Berichte 30.04.2019 | 21:36von Colin McGourty

7 Schlussfolgerungen aus den GRENKE Chess Classics 2019

Der Weltmeister Magnus Carlsen hat in der letzten Runde auch noch Maxime Vachier-Lagrave geschlagen und gewinnt die GRENKE Chess Classic mit sage und schreibe 7,5/9, was ihn auf eine aktuelle Elo von 2875,2 katapultiert. Im Anschluss erklärte Magnus, dass ein Rating von 2900 Punkten zumindest "halb-erreichbar" geworden ist. Fabiano Caruana beendete das Turnier als klarer Zweiter mit 1,5 Punkten Rückstand, während Arkadij Naiditsch den dritten Platz nach einem Schlussrundensieg über Georg Meier eroberte. Wir schauen uns 7 Schlussfolgerungen an, die wir von dem Turnier ziehen können.

Magnus Carlsen mit der CEO der GRENKE AG, Antje Leminsky, während der Siegerehrung | Foto: Eric van Reem, GRENKE Chess

Alle Partien der GRENKE Chess Classic 2019 kannst du hier nachspielen:

Und eine kurze Zusammenfassung der letzten Runde liefert natürlich unser Jan Gustafsson, der im folgenden Video zu Eric van Reem spricht (und von dieser Stelle aus noch einmal ein großes Dankeschön an die Männer und Frauen hinter E&R Solutions für die qualitativ hochwertigen Videos des Turniers):

Und nun direkt zu den Schlussfolgerungen:

1. Fabiano Caruana hat das Turnier gewonnen

Fabiano Caruana konnte zwar nicht an seine 4 Siege aus 2018 anknüpfen, aber drei Siege und keine Niederlage bei einer Performance von 2839 Punkten ist die Art, mit der man normalerweise Superturniere gewinnt. Er hat einen ganzen Punkt mehr als die Nächstplatzierten Arkadij Naiditsch und Maxime Vachier-Lagrave. Und auch wenn er keinen Spieler mit mehr als 2700 Elo geschlagen hat, konnte er Magnus in der Eröffnung in Bedrängnis bringen, bevor er sich hartnäckig verteidigen musste, um das Remis zu retten. Fabiano bedauerte ein wenig seinen langsamen Start, der ihn auch bei der US-Meisterschaft davon abgehalten hatte, erfolgreicher zu sein. Dort konnte er trotz 4 Siegen und keiner Niederlage nicht mehr als den zweiten Platz für sich reklamieren.

Magnus sagte, Fabi sei immer noch "sehr, sehr gut" und die klare Nummer 2 der Welt | Foto: Eric van Reem, GRENKE Chess

Fabiano ging mit der mathematischen Chance, ein Playoff gegen Magnus erzwingen zu können, in die finale Runde. Aber es war bereits sehr früh absehbar, dass seine Partie gegen Levon Aronian einem eher unspannenden Remis entgegen ging. Der Herausforderer des Weltmeister erklärte tags zuvor, dass er bereits jede Hoffnung auf den Turniersieg aufgegeben habe, da er die Chancen, dass Magnus verlieren würde, als sehr gering einschätzte:

Ich glaube nicht, dass irgendeine Katastrophe passieren wird. Magnus' Gegner stürzen sich derzeit gegen ihn mehr oder weniger immer selbst ins Schwert!


2. Magnus Carlsen gewinnt die Machtdemonstration!

Als Magnus sah, dass die Partie zwischen Caruana und Aronian dem Remis entgegen ging, wusste er, dass selbst eine Niederlage ihn nicht mehr davon abhalten könnte, die GRENKE Chess Classic 2019 zu gewinnen | Foto: Oliver Koeller

Und in der Tat war es so, wie Fabiano prophezeit hatte: Maxime Vachier-Lagrave stieß sich selbst ins eigene Schwert. Die französische Nummer 1 warf in der folgenden normalen Stellung aus einer Englischen Eröffnung heraus plötzlich einen Bauern über Bord:


10…b5?! war ein Zug, von dem jeder Schwierigkeiten hatte, ihn zu verstehen. Peter Leko merkte an, dass das gleiche ab und an bei Garry Kasparov auftratet, wenn dieser einen Lauf hatte. Dann spielten seine Gegner auch reihenweise unter ihren Möglichkeiten. Auch andere Theorien gab es:

Eugene Perelshteyn: Warum hat MVL einen Bauern geopfert? a) Französischer Mut, b) Er glaubt, das Wolga-Benkö-Gambit zu spielen, c) Magnus braucht noch ein paar Elo-Punkte, um 2900 zu erreichen

Drunk Duck: Klassische Strategie gegen Magnus, zuerst in eine schlechtere Stellung und dann in Zeitnot kommen, beginnen, sich Löcher zu machen und dann aufgeben.

