Allgemein 05.06.2014 | 15:39von chess24 staff

Die Schacholympiade findet statt!

Falls du einer der Spieler, Trainer oder Journalisten bist, der im August zur Schacholympiade nach Norwegen reisen möchte, dann folgt jetzt das Signal, auf das du gewartet hast, um das Ticket zu buchen! Die Veranstalter erhalten 1,5 Millionen Euro an staatlicher Unterstützung, um die Finanzierungslücke zu schließen. Unser norwegischer Korrespondent Tarjei J. Svensen berichtet aus Oslo.

von Tarjei J. Svensen (im Original auf Englisch)

57 Tage vor Beginn der Spiele erfolgte endlich die offizielle Bestätigung, dass die Schacholympiade stattfinden wird!

Wie chess24 in verschiedenen Artikeln innerhalb der letzten zwei Monate berichtete, kämpften die Veranstalter der Schacholympiade mit finanziellen Problemen, so dass sie sogar mit dem Ausfall der größten Schachveranstaltung der Welt drohten, falls sie keine weiteren 15 Millionen Norwegische Kronen (ungefähr 1,8 Millionen Euro) erhalten würden.

In unserem Artikel vom 19. Mai berichteten wir, dass die norwegische Regierung sogar eine Rettungsaktion ausschloss.

Letztendlich erhält die Schachwelt die Nachricht, auf die sie sehnsüchtig gewartet hat - die norwegische Regierung hat ihre Unterstützung zugesichert!

12 Millionen Kronen

Das Tromsøer Lokalblatt Nordlys veröffentlichte es zuerst. Gemäß ihrer Quellen, die inzwischen bestätigt wurden, unterstützen die im Parlament vertretenen norwegischen Parteien eine zusätzlche Finanzierung von 12 Millionen Kronen (ungefähr 1,5 Millionen Euro). Diese Summe wird am 13. Juni im Haushaltsplan offiziell verabschiedet. 

Die Vereinbarung unter den Parteien bestätigte der Tromsøer Abgeordnete Øyvind Korsberg von der Fortschrittspartei.

Es spricht alles dafür, dass wir eine deutliche Mehrheit für eine zusätzliche finanzielle Unterstützung von 12 Millionen Kronen für die Schachomypiade haben. Die Arbeitspartei, die Fortschrittspartei, die Liberalen und die Christliche Partei bilden die Mehrheit.

Korsberg machte gegenüber Nordlys deutlich, wie wichtig diese Veranstaltung für die gesamte Nation sei: 

Seit dem frühen Morgen bin ich stark involviert in diesen Fall. Es ist unglaublich wichtig, diese Veranstaltung stattfinden zu lassen, für Tromsø, Nord-Norwegen und für Norwegen insgesamt.

Ministerpräsidentin twittert über die Olympiade

Vor einigen Tagen kündigte die Arbeitspartei, die größte Fraktion im norwegischen Parlament, an, dass sie das notwendige Geld zusichern möchte. Ein Statement des bekannten Abgeordneten Jonas Gahr Støre auf Twitter unterstrich die Absichten: 

Jonas Gahr Støre: "Ich freue mich die Eröffnungsfeier der Schacholympiade zu besuchen. Die Arbeitspartei möchte die Veranstaltung absichern. Wird die Regierung folgen?"

Magnus Carlsen zeigt der norwegischen Ministerpräsidentin ein bißchen Schach | Foto: Tarjei J. Svensen

Gahr Støres Nachricht auf Twitter erschien einen Tag nachdem die Norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg auf eine Diskussion über Kürzungen der Regierung für Nord-Norwegen antwortete. Der Tweet schaffte es sogar auf die Titelseite.

Erna Solberg: “Nun ja, ist es eine Kürzung, wenn die Schacholympiade mehr kostet als veranschlagt und nicht automatisch zusätzliche finanzielle Mittel erhält?"

12 Millionen "auf dem Weg zu 15 Millionen"

Der zugesicherte Betrag ist 3 Millionen NOK (ungefähr 360,000 Euro) geringer, als der Präsident des Norwegischen Schachverbands Jøran Aulin-Jansson gefordert hatte, damit die Schacholympiade auf jeden Fall stattfinden kann. 

Aulin-Jansson äußerte sich aber gegenüber der Stavanger Zeitung Aftenbladet:

12 Millionen sind auf dem Weg zu 15 Millionen, so dass wir jetzt absolut sicher sind, dass die Schacholympiade stattfinden wird.

Hans Olav Karde, Präsident des Tromsø 2014-Gremiums sprach mit dem norwegischen Fernsehsender NRK:

Wir müssen immer noch nach Sponsoren für die restlichen 3 Millionen suchen, aber jetzt haben wir so einen Rückenwind, dass wir es schaffen werden.

Aulin-Jansson, den Carlsens Manager Espen Agdestein kritisierte, weil er unter den 181 registrierten Nationen eine starke Ungewissheit verursachte, war offensichtlich erleichtert über die Neuigkeiten:

Wir sind dankbar und froh. Es war eine blöde Situation. Insbesondere als die Neuigkeiten die gesamte Schachwelt erreichten, herrschte große Ungewissheit. Viele Nationen haben sich registriert und organisieren ihre Reise, um teilzunehmen. Außerdem stand uns die FIDE auf den Füßen.

Auf die Frage, wie die FIDE reagierte, äußerte sich Aulin-Jansson:

Ich hatte keinen Kontakt bis jetzt, aber wir haben eine Liveübertragung (Norway Chess), die auf der ganzen Welt gesehen wird, über die ich die guten Neuigkeiten verbreitet habe.

Wenn 1500 Schachspieler aus 181 Nationen ihre Pläne für August aufgrund eines Ausfalls der Veranstaltung hätten ändern müssen, wäre das ein Desaster gewesen. Von Aftenbladet darauf angesprochen antwortete Aulin-Jansson:

Das wäre mehr als peinlich gewesen - es wäre für Norwegen als Organisator solcher Veranstaltungen verheerend gewesen.

Jetzt ist aber der richtige Zeitpunkt gekommen, um das Ticket für Tromsø zu buchen - noch 57 Tage!

Die deutsche Damengroßmeisterin und chess24-Autorin Melanie Ohme ist eine der offiziellen Olympiade-Botschafterinnen!  

Siehe auch: 


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