Allgemein 18.02.2018 | 10:44von Carlos Colodro

Die Kandidaten: Alexander Grischuk

Das Kandidatenturnier 2018 wird vom 10.-28. März in Berlin ausgetragen. Der Sieger spielt danach im November in London ein Match gegen Magnus Carlsen um den Weltmeistertitel. Wir schauen uns alle Kandidaten an und analysieren dabei ihre bisherigen Ergebnisse in vergleichbaren Turnieren und ihre Resultate in den Jahren 2017 und 2018. Weiter geht es mit dem stets gefährlichen Alexander Grischuk.

Abschneiden in Kandidatenturnieren

Grischuk ist mit einer Elo von 2767 aktuell die Nummer 12 der Weltrangliste. Für das Kandidatenturnier qualifizierte er sich durch seinen zweiten Platz beim FIDE Grand Prix, wo er in 27 Partien keine einzige Niederlage hinnehmen musste. Er nimmt zum vierten Mal an einem Kandidatenturnier teil – bei zwei seiner drei früheren Anläufe wurde die Entscheidung im K.O.-Format herbeigeführt:


2007 schlug Grischuk in Elista seine Landsmänner Vladmir Malakhov und Sergei Rublevsky und sicherte sich einen der vier Plätze im achtrundigen WM-Turnier, das im selben Jahr in Mexico City ausgetragen wurde. Dort verlor er fünf seiner sieben Schwarzpartien und wurde Letzter (mit Weiß schlug er Gelfand und Morozevich).

2011 verlor Grischuk in Kazan die letzte Partie des Kandidatenfinales gegen Boris Gelfand, nachdem er zuvor Levon Aronian und Vladimir Kramnik eliminiert hatte. Grischuk nahm damals den Platz von Magnus Carlsen ein, der auf eine Teilnahme verzichtet hatte.

Beim Kandidatenturnier in London 2013 wurde Grischuk Fünfter. Bei seinen 6,5/14 schlug er Ivanchuk und verlor gegen Carlsen und Kramnik. Qualifiziert hatte er sich durch einen 2.Platz beim Weltcup 2011 (Peter Svidler gewann das Finale gegen ihn).

Sein Weg nach Berlin

Hier Grischuks Ergebnisse in Turnieren mit klassischer Bedenkzeit in den Jahren 2017 und 2018:


Außer einem Match gegen den Chinesen Yu Yangyi in dessen Heimat und dem Weltcup in Tiflis nahm Alexander Grischuk nur an Mannschaftswettbewerben und dem FIDE Grand Prix teil. Insgesamt spielte der Russe dabei 70 Partien und verlor nur einmal – bei der Mannschafts-EM gegen Mamedyarov. Auf diese Weise behauptete er seine hohe Weltranglistenposition.

Seine solide Leistung beim Grand Prix zeigt, dass er mit anderen Weltklassespielern wie Aronian, Mamedyarov, Vachier-Lagrave und Giri auf Augenhöhe ist, während das starke Abschneiden bei der Russischen Mannschaftsmeisterschaft und in der Chinesischen Liga beweist, dass er gegen etwas schwächere Spieler öfter Siege erzielt.

Die Reihenfolge der Wertungen sieht beim Weltcup so aus: 1) Direkter Vergleich, 2) meiste Siege, 3) Sonneborn-Berger. Nur im unwahrscheinlichen Fall, dass alle Wertungen identisch sind, gibt es einen Stichkampf mit Schnell- und Blitzschach. Angesichts der gestiegenen Bedeutung von Schnell- und Blitzschach für die Weltelite hier noch ein Blick auf die entsprechenden Ergebnisse Grischuks im letzten Jahr: 


Grischuk wurde dreimal Blitz-Weltmeister und hat mehr als einmal bewiesen, dass er bei kürzeren Bedenkzeiten noch stärker als im normalen Turnierschach ist. Vergangenes Jahr erzielte er seine besten Resultate bei den Schnellschachturnieren der Grand Chess Tour in Paris und der IMSA Mind Games in China, wo er nur wegen schlechterer Wertung hinter seinem Landsmann Vladislav Artemiev auf Platz 2 landete.

Schauen wir uns zum Schluss Grischuks Elo-Entwicklung der letzten 14 Monate an:



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