Allgemein 30.11.2017 | 11:18von Colin McGourty

Die Schachwelt blickt nach London

Magnus Carlsen wird im kommenden Jahr seinen WM-Titel in London verteidigen, doch die britische Metropole steht schon ab morgen wegen der Grand Chess Tour im Mittelpunkt des Interesses. Vor dem letzten Wettbewerb liegt der Weltmeister in Führung, aber Maxime Vachier-Lagrave kann mit einem ungeteilten Sieg zumindest einen Stichkampf erzwingen. Bevor es richtig ernst wird, findet heute noch der Pro-Biz Cup statt, bei dem Geschäftsmänner im Duett mit Stars wie Garry Kasparov gegeneinander antreten. Außerdem kämpfen bei der Britischen K.O.-Meisterschaft Nigel Short & Co. um eine Siegprämie von £20.000.

Auch dieses Jahr wird die Grand Chess Tour mit den London Chess Classic gekrönt! | Bild: Offizielle Turnierseite

Die WM findet 2018 in London statt

Seitdem es der spanische Schachjournalist Leontxo García vergangenen Monat in El País ausgeplaudert hat, war es ein offenes Geheimnis, doch nun wurde offiziell bestätigt, dass Magnus Carlsen seinen WM-Titel vom 9.-28. November 2018 in London verteidigen wird. Da Agon offenbar keine neuen Sponsoren gefunden hat, beträgt der Preisgeldfonds 1 Million Euro. Ein konkreter Austragungsort wurde nicht angegeben.

Magnus’ Gegner wird im März beim Kandidatenturnier in Berlin ermittelt, der Weltmeister und sein Herausforderer tragen ein zwölfrundiges Match aus. 

Die ganze Schachwelt wird also nächstes Jahr nach London blicken, doch das tut sie auch schon heute und in den nächsten Tagen!

Saisonfinale

Die neunte Austragung der London Chess Classic bietet wieder einmal die stärksten Großmeister der Welt auf. Los geht es am 1. Dezember, die Paarungen wurden bereits ausgelost:

Kommentieren werden das Geschehen einmal mehr Yasser Seirawan, Jennifer Shahade, Maurice Ashley und Cristian Chirila, ihr könnt die gesamte Action live auf chess24 verfolgen.

Die Spieler bedürfen keiner Einführung. Neben den neun Teilnehmern der Grand Chess Tour wird die englische Nummer 1 Mickey Adams an den Start gehen. Wie beim Sinquefield Cup werden 9 Runden mit 100 Minuten für 40 Züge sowie 60 Minuten für den Rest der Partie mit 30 Sekunden Verzögerung ab dem 1.Zug ausgetragen. Allein für das Turnier in London gibt es insgesamt $300.000 und $75.000 für den ersten Platz zu gewinnen.   

Das ist aber noch nicht alles, da auch der Gesamtsieger der Grand Chess Tour ermittelt wird. Hier erhält der Sieger $100.000 und der Zweite $50.000. Und das ist der aktuelle Zwischenstand:


Nur drei Spieler haben noch Siegchancen, wobei Levon Aronians Hoffnungen nach einem tollen Jahr angesichts von 9 Punkten Rückstand doch sehr gering sind – Carlsen dürfte höchstens Siebter und MVL höchstens Vierter werden, damit der Armenier noch den Gesamtsieg erringt. Wird MVL dagegen alleiniger Erster, muss Carlsen auf jeden Fall Zweiter werden, um einen Stichkampf zu erzwingen. 

Sergey Karjakin und Hikaru Nakamura können zumindest theoretisch noch in den Kampf um den zweiten Platz eingreifen, außerdem geht es neben dem finanziellen Anreiz um die Qualifikation für die Grand Chess Tour im kommenden Jahr.

Neuer Austragungsort

Der Spielplan hinterlässt auf den ersten Blick einen etwas seltsamen Eindruck, da direkt nach der 1.Runde am morgigen Freitag ein Ruhetag eingelegt wird, ehe es von Sonntag bis Mittwoch mit den Runden 2 bis 5 weitergeht. Die Erklärung ist jedoch, dass die 1.Runde in der Firmenzentrale von Google stattfindet, ehe das Feld ins Olympia Conference Centre weiterzieht.   

Auch das Pro-Biz-Turnier findet bei Google statt. Dort treten am Donnerstag acht Geschäftsmänner gemeinsam mit einem Weltklasseprofi gegeneinander an. Garry Kasparovs Partner ist FIDE-Meister und ehemaliger britischer U14-Meister. Hier die Duos:  

  1. Demis Hassabis & Mickey Adams
  2. Chris Flowers & Magnus Carlsen
  3. Justin Baptie & Levon Aronian
  4. Terry Chapman & Garry Kasparov
  5. Lee Green & Hikaru Nakamura
  6. Rajko Vujatovic & Ian Nepomniachtchi
  7. Ali Mortazavi & Dave Norwood
  8. Gilles Betthauser & Maxime Vachier-Lagrave  

Es werden drei Runden im Schweizer System ausgetragen, die Bedenkzeit beträgt 20+5 und die Spieler eines Teams ziehen abwechselnd. Die Profis beginnen, Beratung ist in der laufenden Partie nur zweimal während einer einminütigen Beratungspause erlaubt.

Alle Partien des Pro-Biz Cup könnt ihr am Donnerstag ab 12:30 CET live auf chess24 verfolgen.  

Short verteidigt seinen Britischen K.O.-Meistertitel

Parallel zu den London Chess Classic finden viele weitere Turniere statt, wie das London FIDE Open, das Super Blitz Open, die London Chess Conference und diverse Simultanauftritte von John Nunn und Jon Speelman. Das wichtigste Turnier außer den Classics ist aber sicherlich die Britische K.O.-Meisterschaft, bei der dem Sieger £20.000 winken.  Sie wird vom 1.-9. Dezember ausgetragen und weist ein starkes Spielerfeld auf.

Nur Luke McShane und Alan Merry waren noch nie Britischer Meister | Fotos: Offizielle Turnierseite

Jedes Match besteht aus zwei Turnierpartien (90 Minutes für alle Züge + 30-Sekunden Zeitgutschrift) und wenn nötig zwei Schnellpartien (10+2) sowie einem Armageddon mit 6 Minuten für Weiß und 4 für Schwarz, wobei Schwarz mit einem Remis weiterkommt. Im Finale wird die Anzahl der Partien verdoppelt.

Hier die Auslosung der ersten Runde:

Alle Partien könnt ihr am Freitag ab 12 Uhr live auf chess24 verfolgen.

Das ist auch mit unseren kostenlosen Apps möglich:

         

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