Magnus selbst sagte zu Jan und Peter während unserer Live-Show:

Nach der Partie sagte MVL, dass es einfach spontan war. Manchmal tut er das, dann trifft er impulsive Entscheidungen. Er gibt sehr gerne Bauern für die Initiative auf, nur das Problem ist, dass es hier gar keine Initiative gibt - es ist einfach ein glatter Mehrbauer!

Magnus fügte hinzu, dass die Müdigkeit ihm in die Hände spielte (um das festzuhalten: Maxime spielte nach 2:25 Minuten 10...b5 und Magnus nahm den Bauern nach 2:03 Minuten):

Wenn ich heute in bester körperlicher Verfassung gewesen wäre, hätte ich vermutlich lange nach b5 nachgedacht, um seinen Plan zu verstehen. Aber jetzt dachte ich, ich nehme einfach den Bauern und denke danach! Es sieht aus wie ein gratis Bauer, also überlege ich nur eine Minute und nehme ihn dann.

Was folgte, mag von beiden Seiten nicht perfekt gewesen sein, aber die Partie endete logisch mit dem Sieg für Magnus, der damit seine vierte Partie in Folge und die sechste insgesamt in diesen Turnier gewann. Dann konnte er den Turniersieg mit 1,5 Punkten Vorsprung und einer Performance von 2984 beanspruchen.

Es war wirklich eine Machtdemonstration und wenn irgendwas noch hätte besser laufen können, dann wäre es die Partie gegen Vishy Anand gewesen. Dort hätte Magnus den Gewinn sicherlich auch noch gefunden, wenn er nicht irrigerweise angenommen hätte, dass der Zug, den er spielte, ebenfalls zum Gewinn führt.

3. Ist 2019 das Jahr des besten Schachspielers aller Zeiten?

Magnus Carlsen spielte 2019 wie ein Tier und vielleicht in diesem Jahr bisher wie der beste Schachspieler aller Zeiten | Foto: Georgios Souleidis, GRENKE Chess

Es ist schwer, sich heute vorzustellen, dass Magnus Carlsen sich zuletzt in klassischen Turnieren so schwer getan hat. Das Norway Chess Turnier 2017 bildete dabei einen Tiefpunkt, als er gegen Aronian und Kramnik verlor und nur glücklich spät gegen Karjakin gewann, sodass der Weltmeister den letzten Platz gerade noch so vermeiden konnte. Er beklagte:

Es war ein eigenartiges Gefühl. Es gelang mir irgendwie, mich für jede Partie zumindest ein wenig aufzubauen, aber das verschwand dann wieder sehr schnell... Ich weiß im Grunde, dass ich spielen kann, aber ich bin von meiner Fähigkeit, Partien zu gewinnen, nicht so überzeugt.

Auch wenn das ein ungewöhnliches Tief für Magnus war, konnte er an die Höhen vergangener Tage kaum noch anschließen. Und die zwölf Remis in Serie in dem WM-Kampf gegen Caruana waren ebenfalls natürlich frustrierend. Auch die ersten vier Partien in diesem Jahr in Wijk aan Zee endeten alle mit Remis, sodass Magnus mit dem unerwünschten Rekord von 21 Remis in Serie Gefahr lief, seinen Status als Nummer 1 der Welt an Fabiano Caruana zu verloren. Doch dann erschaffte Jorden van Foreest ein Monster!










Oder wie Magnus es kommentierte: "seitdem hat es einfach Klick gemacht." Magnus gewann die nächste Partie im Anschluss ebenfalls und alle seine restlichen Weißpartien in Wijk aan Zee. Am Ende nahm er 9 Elo mit nach hause und gewann das Turnier. Wenn das bereits gut war, wurde Shamkir noch besser. Dort gewann er die letzten drei Partien auf brillante Art und Weise gegen einige der kampferprobtesten Spieler im Schach überhaupt. 16 weitere Ratingpunkte konnte er auf sein Konto packen und Magnus hatte dann bei den GRENKE Chess Classic die Chance, als "nur" mit 2845 bewerteter Spieler in der FIDE-Weltrangliste noch weitere Punkte gut zu machen.

