Allgemein 17.02.2018 | 17:47von Carlos Colodro

Die Kandidaten: Wesley So

Das Kandidatenturnier 2018 wird vom 10.-28. März in Berlin ausgetragen. Der Sieger spielt danach im November in London ein Match gegen Magnus Carlsen um den Weltmeistertitel. Wir betrachten alle Kandidaten und analysieren dabei seine bisherigen Ergebnisse in vergleichbaren Turnieren und seine Resultate 2017 und 2018. Nun der jüngste Teilnehmer, Wesley So.


Wesley So ist derzeit Nummer 4 der Weltrangliste mit Elo 2799. Er qualifizierte sich für das Kandidatenturnier 2018 aufgrund des Eloschnitts in den 12 offiziellen Listen 2017. Nun ein Überblick über seine grössten Erfolge der letzten Jahre:


So gewann die achte Auflage des Bilbao Chess Masters im Oktober 2015 nach Stichkampfsieg gegen Anish Giri. Erwähnenswert ist, dass der andere Debütant im Kandidatenturnier Ding Liren damals ebenfalls mitspielte.

Wesley dankt seinen Sprung in die Weltelite hervorragenden Ergebnissen im zweiten Halbjahr 2016: Siege bei den beiden letzten Turnieren der Grand Chess Tour - Sinquefield Cup und London Chess Classic. Damit sicherte er sich natürlich den ersten Platz in der anspruchsvollsten Turnierserie der Schachszene - und ausserdem insgesamt 295.000$ Preisgeld.

Sein nächster Streich war der Sieg beim 2017 Tata Steel Masters, wo er mit überzeugenden 9/13 Magnus Carlsen auf den zweiten Platz verwies. Zu diesem Zeitpunkt wurde gesagt, dass der Amerikaner vielleicht de fakto der weltweit beste Schachspieler ist.

Der Weg nach Berlin

Hier zeigen wir die Ergebnisse aller Kandidaten in Turnieren mit klassischer Bedenkzeit 2017 and 2018: 


So begann das Jahr stark mit Siegen bei Tata Steel Masters und der US-Meisterschaft - nach Stichkampfsieg gegen Alexander Onischuk - sowie einem guten zweiten Platz beim Gashimov Memorial.

Die Überraschung des Jahres - für einen Spieler mit seinem soliden Ruf - war sein Ergebnis beim Sinquefield Cup, wo er insgesamt vier Partien verlor. Danach zeigte der Amerikaner allerdings wieder seine Klasse durch sehr respektable Resultate in London and Wijk aan Zee (in London blieb er ungeschlagen, in Wijk aan Zee verlor er nur gegen Carlsen).

Tiebreaks im Weltcup sind: 1) Direkter Vergleich, 2) meiste Siege, 3) Sonneborn-Berger. Nur im unwahrscheinlichen Fall, dass alle Tiebreaks identisch sind, gibt es einen Stichkampf mit Schnell- und Blitzschach. Angesichts der gestiegenen Bedeutung von Schnell- und Blitzschach für die Weltelite ein Blick auf entsprechende Ergebnisse der Kandidaten letztes Jahr: 


Wesley sagte mehrfach, dass er sich mit klassischer Bedenkzeit wohler fühlt. Dennoch hatte er vereinzelt gute Ergebnisse mit verkürzter Bedenkzeit. 2017 gewann er den Schnellschach-Teil der Leuven Grand Chess Tour (vor Carlsen) und besiegte den Blitz-Spezialisten Leinier Dominguez beim St. Louis Champions Showdown.

Zum Schluss ein Blick auf die Elo-Entwicklung von Wesley So in den letzten 14 Monaten:



Siehe auch:


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