Allgemein 13.08.2020 | 12:05von Fuxia Scholz

MCCT Finals: Carlsen und Nakamura im Finale

Ding Lirens Sieg gegen Magnus Carlsen im ersten Set des Halbfinales der Magnus Carlsen Chess Tour Finals zugunsten Kivas hat viele überrascht. Es gelang dem Weltmeister jedoch, sich zurückzukämpfen. Hikaru Nakamuras Sieg in nur drei Sets sieht im Ergebnis leichter aus als er tatsächlich war. Ein kleiner Rückblick.



Alle Partien zum Nachspielen findest du hier:


Warum hat das Turnier Kiva im Namen?

Kiva ist eine internationale gemeinnützige Organisation, 2005 in San Francisco gegründet mit dem Ziel, den finanziellen Zugang für unterversorgte Gemeinden zu erweitern, damit diese gedeihen können.

chess24 hat sich für das Finale mit Kiva zusammengetan und spendet 50% der Kosten aller neuen Premium-Mitgliedschaften, die während der Veranstaltung erworben wurden, an den Global COVID-19 Response Fund von Kiva. chess24 SEO Sebastian Kuhnert erklärte:

Wir schließen hier den Kreis, indem wir unsere Veranstaltung, die als Reaktion auf die COVID-19-Krise stattfand, nutzen, um die Erholung davon zu unterstützen. Mit der Hilfe von Kiva, die weltweit unglaubliche Arbeit leistet, hoffen wir, dass unser Beitrag und der Beitrag unserer Mitglieder so vielen Menschen wie möglich helfen können.


Henrique Saboia, VP of Growth bei Kiva, kommentierte:

Schach ist eine dieser universellen Sportarten, die unsere Kreditgeber und Kreditnehmer auf der ganzen Welt genießen. Wir sind gespannt auf das Grand Final und freuen uns noch mehr darauf, wie Schachfans auf der ganzen Welt kleine Unternehmen dabei unterstützen, die Auswirkungen von COVID-19 zu überwinden. Viel Glück an alle Teilnehmer!


Der Preisfonds, insgesamt 300.000 $ teilt sich so auf:



Dubov - Nakamura

Dieses Match begann mit einem Schock für Nakamura: In der ersten Partie, einer Nimzo-Indischen Verteidigung/Drei-Springer-Variation, musste er sich nach 17 Zügen geschlagen geben.


10.…Sxd5? ludt Weiß zum Angriff ein.


Nach 10…Sxd5? 11.e3 Da5 (10…Dx5 11.a3 Lxc3 12.bxc3 ist der übliche Fortgang in der Position) schien Schwarz sehr viel Druck auf c3 auszuüben … aber Dubov drehte das Blatt schnell um. 12.Ld3 Td8? (noch ein fragwürdiger Zug, e5 wäre viel besser gewesen) 13.0-0 Sxc3 14.Dh5! und hier hatte Schwarz einfach nicht genug Material um den König, um den Angriff abzuwehren.



14…Lf8 hielt zwar den h-Bauern, aber nach 15.Txc3 e5? (15…Dd5 16.f4! gxf4 17.Dg4 wäre ein kurzer Aufschub gewesen) 16.Lc4 Dc7 17.Lxe5! war die Stellung nicht mehr zu retten.

Nakamura kam jedoch in der nächsten Partie zurück, und nach einigem Hin-und-Her ging das erste Set ins Blitz, wo Nakamura ein langes Turm-Endspiel schließlich gewann — und damit auch das Set.

Das zweite Set ging noch deutlicher an Nakamura: zwei Remise, zwei Siege, vorbei. Im dritten Set sahen wir drei Remise und nur eine Partie mit einem Sieg — wieder für Nakamura, der damit sein Halbfinale in der Tasche hatte. 

50 % des Preises einer Premium-Mitgliedschaft gehen an Kiva — helft uns, ein Zeichen zu setzen!


Carlsen - Ding Liren

Auch hier entsprach der Anfang nicht dem Ende — allerdings zog sich dieser Anfang über das ganze erste Set hin, das Ding Liren gewann! Es gab, wie wir es inzwischen bei Ding Liren kennen, ein paar technische Probleme, und einmal übersah Carlsen, dass er am Zug war, und er verlor auf Zeit. Kurios war die vierte Partie, in der beide am Ende mehr Zeit auf der Uhr hatten als zu Beginn!

Das erste Set ging bis ins Armageddon, das Ding Liren in einer sicheren Gewinnstellung mit Schwarz per Dauerschach ins Remis zwang.

Ganz anders verlief das zweite Set: Zwei Siege für Carlsen, ein Remis — mit minimalem Aufwand erledigt. Im dritten sahen wir das gleiche in umgekehrter Reihenfolge, und somit ging Carlsen mit einer Führung von 2:1 ins vierte.

Dies begann mit mit zwei sehr scharfen Partien, bei denen jeder der Kontrahenten einen Punkt holen konnte, gefolgt von zwei Remisen, und somit ging das Set ins Blitzen. Wieder ein Remis und dann hatten wir diese Situation …



45.Dc8+ Kh7 46.Kg4 hätte Ding noch eine Chance gegeben, aber in enormer Zeitnot spielte er sofort 45.Kg4, das Carlsen mit f5! beantwortete. Das Matt ließ Ding sich nicht mehr zeigen.

Das Finale: Carlsen gegen Nakamura



Im Finale werden bis zu sieben Sets gespielt. Wer zuerst vier gewinnt, der gewinnt auch das Turnier und obendrein 140.000 $! Wir freuen uns auf ordentlich Action, wenn die beiden einander wieder begegnen: Im Finale des Magnus Carlsen Invitational gewann Carlsen sehr knapp, und im Halbfinale der Lindores Abbey Rapid Challenge revanchierte sich Nakamura mit einem Sieg im Armageddon.

Am Freitag 16 Uhr geht es los. Jan Gustafsson und Rustam Kasimdzhanov werden wieder die Partien  kommentieren und eure Fragen beantworten. Es lohnt sich also, live dabei zu sein!


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