Konnte seine Erfolgssträhne weiter halten? Naja, wie wir gesehen habe, konnte sie das. Und nachdem er auch mit Schwarz seine Partien gegen die Außenseiter des Turniers gewinnen konnte, war Magnus zum Schluss wieder voll auf Touren und beendete das Turnier mit drei Siegen gegen hochrangige Gegner. Somit gewann er seine letzten vier Partien in Baden-Baden. Wo spielte er am besten?

Ich glaube immer noch, dass die Qualität meiner Partien in Shamkir ein wenig höher war, aber natürlich waren die letzten vier Runden großartig. Davor war es nicht so überragend, aber der Trend ist sehr, sehr positiv.

Das bedeutet, dass Magnus in nur 27 Partien 40 Ratingpunkte ergattern konnte, womit er bei einem Live-Rating von 2875,2 steht, was in der FIDE-Weltrangliste Mai 2019 zu 2875 abgerundet wird. Das sind lediglich 7 Punkte von seinem Höchststand von 2882 entfernt, die er vor exakt 5 Jahren vorweisen konnte.

Tarjei J. Svensen: Schau dir diese Liste genau an: Carlsen hat 56 Punkte Vorsprung vor seinem letzten  WM-Herausforderer Caruana und mehr als 100 Punkte Vorsprung auf die Top-10-Spieler Nepomniachtchi, Grischuk, Anand und Nakamura.

Sein höchstes Live-Rating vom April 2015 beträgt 2889,2 und plötzlich erscheint die Barriere von 2900 Elo sich am Horizont abzuzeichnen:

Wenn du mich vor ein paar Wochen gefragt hättest, hätte ich immer noch gesagt, 2900 zu erreichen ist unmöglich. Aber jetzt sind es nur noch 25 Punkte, wobei ich, um dorthin zu kommen, weiter so performen müsste wie jetzt und kürzlich. Ich hoffe natürlich, das so zu tun, aber es ist nicht sehr realistisch. Jetzt ist es aber zumindest ein halbwegs erreichbarer Traum, was ehrlich gesagt schon das beste ist, was ich mir erhoffen konnte. Viel denke ich darüber jetzt nicht nach. Ich möchte einfach, dass es so weiter läuft wie bisher. Derzeit läuft es einfach super.

Ob Magnus diese Barriere durchbrechen wird oder nicht, eines hat er bereits erreicht: Kein Spieler hat bisher solche Ratinghöhen erreicht wie er und völlig abgesehen von einer möglichen Elo-Inflation mag das derzeitige Level seines Schachs dem Vergleich mit zwei Schachspielern standhalten: Bobby Fischer, nachdem er Taimanov und Larsen jeweils mit 6:0 auf dem Weg zum WM-Match gegen Boris Spassky geschlagen hatte, und Garry Kasparov. Der letztere hat bis heute mehr Zeit an der Spitze verbracht als Magnus und kann auch noch einige andere Rekorde sein Eigen nennen...

Megalovic: Kasparov (10, 1999/2002) ist ein Ziel für diesen Magnus Carlsen... die meisten Turniersiege am Stück in Superturnieren: Linares 4 (1999-2002), Wijk aan Zee 3 (1999-2001), Sarajevo 2 (1999-2000) und Astana 1 (2001).

Tarjei J. Svensen: Carlsen hatte bereits vier Turniersiege in Folge in 2015/2016. Sein Rekord liegt bei 6 in 2012/2013.

... aber natürlich kann man darüber streiten, ob es jemanden gibt, der jemals besseres Schach gespielt hat als Magnus es derzeit tut.

4. Team Magnus hat keine so schlechte WM-Vorbereitung gemacht

Natürlich ist ein Grund dafür, dass der Vergleich verschiedenster Schachgenerationen immer hinkt, die Tatsache, dass der Wissensstand über das Schach kontinuierlich wächst. Und dieser Prozess wurde dramatisch durch die Computer beschleunigt. Magnus scheint derzeit vor allem Kraft aus seiner Eröffnungsvorbereitung zu ziehen, die er im Hinblick auf das Match gegen Fabiano Caruana machte. Dazu sagt er:

Es hilft mir, dass ich immer noch Ideen und Konzepte haben, die noch von der Weltmeisterschaft stammen und ich fühle mich ganz allgemein gesprochen gut. Die Rahmenbedinungen stimmen, aber natürlich habe ich nie davon geträumt, dass es so gut laufen würde.

