Berichte 29.12.2019 | 23:12von Colin McGourty

Neue Schnellschachweltmeister Carlsen & Humpy | Firouzja holt Silber

Magnus Carlsen besiegte Levon Aronian und Shakhriyar Mamedyarov und beendete damit das zu Ende gehende Jahrzehnt mit seinem dritten Schnellschach-Weltmeistertitel, was seine schachliche Dominanz noch weiter unterstreicht. Hikaru Nakamura entschied sich für ein Remis in der letzten Runde und gewann Bronze, während der 16-jährige Alireza Firouzja nach seiner Silbermedaille 2020 vielleicht noch zu seinem Jahr macht. Humpy Koneru holte Gold bei der Frauen-WM, nachdem sie in einem Stechen gegen Lei Tingjie im Armageddon den Sieg davon trug.

Schachspieler des Jahrzehnts Magnus Carlsen nach seinem Sieg bei der Schnellschach-WM | Foto: Lennart Ootes, Turnierseite

Alle Partien der WM kannst du hier nachspielen:

Und hier kannst du dir noch einmal den Live-Kommentar des Tages aus Moskau anhören:

Lasst uns hier ein paar Rückschlüsse von der 2019er Schnellschach-WM ziehen:

1. Das Carlsen-Jahrzehnt wurde würdig abgeschlossen

Magnus Carlsen übernahm von Veselin Topalov die Führung in der Weltrangliste mit 19 Jahren und zum ersten Mal in der Januarliste 2010:

PlatzNameLandEloPartienGeb.-Jahr
1Carlsen, Magnus2810161990
2Topalov, Veselin280541975
3Anand, Viswanathan279091969
4Kramnik, Vladimir2788161975
5Aronian, Levon2781171982
6Gelfand, Boris2761251968
7Gashimov, Vugar2759211986
8Ivanchuk, Vassily2749131969
9Wang, Yue274981987
10Svidler, Peter2744271976

Es sollte noch drei Jahre dauern, bis er den klassischen Weltmeistertitel gewann. Aber Magnus hat die Schachwelt ein ganzes Jahrzehnt lang dominiert. Jetzt, da die 2010er Jahre sich dem Ende nähern, zeigt er absolut keine Anzeichen einer Abschwächung dieser Dominanz. Zumindest für ein paar Tage hat er die "Dreifach-Krone" als Inhaber der Titel im klassischen, Schnell- und Blitzschach inne, nachdem er die Weltmeisterschaft im Schnellschach mit einem ungeschlagenen Score von +8 gewonnen hat:


Das ist Carlsens elfter WM-Titel binnen 10 Jahren.

Es hätten noch mehr Punkte sein können, nachdem sich Maxime Vachier-Lagrave in der ersten Runde des Finaltages retten konnte. Und Magnus konnte sich über den Ausgang von Partie 2 auch nicht beschweren. Levon Aronian ist einer jener Spieler, die keine Angst haben, gegen den Weltmeister mit offenem Visier zu spielen, und Magnus gab zu, dass es "eine schwierige Partie" war.

Ein Schachturnier in Moskau hat immer das Potential, für Zuschauertrauben zu sorgen | Foto: Lennart Ootes, Turnierseite

Die Taktiken in der Partie arbeiteten dann zu Gunsten von Magnus, nachdem Levon in Komplikationen ein wenig gezockt hatte. Aber der Armenier hätte später ein Remis machen können und hatte bis zuletzt noch Kampfchancen bis zu einem Moment beidseitiger Schachblindheit:


59.Db7+?? Sxb7 war das brutale Ende eines großartigen Kampfs.

Levons grober Fehler gegen Magnus

Manches ist halt schwer zu verkraften! | Foto: Lennart Ootes, Turnierseite

Was dachte Magnus, als er das sah?

