiegen, bevor er ein Finale gegen einen erholten Magnus Carlsen spielte. Dazu kam noch, dass MVL das Turnier auch noch auf dem dritten Platz hinter Giri beendete, da im Playoff nur ermittelt wurde, wer Erster wurde. Das kostete MVL anfangs einen Platz auf der Grand Chess Tour 2016, und falls das Ziel war, Leuten wie ihm zu helfen, hat es nicht funktioniert. Er erklärte vor der letzten Runde: "den Tiebreak-Regeln zufolge muss ich morgen ziemlich sicher gewinnen!" (als sein Gegner Nepomniachtchi davon erfuhr, antwortete er: "Gut zu wissen!") Maxime erklärte: "Wenn das System gleich bleibt, gibt es morgen kein Playoff, und Aronian gewinnt wegen der meisten Siege."

Maxime muss nicht nur seine eigene Partie berechnen | Foto: Lennart Ootes, Grand Chess Tour

Ein Remis könnte MVL genügen, sofern Anand verliert, doch es scheint zuzutreffen, dass Aronian wegen seiner häufigeren Siege sofort als Turniersieger feststeht, wenn alle Partien unentschieden enden. Karjakin und Carlsen haben ebenfalls den Vorteil der größeren Anzahl gewonnener Partien, sofern sie gewinnen und die Spitzenreiter remis spielen - ihre Ausgangslage ist daher besser als sie aussieht. Doch natürlich gibt es auch viel einfachere Szenarien. Wenn nur zwei der Tabellenführer gewinnen, spielen sie ein Playoff gegeneinander, und gewinnt nur einer von ihnen, braucht man sich wegen der Bestimmungen keinen Kopf machen! Hier sind die Paarungen der neunten Runde:

Und hier geht es direkt zur neunten Runde. Ihr könnt bei allen Partien auch über unsere kostenlosen Apps zusehen:

         

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