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  • 64

    64 ist die magische Zahl im Schach, denn das Schachbrett hat 64 (8x8) Felder.

A

  • Aljechin-Verteidigung

    Die Aljechin-Verteidigung wird durch die Züge 1. e4 Sf6 charakterisiert. Sie gilt als solide Eröffnung, die aber selten angewandt wird. Ihren Namen verdankt sie dem 4. Schachweltmeister Alexander Alexandrowitsch Aljechin.Mehr

  • Analyse

    Die Analyse, auch post mortem genannt, gehört nach einer beendeten Schachpartie zum guten Brauch. Die beiden Kontrahenten besprechen, meist umlagert von Kiebitzen, ihre Partie und analysieren die gespielten Züge.

B

  • Benoni-Verteidigung

    Die Benoni-Verteidigung teilt sich auf in verschiedene Zugfolgen. Es gibt sehr scharfe und positionelle Varianten. Der Name stammt aus einem im Jahr 1825 in Hebräisch erschienen Schachbuch. Benoni bedeutet „Sohn der Trauer“.Mehr

  • Berührt, geführt

    Wenn ein Spieler am Zug eine Figur berührt, dann muss er sie, vorausgesetzt es entspricht den Regeln, auch ziehen. Deswegen sollte man sich vorher sicher sein, bevor man eine Figur bewegen möchte. Mehr

  • Blindschach

    Beim Blindschach spielt ein Spieler, in der Regel ein starker Großmeister, ohne Ansicht des Brettes gegen einen oder mehrere Gegner (Blind-Simultanschach). Beim Blindschach ist besondere Konzentrationsfähigkeit gefragt, da man eine oder mehrere Stellungen permanent vor seinem geistigen Auge abspeichern und abrufen muss.

  • Blitzschach

    Blitzschach ist eine Spielvariante, bei der jedem Spieler jeweils fünf Minuten Bedenkzeit für die ganze Partie zur Verfügung stehen.

  • Buchholz-Wertung

    Die Buchholz-Wertung wird bei Turnieren, die nach Schweizer System gespielt werden, angewandt. Die Buchholz-Zahl ergibt sich durch das Summieren der Punkte, die die Gegner, gegen die man im Turnier gespielt hat, erzielt haben.

  • Bulletschach

    Bulletschach ist eine Spielvariante, die insbesondere auf Schachservern gespielt wird. Die Bedenkzeit beträgt pro Spieler nur eine Minute für die ganze Partie.

C

  • Caissa

    Caissa ist die Schachgöttin. Es ist eine fiktive Figur aus einem 1763 veröffentlichten Gedicht von William Jones. In diesem Gedicht erfindet der Gott Mars das Schachspiel, um Caissas Herz zu erweichen.

  • Caro-Kann-Verteidigung

    Die Caro-Kann Verteidigung wird durch die Züge 1. e4-c6 charakterisiert. Sie gehört zu den meistgespielten Eröffnungen gegen 1. e4. Ihren Namen verdankt sie den Schachmeistern Horatio Caro (1862-1920) und Marcus Kann (1820-1886). Mehr

  • Chess960

    Chess960, auch Fischer Random Chess genannt, ist eine von Schachgroßmeister Robert James Fischer entwickelte Schachvariante...Mehr

D

  • Damenflügel

    Der Bereich innerhalb der a-, b- und c-Linie bildet den Damenflügel auf dem Schachbrett <-> Königsflügel

  • Damengambit

    Das Damengambit wird durch die Züge 1. d4-d5 2. c4 charakterisiert. Es ist eine der meistgespielten Eröffnungen im Turnierschach und verzweigt sich je nach kommender Zugfolge in weitere unterschiedliche Eröffnungen wie das angenommene Damengambit oder die Slawische Verteidigung.

  • Damenindische Verteidigung

    Die Damenindische Verteidigung wird durch die Züge 1. d4-Sf6 2. c4-e6 3. Sf3-b6 charakterisiert. Sie gehört zu den meistgespielten Eröffnungen gegen 1. d4. Ihre theoretische Erforschung begann insbesondere Anfang des 20. Jahrhunderts.Mehr

  • Dauerschach

    Ein Dauerschach tritt ein, wenn einer der Spieler den gegnerischen König ununterbrochen angreift und sich dieser den Schachgeboten nicht entziehen kann. Die Partie endet in diesem Fall mit Remis.

