Allgemein 18.08.2014 | 19:58von IM Georgios Souleidis

Olympische Nachwehen

Die Schacholympiade in Tromsø endete vor einigen Tagen. Bevor bei allen Beteiligten endgültig der Alltag einkehrt, beschäftigen wir uns mit Nachwehen, von denen welche besonders wehtun.


Die Schacholympiade in Tromsø endete leider auch mit dem Tod zweier Teilnehmer. In dieser Pressemitteilung veröffentlichten die Organisatoren die Namen der Spieler. Die Organisatoren bestätigten auch offiziell, dass es sich beim zweiten Spieler um den Usbeken Alisher Anarkulov handelt, der für das Team des Weltschachverbands für Gehörlose teilnahm. Der Tod des 46-jährigen Anarkulov löste bei der usbekischen Delegation große Trauer aus.

Wir standen unter Schock. Insbesondere zwei Spieler, die aus Samarqand stammen, genau wie Alisher. Er litt unter epileptischen Anfällen und wurde tot in seinem Zimmer aufgefunden. Ich kann mich erinnern, als ich klein war, war Alisher ein sehr starker Spieler, auf den wir hochgeschaut haben. Er war aber kein Profi, sondern ein sehr spielstarker Amateur. (Rustam Kasimdzhanov, 1. Brett Usbekistan)


Natalia nimmt kein Blatt vor den Mund

Natalia Zhukova gewann mit der Ukraine Bronze bei den Frauen und als beste Spielerin am 4. Brett eine Goldmedaille. Bezüglich des Föderationswechsels von Kateryna Lagno nach Russland fand sie in einem Interview mit der ukrainischen Sportseite xsport erstaunlich deutliche Worte:

Parasiten loszuwerden, ist immer schmerzlos. Nun ja, Liebe kann man nicht erzwingen. Wenn sie nicht für die Ukraine spielen will, wofür brauchen wir dann solche Spielerinnen? Wir haben während der Olympiade nicht miteinander gesprochen, sie hat es vermieden. Eine Reinigung ist für alle das Beste.

Natalia Zhukova: Stark am Brett, aber auch stark mit Worten | Foto: Georgios Souleidis

Samuels zwei Gesichter

Samuel L. Shankland gehörte bei der Schacholympiade mit Gold am Ersatzbrett und 9,0 Punkten aus zehn Partien zu den besten Akteuren. Der 22-jährige Amerikaner reiste direkt weiter nach Riga, um an einem starkbesetzten und gutdotierten offenen Turnier teilzunehmen. Shankland scheint sein Pulver in Tromsø verschossen zu haben. Nach zwei Runden gegen nominell deutlich schlechtere Gegner hatte er nur einen halben Punkt auf dem Konto und zog sich vom Turnier zurück. 

Samuel L. Shankland hatte sich seinen Trip nach Riga bestimmt anders vorgestellt | Foto: Georgios Souleidis

Mozambique verabschiedet sich als letztes Team vom Turnier

Ich reiste erst am Samstag aus Tromsø nach Oslo, bevor ich endlich am Sonntag in Hamburg wieder ankam - da waren die meisten Schachspieler längst wieder zu Hause. Die Wartezeit nutzte ich, um z.B Fotos zu bearbeiten und sie in sozialen Medien zu verbreiten. Dieses scheint Gefallen gefunden zu haben:

Erstaunlicherweise traf ich am Sonntag am Flughafen in Oslo noch auf ein Team, das sich auf der Rückreise befand. Schnell entstand dieser Schnappschuß. 


Es zeigt einige Spieler der Teams aus Mozambique und dass man mit einem Smartphone sehr scharfe Bilder machen kann.

Siehe auch:


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