Glücklich! Ich hatte zwar das Gefühl, dass ich wahrscheinlich sowieso gewinnen würde, aber es war außer Kontrolle geraten, so dass es nach einer so harten Partie kein besseres Gefühl gibt, als die gegnerische Dame gratis zu gewinnen.

Niemand hatte Magnus nach seinem Remis gegen Maxime eingeholt, da seine engsten Rivalen verloren hatten, während der Sieg über Levon ihm einen vollen Punkt Vorsprung auf das Feld verschaffte. Runde 13 besiegelte praktisch seinen Weltmeistertitel, als er diesen Vorsprung auf 1,5 Punkte ausbaute, indem er gegen Shakhriyar Mamedyarov gewann (Sieg 5 innerhalb von 6 Partien!). Kein anderer an der Spitze konnte ebenfalls gewinnen:

Der Titel hätte mit einer Runde vor Schluss besiegelt werden können, aber Leinier Dominguez erspielte sich ein solides Remis, sodass Magnus in der Schlussrunde noch gegen Hikaru Nakamura Remis spielen musste, um ein Stechen um den ersten Platz zu vermeiden. Am Ende gab es jedoch kein Drama, denn mit einem 22-zügigen Unentschieden gewann er das Turnier mit einem vollen Punkt vor der Konkurrenz.

Aus und vorbei, es ist geschafft! | Foto: Lennart Ootes, Turnierseite

PlatzStartnr.NameFEDEloPunkteTB1 TB2 TB3 
11GMCarlsen MagnusNOR288611,5128,5136,02719
269GMFirouzja AlirezaFID261410,5130,0137,02706
33GMNakamura HikaruUSA281910,5125,5131,52698
48GMArtemiev VladislavRUS275610,5120,5126,02653
56GMAronian LevonARM278410,0130,5136,52684
69GMDominguez Perez LeinierUSA275510,0128,5135,52719
713GMDuda Jan-KrzysztofPOL275110,0128,5135,02693
811GMDubov DaniilRUS275210,0122,5129,52681
94GMKorobov AntonUKR281810,0114,5120,02629
1030GMAnton Guijarro DavidESP270910,0114,5120,02613
1119GMYu YangyiCHN274710,0114,5119,52602

Danach bemerkte Magnus, dass er, obwohl er einige schwierige Positionen hatte, nie wirklich in Gefahr war und "15 Spiele ohne Niederlage zu bestreiten ist etwas, worauf ich sehr stolz bin". Er fasste zusammen:  

Ich fühle mich sehr gut. Ich bin sehr, sehr zufrieden mit der Vorstellung. Ich denke, heute bin ich ziemlich gut damit klargekommen. Mit der Partie gegen Dominguez war ich nicht so glücklich, denn ich wusste, dass dann die letzte Runde sehr schwierig werden würde, da mich jemand, der einen Punkt Rückstand hatte, überholen konnte. Aber es stellte sich heraus, dass Nakamura glücklich war, sich eine mögliche Medaille zu sichern, und dafür bin ich dankbar.


2. Magnus ist nicht einer für falsche Bescheidenheit

Im Interview nach dem Turnier sprach ein glücklicher Magnus Carlsen zur Einschätzung seiner Rivalen:.

Zuerst ein wenig diplomatisch mit einer gewissen Spitze:

Ich würde sagen, dass meine Gegner sehr stark sind, sie sind sehr solide, aber ich denke, einigen von ihnen fehlte vielleicht das gewisse Etwas. Ich denke, viele meiner Gegner waren sehr, sehr glücklich, auf den ersten Plätzen zu landen, um gute Medaillenchancen zu haben, aber ich denke, dass man in so einem Turnier nur gewinnt, wenn man auch wirklich auf Sieg spielt. Ich denke, es gibt hier viele Leute, die gute Leistungen haben, aber sie hätten noch mehr pushen können.