Während des WM-Matchs sah es häufig so als, ob die die Mitglieder von Team Magnus ihre Trips nach Thailand nicht rechtfertigen konnten, auch wenn Carlsen auf den Pressekonferenzen immer behauptete, dass er zufrieden mit der Arbeit seines Teams war. Das klang ein wenig danach, als wenn ein Manager dem Fußballtrainer sein "vollstes Vertrauen" aussprach. Es schien so, als wäre der Weltmeister immer einen Schritt zu spät, sodass er mit Weiß wenig aus den Eröffnungen holte und mit Schwarz sogar in seinem Sveshnikov in Neuerungen der Gegenseite lief. Es kam zwar immer zu offenen Kämpfen in diesen Partien, doch schlussendlich zollte auch Fabiano der Arbeit seines Kontrahenten den ultimativen Tribut, indem er zuletzt selbst Sveshnikov mit Schwarz spielte, während Magnus mit dieser Eröffnung dieses Jahr bereits Jorden van Foreest, David Navara und Sergey Karjakin besiegen konnte.

Natürlich konnten große Teile der Vorbereitung während des Matchs nicht genutzt werden, weshalb wir in nächster Zeit noch erwarten können, dass einige tiefe Ideen das Licht der Welt erblicken werden. Levon Aronians einzige Niederlage in dem Turnier konnte auf das komplett neue 10.Ld2!? in der Wiener Variante des Damengambits zurückgeführt werden, einen dieser Züge, von dem man im Nachhinein überrascht feststellen kann, dass er vorher noch nie probiert wurde.

Natürlich mag es nicht nur an der konkreten Vorbereitung gelegen haben, sondern auch daran, dass Magnus etwas entspannen konnte, nachdem der Druck des Matchs von seinen Schultern abgefallen ist:

Anish Giri: Wundervoll zu sehen, dass Magnus in absoluter Top-Form und ausgeruht ist und seine Gegner  zerstört. Ich tippe, für ein Jahr lang frei von den Qualen des WM-Matchs zu sein gibt ihm Flügel!

 5. Naiditsch war der einzige andere wirkliche Gewinner

Arkadij Naiditsch verdiente sich seinen Platz neben Magnus und Fabiano | Foto: Oliver Koeller

Arkadij Naiditsch hatte zuletzt einen hektischen Zeitplan - er vertrat als Kommentar Ljubomir Ljubojevic während des Shamkir Turniers, eilte dann nach Deutschland während des Ruhetags, um seinem Team Baden-Baden zu helfen, die Deutsche Meisterschaft zu gewinnen und brach einige Tage später wieder auf, um in China zu spielen. Der letzte Abstecher dieses Trips kostete ihn einige Elo-Punkte, aber bei den GRENKE Chess Classic konnte er mit drei Weißsiegen, einen davon gegen Vishy Anand, wieder Einiges von diesem Schaden wieder wettmachen. Am Ende hatte er einen positiven Score und den dritten Platz vor MVL aufgrund des besseren Tiebreaks (meiste Siege). In der letzten Partie war er ganz in seinem Element - Chaos. Mit 15.Se6!? spielte er einen optisch sehr ansprechenden Zug:


Offensichtlich kann man den Springer wegen Sxc7+ mit Gabel nicht schlagen. Kurz darauf hatte Weiß zwei Springer auf c7 und e6 und auch wenn Georg Meier im Anschluss durchaus noch Chancen hatte, wurden Arkadijs Ambitionen schlussendlich mit einem Sieg belohnt.

6. Für einige Stars war es ein Turnier zum Vergessen

Paco Vallejo beendete das Turnier mit -1, aber nachdem er einige Zeit lang in keinem Superturnier mitgespielt hatte, hatte er als einer der Spieler mit ungefähr 50% noch durchaus die meisten Gründe, mit dieser Leistung zufrieden zu sein. Er verlor nur gegen Magnus und Vishy, obwohl er in beiden Partien seine Chancen hatte, bevor er in der Schlussrunde seinen ersten Sieg gegen Vincent Keymer einfuhr:

Paco Vallejo: Sehr fordernde Partien, und zumindest habe ich es geschafft, die letzte Runde zu gewinnen. Ich hatte das Gefühl, während des Turniers in den entscheidenden Moment das Glück nicht auf meiner Seite gehabt zu haben. Schauen wir mal, ob ich in den Folgemonaten wieder auf mein bestes Level zurückkehren kann. Glückwünsche an Magnus Carlsen, der sein eigenes Turnier gewonnen hat!