  • Demonstrationsbrett

    Das Demonstrationsbrett, auch Demobrett genannt, dient dazu, Schachpartien oder Schachpositionen einem größeren Publikum zu präsentieren.Mehr

  • Diagramm

    Ein Diagramm ist ein Abbild einer bestimmten Schachstellung. Diagramme werden in der Schachliteratur oder auch im Internet graphisch dargestellt.

  • Doppelangriff

    Der Doppelangriff ist das häufigste taktische Motiv. Es tritt auf, wenn eine Figur gleichzeitig zwei gegnerische Figuren, zwei gegnerische Felder oder eine Figur und ein Feld angreift. Es gibt verschiedene Arten eines Doppelangriffs, wie z.B. die Gabel.

  • Doppelbauer

    Ein Doppelbauer besteht – entgegen seines Namens – aus zwei Bauern der gleichen Farbe, die hintereinander auf einer Linie stehen. Ein Doppelbauer schwächt in der Regel die eigene Bauernstruktur und kann vom Gegner gut angegriffen werden.

  • DWZ

    DWZ = Deutsche Wertungszahl, ist das deutsche Pendant zur internationalen Elo-Zahl, also ein Wertungssystem, mit dem man die Spielstärke eines Spielers bestimmt.

E

  • Einstellen

    Man spricht von "Partie einstellen" oder "Ich habe die Partie eingestellt", wenn man in einer besseren oder ausgeglichenen Position einen groben Fehler begangen hat. Häufig dient dieser Spruch aber nur als Ausrede.

  • Elo-Zahl

    Das Elo-System ist ein Wertungssystem, das es erlaubt, die Spielstärke von Schachspielern durch eine Wertungszahl (kurz: Elo-Zahl) zu beschreiben.Mehr

  • En passant

    En passant = Im Vorbeigehen (aus dem Französischen) ist eine spezielle Schlagart des Bauern, die dann möglich ist, wenn ein gegnerischer Bauer aus der Grundstellung heraus am eigenen Bauer vorbeizieht. In diesem Fall darf der eigene Bauer den gegnerischen Bauern schlagen.

  • Endspiel

    Als Endspiel wird nach Eröffnung und Mittelspiel die dritte und letzte Phase einer Schachpartie bezeichnet.Mehr

  • Engine

    Eine Engine ist ein kleines Computerprogramm, das zur Analyse von Schachpartien benutzt wird. Die stärksten Engines der Welt sind ähnlich stark wie die besten Spieler der Welt - oder sogar stärker.

  • Englische Eröffnung

    Die englische Eröffnung beginnt mit 1.c4. Ihren Namen verdankt sie dem englischen Meister Howard Staunton, der Mitte des 19. Jahrhunderts als stärkster Schachspieler der Welt galt.

  • Entwicklung

    Zu Beginn einer Partie besteht die Hauptaufgabe darin, seine Figuren ins Spiel zu bringen – sie zu entwickeln.Mehr

  • Eröffnung

    Als Eröffnung wird die erste Phase einer Schachpartie bezeichnet, in der die Spieler ihre Figuren erstmal sinnvoll aufstellen.Mehr

F

  • Feinwertung

    Die Feinwertung kommt in einem Schachturnier zur Anwendung, wenn am Ende zwei oder mehrere Spieler punktgleich sind. Es gibt je nach Turnierform verschiedene Feinwertungen. Die wichtigsten sind: Buchholzwertung, Sonneborn-Berger-Wertung, Fortschrittswertung, Performance-Wertung.

  • Fernschach

    Beim Fernschach werden die Partien über einen langen Zeitraum ausgetragen. Die Spieler befinden sich dabei an verschiedenen Orten. Eine Fernschachweltmeisterschaft kann locker einige Jahre dauern. Die ICCF (Internationaler Fernschachverband) regelt den Spielbetrieb.