Aber als er dazu gedrängt wurde, wie er in jeder Partie kämpfen konnte, beschloss er, ein ehrliches Urteil zu fällen:

Ich denke, obwohl diese Tage sehr lang sind, ist es möglich, in allen Spielen alles zu geben, aber ich denke, es hilft auch, dass ich besser bin als die anderen! Für mich ist es leichter, auf Gewinn zu spielen. Die anderen riskieren vielleicht mehr, wenn sie das tun. Ich denke, das ist die brutale Wahrheit - dass man sich mehr Risiken leisten kann, wenn man ein bisschen besser ist als die anderen. Vielleicht hatten einige der anderen Jungs, die mehrere kurze Remis eingestreut haben, die optimale Strategie für sich selbst, aber um zu gewinnen, ist es nicht die optimale Strategie, denke ich. Wahrscheinlich, um gut abzuschneiden, ist es keine schlechte Idee, aber auch hier ist es nicht die Art und Weise, wie ich spiele, sondern es liegt zum Teil daran, dass ich es mir leisten kann!

Ein offenes Interview in Moskau | Foto: Lennart Ootes, Turnierseite

3. Gegen Nakamuras Entscheidung ist es schwer, einen Einwand zu finden

Nach Bronze in der Schnellschach-WM geht Hikaru in die Blitz-WM als Nr. 1 der Setzliste | Foto: Lennart Ootes, Turnierseite

Es gab viele Spieler, auf die Carlsen's Worte hätten zutreffen können - zum Beispiel gewann Leinier Dominguez am ersten Tag vier Partien in Folge und folgte dann mit 9 Remis und einem Sieg und Rang 5 am Ende - aber ein Spieler, der nicht auf einen Sieg aus war, war eindeutig Hikaru Nakamura. Das Remis in der letzten Runde hatte ein doppeltes Déjà-vu-Gefühl. Zum einen, weil die Spieler auch in der letzten Runde 2018 mit den gleichen Farben gespielt hatten. Zum anderen, weil beide Spieler aufgrund des Remis damals Daniil Dubov nicht mehr einholen konnten.

Wieder ein geteilter zweiter Platz bei der Schnellschach-WM mit 10,5/15 wie letztes Jahr (wie letztes Jahr Dritter aufgrund des Tiebreaks). Bin mit 13 meiner Partien glücklich (bei der Niederlage gegen Shirov spielte er perfekt und das Nicht-Konvertieren meines Vorteils gegen MVL). Schwer, damit nicht zufrieden zu sein.

Das andere Déjà-vu war, dass die Spieler den Rossolimo-Sizilianer aus ihrer letzten klassischen Partie vom Sinquefield Cup wiederholten. Obwohl 16.Tb1 in dieser Partie eine Verbesserung gegenüber 16.Tf1 war, war der einzige wirkliche Unterschied vielleicht, dass die Spieler mangels Sofia-Regel nach 22 Zügen Remis vereinbaren konnten. Dieses Mal dauerte es nicht bis Zug 30. 

Hätte Nakamura alles für den Sieg geben sollen? Wahrscheinlich nicht! Magnus auf Knopfdruck zu schlagen ist leichter gesagt als getan. Und in finanzieller Hinsicht waren die potentiellen Kosten höher als der Nutzen. Alle Preisgelder werden geteilt, wenn die Punkte in Moskau gleich sind - $60.000 für den 1., $50.000 für den 2., $40.000 für den 3., $30.000 für den Vierten. Hikaru gewann $40.000 für den gemeinsamen 2. Platz. Hätte er Magnus geschlagen, hätte er $55.000 bekommen, während er bei einem Verlust nur $16.625 gewonnen hätte, da das Preisgeld zwischen den Plätzen 3 und 11 aufgeteilt worden wäre.

