Allgemein 12.02.2018 | 14:53von Carlos Colodro

Die Kandidaten: Sergey Karjakin

Das Kandidatenturnier 2018 wird vom 10.-28. März in Berlin ausgetragen. Der Sieger spielt danach im November in London ein Match gegen Magnus Carlsen um den Weltmeistertitel. Wir betrachten alle Kandidaten und analysieren dabei seine bisherigen Ergebnisse in vergleichbaren Turnieren und seine Resultate 2017 und 2018. Zu Anfang der letzte WM-Herausforderer, Sergey Karjakin.

In Kandidatenturnieren

Der Russe ist derzeit Nummer 13 der Weltrangliste mit Elo 2763. Sergey qualifizierte sich für das Kandidatenturnier als Herausforderer von Magnus Carlsen bei der Schach-WM 2016. In zwei Kandidatenturnieren hatte er zwei sehr gute Ergebnisse:



Für das Turnier in Khanty-Mansiysk 2014 qualifizierte Karjakin sich erst, nachdem Kramnik das Finale des Weltcups 2013 erreichte (und gewann), und belegte dann Platz zwei. Karjakin hatte 3 Siege und 2 Niederlagen. Seine bemerkenswerteste Partie war der Schwarzsieg gegen Svidler in der achten Runde.

In Moskau 2016 bekam Sergey dann den Spitznamen "Minister of Defense" (Verteidigungsminister), da er mehrfach schlechte Stellungen Remis halten konnte. In einem spannenden Finale besiegte er Caruana und erzielte so 8.5/14 - das Ticket zum WM-Match gegen Carlsen in New York.

Der Weg nach Berlin

Hier zeigen wir die Ergebnisse aller Kandidaten in Turnieren mit klassischer Bedenkzeit 2017 and 2018: 


Wie Ihr seht hatte Karjakin ein ausgeglichenes Jahr, Plätze etwa im Mittelfeld bei fast allen Turnieren. Die Ausnahmen sind seine enttäuschenden Ergebnisse bei Altibox Norway Chess und London Chess Classic

Trotz oft sehr guter Resultate bei früheren Weltcups schied Karjakin diesmal bereits in der zweiten Runde aus (gegen Landsmann Dubov). Dagegen war er Teil von Team Globus, das beim letzten European Club Cup Gold gewann.

Tiebreaks im Weltcup sind: 1) Direkter Vergleich, 2) meiste Siege, 3) Sonneborn-Berger. Nur im unwahrscheinlichen Fall, dass alle Tiebreaks identisch sind, gibt es einen Stichkampf mit Schnell- und Blitzschach. Angesichts der gestiegenen Bedeutung von Schnell- und Blitzschach für die Weltelite ein Blick auf entsprechende Ergebnisse der Kandidaten letztes Jahr: 


Karjakins beste Ergebnisse kamen offensichtlich mit verkürzter Bedenkzeit - vor allem der Sieg im Blitz-Unterturnier von St. Louis Rapid and Blitz sowie Platz 2 bei der Blitzschach-WM in Riad.

Zum Schluss ein Blick auf Karjakins Elo-Entwicklung der letzten 14 Monate:



Siehe auch:


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