  • Fesselung

    Die Fesselung ist ein bedeutendes taktisches Element im Schachspiel. Sie entsteht, wenn man eine gegnerische Figur angreift und den Kontrahenten „zwingt“, diese nicht zu ziehen. Man unterscheidet zwischen einer echten und unechten Fesselung:Mehr

  • Fianchetto

    Dieses schöne Wort stammt aus dem Italienischen „fiancata“ – die Flanke oder Seite. Von Fianchetto spricht man, wenn ein Spieler einen oder beide Läufer ein Feld seitlich in Richtung des Brettrands entwickelt. Bei Weiß sind es die Felder b2 und g2, bei Schwarz b7 und g7.

  • FIDE

    Die Fédération Internationale des Échecs (FIDE, französisch für internationale Schachföderation), im deutschsprachigen Raum auch Weltschachbund genannt, ist die Dachorganisation der nationalen Verbände der Schachspieler.

  • FM

    FM ist die Abkürzung für den Titel FIDE-Meister. Diesen Titel erlangt man ab einer ELO-Zahl von 2300.

  • Fortschrittswertung

    Die Fortschrittswertung wird bei Turnieren, die nach Schweizer System gespielt werden, angewandt.Mehr

  • Französische Verteidigung

    Die Französische Verteidigung wird durch die Züge 1. e4-e6 charakterisiert. Sie gehört zu den beliebtesten Verteidigungen gegen 1. e4. Der Name der Eröffnung stammt aus dem Jahr 1834, als in einem Städtekampf zwischen Paris und London die Franzosen auf den Doppelschritt des e-Bauern mit 1. ...e6 antworteten. Mehr

  • Freibauer

    Ein Freibauer entsteht, wenn auf dessen Linie der gegnerische Bauer verschwindet. Mehr

G

  • Gabel

    Auch beim Schach besitzt die Gabel eine nützliche Funktion. Mehr

  • Gambit

    Beim Gambit wird in der Eröffnung ein Bauer geopfert, um sich einen strategischen Vorteil zu sichern. Es gibt zahlreiche Eröffnungen, die das Wort im Namen tragen: Königsgambit, Damengambit, Mittelgambit usw.

  • Gens uns sumus

    Seit 1950 verwendet die FIDE diesen lateinischen Slogan – auf Deutsch „Wir sind eine Familie“.

  • Geschlossene Spiele

    Unter den geschlossenen Spielen fallen alle Eröffnungen im Schach, die nicht mit 1. e4 beginnen. Der Name „geschlossen“ stammt aus der Tatsache, dass viele Stellungen einen geschlossenen Charakter tragen, d.h., dass viele Figuren lange auf dem Brett verweilen.

  • GM

    GM ist die Abkürzung für den Titel Großmeister. Diesen Titel erlangt man ab einer Elo-Zahl von 2500 und wenn man bestimmte Turnierergebnisse (GM-Normen) erzielt hat.

  • Grundreihenmatt

    Ein Grundreihematt tritt ein, wenn eine Dame oder ein Turm den gegnerischen König auf der Grundreihe angreift und dieser kein Fluchtfeld hat oder das Schachgebot abwehren kann.Mehr

  • Grünfeld-Indische Verteidigung

    Die Grünfeld-Indische Verteidigung wird durch die Züge 1. d2-d4 Sg8-f6 2. c2-c4 g7-g6 3. Sb1-c3 d7-d5 charakterisiert. Sie gehört zu den meistgespielten Eröffnungen im Schach und ihre theoretische Erforschung ist sehr weit fortgeschritten. Ihren Namen verdankt sie dem österreichischen Großmeister Ernst Grünfeld (1893-1962).Mehr

H

  • Halboffene Spiele

    Unter die halboffenen Spielen fallen alle Eröffnungen im Schach, die mit 1.e4 und nicht 1. ...e5 beginnen. Die halboffenen Spiele sind bezüglich ihres Stellungscharakters zwischen den offenen und den geschlossenen Spielen einzuordnen.

  • Hängepartie

    Bis zu Beginn der 90er Jahre wurden Schachpartien nach der 1. Zeitkontrolle bzw. nach dem 40. Zug unterbrochen und zu einem späteren Zeitpunkt fortgeführt. Mehr

  • Hilfsmatt

    Beim Hilfsmatt, einer Variante des Problemschachs, arbeiten Weiß und Schwarz gemeinsam, um den schwarzen König Matt zu setzen.