4. Alireza Firouzja könnte ein zukünftiger Herausforderer sein

Alireza Firouzja ist das heißeste Talenteisen, das die Schachwelt gerade im Feuer hat | Foto: Maria Emelianova, Turnierseite

Als der 16-jährige Alireza Firouzja die mutige Entscheidung traf, die Weltmeisterschaft im Schnellschach unter der FIDE-Flagge zu spielen, hallte sie nicht nur aus politischen Gründen in der Schachwelt nach. Ja, es war ein mutiges Mittel für Alireza, der jetzt in Frankreich lebt, um das Verbot iranischer Spieler gegen israelische Gegner zu umgehen. Aber es war wichtig, weil Alireza derzeit der vielversprechendste Star im Schach ist. Der 16-Jährige hat im klassischen Schach den Klub der 2700er betreten und während er vielleicht in Zukunft noch stagniert wie Wei Yi vor einigen Jahren ist es auch möglich, dass wir im Begriff sind, einen Aufstieg zu erleben, der Spieler wie Vladimir Kramnik und Magnus Carlsen als Teenager an die Spitze gebracht hat.

Es ist kein Geheimnis, dass Alireza im Schnellschach sehr gut ist, denn immerhin hat er in der Schnellschach-Weltmeisterschaft 2018 mit einem halben Punkt Rückstand auf Magnus den 6. Platz erreicht. Und man sieht, zum Beispiel bei seinem ersten Auftritt im Geschwätzblitz Cup, wie schnell er die Varianten berechnet:

In Moskau sah es so aus, als könnte Firouzja ein Opfer seines eigenen Erfolges werden, denn mit Siegen über Korobov und Karjakin am ersten Tag spielte der junge Iraner ein Mini-Superturnier - er traf auch auf Duda, Aronian, Giri, Svidler, Yu Yangyi, Inarkiev, Le Quang Liem, Andreikin, Wang Hao und Mamedyarov, wobei ihm die Niederlagen gegen Duda und Svidler den Wind aus den Segeln genommen zu haben schienen.

Am letzten Tag erholte er sich jedoch wieder, wobei ein kleiner taktischer Trick für den Funken sorgte. Auf den ersten Blick schien Ernesto Inarkiev alles im Griff zu haben, als er mit 28...Qe6 seine Dame zum Abtausch anbot:


Die adleräugige Alireza erspähte 29.Nd6! Nun ist 29...Dxd6 unmöglich aufgrund von 30.Dc8. Die Mehrqualität erwies sich als ausreichend, um die Partie zu gewinnen. Dann folgte Firouzja Carlsen und Aronian und schlug Le Quang Liem, dessen 31...Txe4? zu ehrgeizig war:


32.Txd7! Sxd7 33.De6! mit tödlicher Fesselung, da 33…Kd8 verliert wegen 34.Dxf6+ Ke8 35.De6+ Kd8 36.Sxe5 und Le Quang Liem gab auf.

Dmitry Andreikin stoppte Alireza kurzfristig | Foto: Lennart Ootes, Turnierseite

Nach einem Unentschieden gegen Andreikin und einem Sieg über Wang Hao konnte Firouzja in der Schlussrunde einen dramatischen Sieg über Shakhriyar Mamedyarov erringen. Das bisher beste Ergebnis für Firouzja (und die FIDE!) ist vielleicht nur der Anfang der Dinge, denn der junge Star wird im Tata Steel Masters, das am 11. Januar beginnt, schon früh gegen die Weltspitze auf die Probe gestellt werden.

5. Um Artemiev ist es ruhiger geworden

Vladislav Artemiev ist zurück auf dem Boden der Tatsachen | Foto: Lennart Ootes, Turnierseite

Vladislav Artemiev verpasste den Podiumsplatz, aber in diesem Fall kann man das nicht als Pech bezeichnen. Der talentierte junge Russe war wohl der Spieler der ersten Monate des Jahres 2019, doch seitdem ist es viel ruhiger geworden. Als er mit vier Remis und nur einem Sieg am ersten Tag in Moskau begann, sah es so aus, als ob dies nicht sein Turnier werden würde. Bis zur vorletzten Runde gegen Maxime Vachier-Lagrave, bei dem der Franzose Nr. 1 die ganze harte Arbeit geleistet hat, hatte er nie gegen einen der besten Spieler der Welt gespielt!