Das bedeutete, dass jeder Spieler des Turniers mindestens einen Sieg holen konnte, aber die meisten sind wohl eher unzufrieden damit, wie die Dinge liefen.

Aronian verblüffte uns ein paar Mal im Kommentatoren-Studio, aber auf dem Brett haben wir nicht sein bestes Schach gesehen | Foto: Oliver Koeller




Das Turnier von MVL wurde durch die Katastrophe in der letzten Runde zerstört. Levon Aronian gewann lediglich eine Partie (nachdem Svidler in der Eröffnung bereits daneben griff), während Vishy Anand und Peter Svidler beide zwei Partien gewannen und kurz die Führung im Turnier übernahmen, sie dann aber beide im Laufe des Turniers auf 50% zurückfielen. Vor allem für Vishy war es bitter, weil er gegen Naiditsch und Meier direkt hintereinander verlor. Peter verlor zwar gegen großartige Spieler (Carlsen und Aronian), konnte sich aber zumindest an der letzten Phase seiner Partie gegen Magnus erfreuen!

Olimpiu G. Urcan: Urkomisch.

7. Von Vincent Keymer wird man noch hören

Der 14 Jahre alte Vincent Keymer war der Publikumsliebling bei den GRENKE Chess Classic und das nicht nur unter den heimischen deutschen Fans. Jeder mag es, den Underdog anzufeuern. Und für einen IM ist es eine absolute Feuertaufe, gegen fünf Spieler der Top 10 der Welt bei seinem ersten Superturnier anzutreten. Und es wurde eine wahre Feuertaufe! Die nackten Ergebnisse weisen sogar einen geringen Ratingzuwachs für das Talent aus:


Sein Coach Peter Leko hatte das Gefühl, dass die Begegnung mit Magnus die wichtigste Partie nicht nur für Vincent, sondern für das gesamte Turnier werden würde, denn nachdem Magnus so stark in Shamkir spielte, hatte er den ganzen Druck, als Weltmeister mit Schwarz gegen einen Spieler mit 300 Punkten weniger zu gewinnen... und das sollte Vincent gute Chancen geben. Leko hatte mit dieser Vorhersage ins Schwarze getroffen und man könnte darüber streiten, ob Magnus in dieser Partie die größten Probleme hatte, ähnlich wie er in Runde 1 in Shamkir vor großen Problemen gegen Teimour Radjabov stand.

Der Sieg nach 81 Zügen für Magnus wird eine Partie sein, die Vincent so schnell nicht vergessen wird:

Ich glaube, die erste Partie war die wichtigste - die längste und auch die, die die meiste Kraft gekostet hat. Es war, wie soll ich sagen, unfassbar!

Am Donnerstag geht es für Vincent dann zurück in die Schule, während die Schachwelt jedoch niemals schläft. Die Russischen Team-Mannschaftsmeisterschaften beginnen morgen in Sochi. Das TePe Sigeman & Co. Turnier (Malmö, Schweden) sowie das Capablanca Memorial (Havanna, Kuba) beginnen am Freitag. Und in einer Woche beginnt ebenfalls die Grand Chess Tour 2019 mit einem Schnellschach- und Blitzevent in Abidjan (Elfenbeinküste). Für mehr Infos schau einmal in unserem Schachkalender 2019 nach!

Magnus Carlsen nutzte die Chance, der erste Schachweltmeister zu sein, der in Afrika spielt. Aber zuvor konnte er es sich erlauben, ein wenig zu entspannen, nachdem er bereits 15 Jahre als Schachgroßmeister auf dem Buckel hat...

Magnus Carlsen: Seit 15 Jahren bin ich Großmeister. Dennoch feiere ich wie damals!

Wir hoffen, dass ihr euch an unserer Begleitung der GRENKE Chess Classic erfreuen konntet. Bleibt hier immer auf dem Laufenden bei chess24!

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