  • Holländische Verteidigung

    Die Holländische Verteidigung wird durch die Züge 1. d4-f5 charakterisiert. Sie gilt als sehr scharfe, aber objektiv nicht vollwertige Eröffnung. Ihren Namen verdankt sie dem Holländer Elias Stein, der sie 1789 in einem Schachbuch erwähnte.

I

  • IM

    IM ist die Abkürzung für den Titel Internationaler Meister. Diesen Titel erlangt man ab einer Elo-Zahl von 2400 und wenn man bestimmte Turnierergebnisse (IM-Normen) erzielt hat.

  • Internet

    Das Internet hat das Schach revolutioniert. Mehr

  • Isolani

    Ein Bauer wird Isolani oder isolierter Bauer genannt, wenn seine angrenzenden Bauern vom Brett verschwinden. Im Mittelspiel kann so ein Bauer sehr stark sein, im Endspiel tendiert er zur Schwäche. Über die Stellungsstrukturen mit einem isolierten Bauern gibt es zahlreiche Abhandlungen und Bücher.

  • Italienische Partie

    Die Italienische Partie wird durch die Züge 1. e4-e5 2. Sf3-Sc6 3. Lc4 charakterisiert. Bekannte Verschriftlichungen stammen aus dem 14. Jahrhundert und somit gehört sie zu den ältesten Eröffnungen. Ihren Namen trägt sie, weil italienische Spieler, insbesondere Gioacchino Greco, sich ihrer Erforschung gewidmet haben.Mehr

J

  • J´adoube

    Falls man eine Figur zurechtrücken möchte, in der Regel wenn sie nicht mittig auf einem Feld platziert ist, dann kündigt man das seinem Gegner mit diesem französischen Ausdruck an. Der deutsche Ausdruck "Ich rücke zurecht" wird ebenfalls verwendet.

K

  • Kiebitz

    Kiebitz wird diejenige Person im Schach genannt, die eine laufende Partie interessiert beobachtet oder nach einer beendeten Partie den Analysen der Meister zusieht bzw. zuhört.

  • Kompensation

    Von Kompensation spricht man im Schach, wenn man nach einem Materialopfer ein entsprechendes Äquivalent erhält, welches das Opfer kompensiert. Das kann ein Angriff auf den gegnerischen König sein oder ein positioneller Vorteil, der langfristig den materiellen Nachteil kompensiert.

  • König

    Der König ist die wichtigste Figur im Schach. Wer den gegnerischen König mattsetzt, gewinnt die Partie. Es gilt den König in der Eröffnung, durch die Rochade und im Mittelspiel zu schützen. Im Endspiel dagegen wird der König zu einer starken Figur, da er bei reduziertem Material kaum Matt gesetzt werden kann und greift voll ins Geschehen ein.

  • Königsflügel

    Der Bereich innerhalb der f-, g- und h-Linie bilden den Königsflügel auf dem Schachbrett <-> Damenflügel.

  • Königsgambit

    Das Königsgambit wird durch die Züge 1. e4-e5 2. f4 charakterisiert. Es gilt als eine der ältesten Eröffnungen im Schach (bekannt seit dem 15. Jahrhundert) und wird heutzutage fast nur noch auf Amateurniveau angewandt.

  • Königsindische Verteidigung

    Die Königsindische Verteidigung wird durch die Züge 1. d4-Sf6 2. c4-g6 3. Sc3-Lg7 4. e4-d6 charakterisiert. Sie gehört zu den meistgespielten Eröffnungen gegen 1. d4. Sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts in die Turnierpraxis eingeführt und erfreut sich bis heute großer Beliebtheit.Mehr

L

  • Lavieren

    In bestimmten Stellungen, in denen vorübergehend kein entscheidender Vorteil erspielt werden kann, kann man die Figuren umgruppieren, um sich eine bessere Stellung zu erarbeiten. In diesem Fall wird von Lavieren gesprochen.

  • Leichtfigur

    Der Springer und Läufer werden im Schach als Leichtfiguren bezeichnet, im Gegensatz zu den Schwerfiguren Dame und Turm.

M

  • Matt

    Matt oder Schachmatt ist ein König, wenn er von einer gegnerischen Figur angegriffen wird (Schachgebot) und sich nicht mehr verteidigen kann...Mehr

  • Mittelspiel

    Das Mittelspiel folgt nach der Eröffnung und wird als zweite Phase einer Schachpartie bezeichnet. In dieser Phase versucht man, sich durch positionelle und taktische Mittel gegenüber seinem Gegner einen Vorteil zu verschaffen.