Es scheint, dass Maxime die Varianten verwechselt hat, denn nach 13... Dxg2+? 14.Kxg2 Sxe5+ 15.f3 hat er es nie geschafft, eine gute Antwort auf die Frage zu finden, warum er seine Dame für zwei Leichtfiguren geopfert hat. Artemiev beklagte sich nicht, und ein zwölfzügiges Remis n gegen Daniil Dubov in der Schlussrunde reichte aus, um aus dem Nichts den geteilten zweiten Platz zu erringen.

6. Gata Kamsky gewinnt den Giri-Gedächtnis-Preis

Als Gata Kamsky das Turnier mit einem Sieg gegen Vladislav Nozdrachev begann und dann in der zweiten Partie gegen Ivan Popov im Endspiel auf Gewinn stand, war es schwer vorstellbar, was noch folgen würde. Aber am Ende des Turniers hatte der russisch/amerikanische Großmeister das beeindruckende Kunststück vollbracht, 14 Partien hintereinander unentschieden zu spielen - und das im Schnellschach!


7. Humpy Koneru gewinnt ihre erste Weltmeisterschaft

Für Humpy Koneru war es ein unerwarteter Erfolg | Foto: Lennart Ootes, Turnierseite

Während Magnus Carlsen das offene Turnier zwei Runden vor Schluss praktisch gewonnen hatte, war bei den Damen mehr Action angesagt! Vor der Finalrunde war China im Aufwind, mit Lei Tingjie bei 9 Punkten und Tan Zhongyi bei 8,5 vor einem Pack von fünf Spielerinnen mit jeweils 8 Punkten. Beide Chinesinnen hatten jedoch Schwarz und Humpy Koneru gewann eine dramatische Partie gegen Tan Zhongyi. So brauchte Lei Tingjie nur noch ein Remis gegen Ekaterina Atalik, um den alleinigen ersten Platz und 40.000 $ zu erringen. Doch trotz eines wackeligen Mittelspiels war das Endspiel bis 61...Ra6? noch zu halten (61...Rc1!, 61...Rc2! oder 61...Rc4! waren alle ok):


Ekaterina nutzte die Gelegenheit und spielte 62.h5! gxh5 63.Kh4 und von a6 konnte der Turm nicht verhindern, dass Weiß den Bauern gewinnt und den g-Bauern zur Dame führt. Weiß gewann Bauer, Partie und die Bronzemedaille.

Lei Tingjie scheiterte kurz vor der Ziellinie, da sie gegen Ekaterina Atalik den Kürzeren zog | Foto: Lennart Ootes, Turnierseite

Das bedeutete, dass die 22-jährige Lei Tingjie versuchen musste, diese Enttäuschung schnell zu überwinden, da sie ein 3+2 Stechen gegen Humpy Koneru spielen musste, die gegenüber Atalik die bessere Zweitwertung hatte. Aber es stellte sich heraus, dass es Humpy war, die sich nur schwer anpassen konnte, da sie zu langsam spielte und daher auf Zeit verlor. Da sie mit Schwarz auf Abruf gewinnen musste, ging Humpy dann mit der Modernen Verteidigung voll ins Risiko, wurde aber objektiv gesehen überspielt:


29.Se5! jetzt und Lei Tingjie stände weiterhin auf Gewinn, doch sie verlor den Faden mit 29.Kf1? Dg6! und nun stand Schwarz innerhalb kurzer Zeit auf Gewinn und brachte den Vorteil auch nach Hause..

Humpy Koneru schafft es und gewinnt auf Knopfdruck mit Schwarz und erzwingt somit die Armageddon-Partie!

Humpy hatte in der Armageddon-Partie dann Schwarz und war nie in Gefahr, die Partie zu verlieren. Mit einem Remis in Gewinnstellung sicherte sie sich den Titel. Wie sich herausstellte, war es die erste Weltmeisterschaft für die Nr. 3 der Frauen!

Ich habe mir gesagt, dass dies eine weitere Chance ist, Weltmeister zu werden, und dies ist mein erster Weltmeistertitel, also bin ich sehr glücklich und aufgeregt über diesen Sieg... Die Leute haben seit vielen Jahren erwartet, dass ich die klassische Weltmeisterschaft gewinnen würde, aber jedes Mal habe ich in den K.O.-Matches verloren und mein Bestes war die Silbermedaille. Also kann ich mit Sicherheit sagen, dass niemand erwartet, dass ich im Schnellschach gewinnen werde. Ich war im Turnier an 13. Stelle gesetzt und war noch nie so gut im Schnellschach, also war es auch für mich ein unerwarteter Sieg.

Auch der Schachkönig Indiens richtete seine Glückwünsche aus:

8. Die Frauenturniere könnten getrennt voneinander durchgeführt werden

Es gab beinahe einen Tumult im Chat, als das offizielle englische Kommentatorenteam beschloss, sich auf die letzte Runde des Damen-Turniers zu konzentrieren, obwohl das eine absolut natürliche Entscheidung war, wenn es einen Live-Stream für beide Turniere gibt. Während das kürzere Turnier der Frauen zu Ende ging, war es erst die vorletzte Runde des offenen Turniers.

An seinem Geburtstag hatte Evgeny Miroshnichenko viel zu tun! | Foto: Lennart Ootes, Turnierseite

Auf der anderen Seite hätte die vorletzte Runde des offenen Turniers leicht über den Titel entscheiden können, und der Wunsch der Schachfans, die besten Schachspieler der Welt zu beobachten, ist durchaus verständlich (es ist ein anderes Problem, dass aufgrund der verkürzten Bedenkzeit und der vielen Partien sowieso nicht alle Partien kommentiert werden können). Die Frauenturniere werden natürlich weniger kommentiert, wenn sie mit den Open zusammenfallen, so dass sie in einer idealen Welt zu einer anderen Zeit und vielleicht an einem anderen Ort ausgetragen werden - das hätte den Vorteil, dass einige der Top-Spielerinnen in der offenen Meisterschaft mitspielen könnten, ohne auf signifikante potentielle Gewinne verzichten zu müssen.

9. Magnus hat noch etwas vor sich

"Während es im Schach super läuft, ergeht es meinem Fantasy-Team grausig" sagte Magnus. Man merkt, wie schwer es ihm fällt, nicht an Fußball zu denken! | Foto: Lennart Ootes, Turnierseite

Als Magnus gefragt wurde, ob er abends noch etwas Fußball spielen würde, sagte er:

Vielleicht werde ich Fußball spielen, aber vor allem ist der Job für mich erst zur Hälfte erledigt. Ich will auch im Blitz gewinnen, da bleibt keine Zeit, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Wenn ich Fußball spiele, dann nur, weil ich es für eine gute Idee halte, sich vor dem Blitz auszuruhen.

Und er spielte Fußball…

Es ist ein hartes Leben, zu den besten Spielern der Welt zu gehören | Foto: Lennart Ootes, Turnierseite

...mit Beginn der Blitz-WM können wir also einen hungrigen Weltmeister erwarten. Wie zuvor schon gesagt, Magnus hat derzeit alle drei WM-Titel inne, aber ohne den Sieg im Blitzen wird er zu Beginn der 2020er nicht der Weltmeister aller Disziplinen sein. Es geht also um die Führung in der Blitz-Elo-Weltrangliste, den WM-Titel und dass er Nakamura ablösen will. In den nächsten 21 Runden Blitz kann sich also vieles ändern!

Alle Partien kannst du natürlich gewohnt bei uns verfolgen: Offene Blitz-WM | Frauen-Blitz-WM

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