N

  • Narrenmatt

    Das Narrenmatt ist das schnellstmögliche Matt im Schach, das nach nur vier Halbzügen entsteht. Da es nur durch gütige Mithilfe des Weißen erfolgen kann, ist es ein Hilfsmatt.Mehr

  • Nimzowitsch-Indische Verteidigung

    Die Nimzowitsch-Indische Verteidigung wird durch die Züge 1. d4-Sf6 2. c4-e6 3. Sc3-Lb4 charakterisiert. Sie gehört zu den meistgespielten Eröffnungen gegen 1. d4. Ihren Namen verdankt sie Aaron Nimzowitsch, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts einer der stärksten Spieler der Welt war.

  • Notation

    Im Turnierschach, also nicht Schnell-, Blitz- oder Bulletschach, besteht Notationspflicht, d.h. die Züge müssen von beiden Spielern auf ein dafür vorgesehenes Formular notiert werden.

O

  • Offene Spiele

    Unter offene Spiele fallen alle Eröffnungen im Schach, die mit 1.e4-e5 beginnen. Der Name „offen“ stammt aus der Tatsache, dass viele Stellungen einen offenen Charakter tragen, das heißt, dass viele Figuren schon in der Eröffnung getauscht werden.

  • Opfer

    In bestimmten Situationen opfert ein Spieler Material, um sich gewinnbringenden Angriff oder positionellen Vorteil zu sichern.

P

  • Patt

    Ein Patt entsteht, wenn ein am Zug befindlicher Spieler keinen regelkonformen Zug ausführen kann und sein König nicht im Schach steht. Mehr

  • Performance-Wertung

    Bei der Performance-Wertung wird der Durchschnitt der Elo-Zahlen der Gegner, gegen die man gespielt hat, ermittelt. Je höher diese Zahl, also je stärker die Gegner im Schnitt waren, desto höher ist die erzielte Leistung zu bewerten.

  • Philidor-Verteidigung

    Die Philidor-Verteidigung wird durch die Züge 1. e4-e5 2.Sf3-d6 charakterisiert. Sie gilt als solide, aber etwas passive Verteidigung. Ihren Namen verdankt sie François-André Danican Philidor, der zu seinen Lebzeiten (1726-1795) als bester Schachspieler der Welt galt.

  • Pirc-Ufimzew-Verteidigung

    Die Pirc-Ufimzew-Verteidigung wird durch die Züge 1. e4-d6 2. d4-Sf6 3. Sc3-g6 charakterisiert. Sie ist unter Amateurspielern deutlich häufiger anzutreffen als unter Meisterspielern. Ihren Namen verdankt sie den Schachmeistern Vasja Pirc (1907-1980) und Anatoli Gawrilowitsch Ufimzew (1914-2000).

  • Problemschach

    Beim Problemschach handelt es sich um erdachte Aufgaben, die bestimmte Forderungen an den Löser der Aufgabe stellen. Das Niveau solcher Aufgaben ist in der Regel so hoch, dass sie sich eher an Spezialisten richten.

Q

  • Qualitätsopfer

    Von einem Qualitätsopfer spricht man im Schach, wenn man einen Turm gegen einen Springer oder Läufer opfert. Das geschieht, weil man sich dadurch einen gewinnbringenden Angriff oder positionellen Vorteil verspricht oder weil man es einfach übersehen hat. So oder so, man hört die Zuschauer dann oft sagen: "Er hat die Qualle geopfert."

R

  • Rechnen

    Varianten berechnen ist im Schach eine besonders wichtige Fähigkeit. Je schneller und genauer man Varianten berechnet, desto größer die Spielstärke.

  • Remis

    Remis ist der spezifische Begriff im Schach für Unentschieden.

  • Réti-Eröffnung

    Die Réti-Eröffnung wird durch die Züge 1. Sf3-d5 2. c4 charakterisiert. Manchmal behält sie ihren eigenständigen Charakter, manchmal leitet das Spiel aber über die erwähnte Zugfolge in andere Eröffnungen. Ihren Namen verdankt sie Richard Réti, der Anfang des 20. Jahrhunderts zu den besten Spielern der Welt gehörte.

  • Rochade

    Bei der Rochade ziehen König und Turm gleichzeitig, wonach der König aus der Brettmitte in einer Ecke in Sicherheit gebracht wird.Mehr

  • Rundenturnier

    Bei einem Rundenturnier spielen die Teilnehmer nach dem Format „Jeder gegen Jeden“. Mehr

  • Russische Verteidigung

    Die Russische Verteidigung wird durch die Züge 1. e4-e5 2. Sf3-Sf6 charakterisiert. Sie gilt als sehr solide Verteidigung gegen 1. e4. Ihren Namen verdankt sie den russischen Schachmeistern Alexander Dmitrijewitsch Petrow und Carl Friedrich Jänisch, die sich im 19. Jahrhundert ihrer Erforschung widmeten.

S

  • Schach - Das königliche Spiel

    Schach gehört zu den ältesten und ehrwürdigsten Brettspielen in der Geschichte der Menschheit. Historische Quellen belegen seine Entstehung zwischen dem 3. und 6. Jahrhundert im südasiatischen Raum, insbesondere in Indien. Mehr

  • Schachblindheit

    Von Schachblindheit wird gesprochen, wenn man in einer bestimmten Stellung einen einfachen Gewinn übersieht und stattdessen häufig sogar die Partie verliert.

  • Schachbrett

    Das Schachbrett besteht aus 64 Feldern. Es ist unterteilt in acht Linien (a bis h) und acht Reihen (1. bis 8. Reihe).

  • Schnellschach

    Schnellschach ist eine Spielvariante, bei der jedem Spieler zwischen 10 und 30 Minuten Bedenkzeit für die ganze Partie zur Verfügung stehen.

  • Schottische Partie

    Die Schottische Partie wird durch die Züge 1. e4-e5 2. Sf3-Sc6 3. d4 charakterisiert. Die Eröffnung galt lange Zeit als harmlos, bis Garri Kasparow sie im WM-Kampf 1990 anwandte und ihr dadurch zu einer Renaissance auf höchstem Niveau verhalf. Ihren Namen verdankt sie einer Auswahl aus Edinburgh, die sie 1824 in einem Fernschach-Match gegen eine Londoner Auswahl erfolgreich anwandte.

  • Schwerfigur

    Die Dame und der Turm werden im Schach als Schwerfiguren bezeichnet, im Gegensatz zu den Leichtfiguren Springer und Läufer.

  • Sekundant

    Ein Sekundant assistiert einem Großmeister während eines Turniers bei der Vorbereitung auf dessen Gegner. Die Anzahl der Sekundanten kann mit der Bedeutung des Turniers zunehmen. Bei einer Weltmeisterschaft ist es übliche Praxis, dass der Weltmeister und sein Herausforderer mindestens über vier Sekundanten verfügen.

  • Simultan

    Beim Simultanschach spielt ein Spieler, in der Regel ein Titelträger (GM oder IM), gleichzeitig gegen mehrere Gegner. Mehr

  • Sizilianische Verteidigung

    Die sizilianische Verteidigung wird durch die Züge 1. e4-c5 charakterisiert. Sie ist die beliebteste Verteidigung gegen 1. e4 und unterteilt sich nach den genannten Zügen in zahlreiche eigenständige Eröffnungssysteme. Ihren Namen trägt die Verteidigung, da sie um ca. 1550 in Italien entstand.

  • Skandinavische Verteidigung

    Die Skandinavische Verteidigung wird durch die Züge 1. e4-d5 charakterisiert. Sie ist insbesondere unter Amateurspielern sehr beliebt, auf Spitzenniveau aber sehr selten anzutreffen. Ihre Entstehung wird schon auf Ende des 15. Jahrhunderts datiert.

  • Slawische Verteidigung

    Die Slawische Verteidigung wird durch die Züge 1. d4-d5 2. c4-c6 charakterisiert. Sie gehört heutzutage zu den meistgespielten Eröffnungen. Ihren Durchbruch feierte die Eröffnung in den 30er Jahren, als sie von zahlreichen Weltklassespielern angewandt wurde.

  • Sonneborn-Berger-Wertung

    Die Sonneborn-Berger-Wertung wird bei Rundenturnieren („Jeder gegen jeden“) angewandt.Mehr

  • Spanische Partie

    Die Spanische Partie wird durch die Züge 1. e4-e5 2. Sf3-Sc6 3. Lb5 charakterisiert. Sie gehört zu den meistgespielten Eröffnungen. Ihren Namen verdankt die Eröffnung dem spanischen Priester Ruy López de Segura, der 1561 eine Monographie über die Eröffnung veröffentlichte.

T

  • Taktik

    Taktik ist der Oberbegriff für alle Kombinationsmotive im Schachspiel. Die Beherrschung dieser Motive ist neben ausgeprägtem strategischen Denken der alles beherrschende Faktor, der die Spielstärke bestimmt.

  • Theorie

    Die Schachtheorie hat ein kaum mehr zu überblickendes Volumen erreicht. Zu allen Bereichen des Spiels, wie Eröffnung, Mittelspiel oder Endspiel, gibt es zahllose Publikationen. Schach ist damit nicht nur ein Sport oder ein kulturelles Gut, sondern auch ein wissenschaftliches Gebiet mit zahlreichen Forschungsfeldern.

U

  • Umwandlung

    Im Schach darf man einen Bauern, der bis zur gegnerischen Grundreihe durchgedrungen ist, in eine höherwertige Figur außer einen König umwandeln. In der Regel wählt man die Dame, da sie die stärkste Figur im Schach ist.

  • Unsterbliche Partie

    Die Partie zwischen Adolf Anderssen und Lionel Kieseritzky – gespielt 1851 in London – gilt als eine der schönsten Partien der Schachgeschichte und wird als „Unsterbliche Partie“ bezeichnet. Anderssen opferte in einer furiosen Angriffspartie einen Läufer, beide Türme und die Dame, bevor er seinen Gegner matt setzte.

V

  • Vorbereitung

    Im modernen Turnierschach spielt die Vorbereitung auf seinen kommenden Gegner eine herausragende Rolle. Dank moderner Datenbanken, in denen zahlreiche Schachpartien abgespeichert werden, kann man sich intensiv auf seinen Gegner vorbereiten. Das kann mitunter einige Stunden und länger als die eigentliche Partie dauern.

W

  • Weltmeister

    Der Titel des Schachweltmeisters ist die höchste Auszeichnung im Schach. In der Geschichte des Schachs unterscheidet man zwischen dem klassischen Schachweltmeister (klassischer Zweikampf) und dem FIDE-Weltmeister (ermittelt durch eine bestimmte Turnierform). Der aktuelle Schachweltmeister ist Magnus Carlsen aus Norwegen.

  • Wolga-Gambit

    Das Wolga-Gambit wird durch die Züge 1. d4-Sf6 2. c4-c5 3. d5-b5 charakterisiert. Es ist eine beliebte Eröffnung unter Amateurspielern, wird im Spitzenschach aber eher selten angewandt. Insbesondere russische Schachmeister machten sich Mitte der 60er Jahre ihrer Erforschung verdient.Mehr

Z

  • Zeitnot

    In Zeitnot, also wenn einem oder beiden Spielern nur noch wenig Bedenkzeit bis zur Zeitkontrolle oder für den Rest der Partie übrig bleibt, geschehen mitunter erstaunliche Dinge. Mehr

  • Zeitüberschreitung

    Jedem Spieler steht bei einer Schachpartie eine bestimmte Bedenkzeit zur Verfügung, innerhalb derer er die Partie absolvieren muss.Mehr

  • Zentrum

    Die Felder e4, d4, e5 und d5 bilden das Zentrum des Schachbretts. Die Kontrolle des Zentrums ist besonders wichtig und dementsprechend findet ein Großteil des Kampfes einer Partie in diesem Bereich statt.Mehr

  • Zugpflicht

    Im Schach besteht Zugpflicht, d.h. es muss abwechselnd gezogen werden und kein Spieler darf auf einen Zug verzichten.

  • Zugzwang

    Von Zugzwang spricht man im Schach, sobald ein Spieler in eine Situation geraten ist, in der er, egal welchen Zug er ausführt, eine für sich verlorene Stellung herbeiführt. Das Ganze basiert auf der Zugpflicht im Schach, sonst könnte man ja sagen: "Komm, zieh du."

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